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Landesliga Südwest

20.04.2015

Konjunktiv ist der Feind des Verlierers

Der Anfang vom Ende. Sekunden vor dem Pausenpfiff mussten Mark Huckle und der TSV Gersthofen das 0:1 hinnehmen. Am Ende stand eine weitere 0:4-Heimniederlage gegen den TSV Nördlingen zu Buche.
Bild: Marcus Merk

Die Chancen auf den Klassenerhalt werden für den TSV Gersthofen nach einer 0:4-Heimniederlage gegen den TSV Nördlinger immer geringer

Es ist müßig, darüber zu spekulieren, was gewesen wäre, wenn Schiedsrichter Tobias Buchner in der 39. Minute auf Elfmeter entschieden hätte. Stefan Schnurrer hatte den Ball bereits an Kevin Maschke vorbeigelegt und rasselte dann mit dem Nördlinger Torhüter zusammen. Vielleicht hätte das Spiel einen anderen Verlauf genommen, wenn der TSV Gersthofen 1:0 in Führung gegangen wäre. Aber dazu hätte man den Strafstoß erst einmal verwandeln müssen. Es ist ebenso müßig, darüber zu diskutieren, ob es in der 61. nach einem Schubser von Stefan Leiteritz an Manuel Meyer unbedingt eines Elfmeters bedurft hätte, den Michael Knötzinger zum 0:2 verwandelte. Der Konjunktiv ist bekanntlich der Feind des Verlierers. Tatsache ist, dass der TSV Gersthofen im Spiel der Fußball-Landesliga Südwest dem TSV Nördlingen am Ende mit 0:4 unterlegen war und die Chancen auf den Klassenerhalt weiter geschrumpft sind.

Der Torpfiff war gleichzeitig der Pausenpfiff

Auf dem bestens präparierten Rasen der Selgros-Arena hielt der TSV Gersthofen in der ersten Halbzeit noch gut mit. Ein Kopfball von Nikola Cvetic, der auf dem Querbalken landete (9.), war die einzige Szene des langen Angreifers. Bei einem Freistoß von Marco Baur musste sich Maschke im Nördlinger Tor ganz lang machen (30.). Ansonsten war es ein Spiel TSV Nördlingen gegen Stefan Brunner. Der Gersthofer Torhüter verhinderte mit etlichen Glanzparaden einen Rückstand. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte war er schließlich machtlos, als Manuel Meyer einen Konter über Daniel Hensolt zum 1:0 vollstreckte. Der Torpfiff war gleichzeitig der Pausenpfiff.

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Vier Minuten nach dem Seitenwechsel die große Chance zum Ausgleich. Nach einem Foul von Daniel Holzmann an Martini Lombaya gab es schließlich einen Elfmeter für den TSV Gersthofen. Marco Baur schoss jedoch so schwach, dass Maschke parieren konnte (49.). So stand wieder Stefan Brunner im Mittelpunkt des Geschehens. Er reagierte zweimal gegen Knötzinger großartig (58. und 75.), war auch am Elfmeter noch dran (61.), ließ Daniel Hensolt verzweifeln, der zweimal allein vor ihm auftauchte (66. und 68.).

Ironie des Schicksals, dass es ausgerechnet ein Fehler des Gersthofer Schlussmanns war, der zur endgültigen Entscheidung führte. Brunner vertändelte das Leder gegen Hensolt, der sich mit dem 0:3 bedankte (82.). Die sichere Führung veranlasste die Gäste sogar, ihren Torwart zu wechseln (84.). Zwei Minuten vor Schluss traf Knötzinger dann mit einem herrlichen Schlenzer zum 0:4 ins lange Eck. Der im Offensivspiel an Harmlosigkeit leidende TSV Gersthofen hatte dem Ganzen nur zwei Weitschüsse von Marco Baur entgegenzusetzen, von denen einer fast im angrenzenden Freibad landete. Deshalb war der Sieg der Gäste, die ansonsten ihrem Status als Tabellendritter nicht immer gerecht wurden, im Endeffekt verdient. Vielleicht um ein, zwei Treffer zu hoch.

TSV Gersthofen: Brunner - Leiteritz, Repennig (67. Dörr), Huckle, Ersoy - Schnurrer (80. Bregulla), Baur, Mijailovic (65. Biehal), Lombaya - Dia, Cvetic.

TSV Nördlingen: Maschke (84. Wagner) - Bortolazzi, Holzmann, Meyer (75. Hemayatkar-Fink), Oefele (82. Helmschrott) - Knötzinger, J. Geiß, Raab, N. Geiß - Buser, Hensolt.

Tore: 0:1 Meyer (45.+1), 0:2 Knötzinger (61./Foulelfmeter), 0:3 Hensolt (82.), 0:4 Knötzinger (88.). - Schiedsrichter: Tobias Buchner (Winden). - Zuschauer: 91. - Bes. Vorkommnisse: Maschke (Nördlingen) hält Foulelfmeter von Baur (49.).

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