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Kreisliga Augsburg

23.11.2019

Kopf an Kopf

Packende Zweikämpfe gab es schon im Hinspiel. Während Simon Achatz und Alexander Brecheisen (lila Trikots, von links) mit dem TSV Dinkelscherben auf Platz zwei überwintern wollen, hat Michael Lindermayr mit dem TSV Täfertingen am Tabellenende wieder Lunte gerochen.
Bild: Oliver Reiser

Anhausen, Dinkelscherben und Langerringen im Fernduell um Rang zwei. TSV Täfertingen hat am Tabellenende Lunte gerochen

Wer überwintert auf einem Ab-, wer auf einem Aufstiegsplatz? Der letzte Spieltag des Jahres in der Fußball-Kreisliga Augsburg könnte kurz vor dem Winter noch einmal für ein komplett anderes Tabellenbild sorgen. Denn bis auf den FC Horgau an der Spitze und den TSV Kriegshaber an letzter Stelle ist der Rest der Liga eng beisammen. Anhausen, Dinkelscherben und Langerringen werden in Fernduellen Rang zwei unter sich ausmachen. Der TSV Täfertingen könnte sich mit einem Sieg aus dem Keller befreien und damit die SpVgg Westheim bei einer Niederlage gegen Tabellenführer Horgau wieder in den Abstiegskampf reißen.

Anhausen ist das heimstärkste Kreisliga-Team 2019. Nach dem 3:1-Erfolg gegen Aufsteiger SpVgg Lagerlechfeld hat die Mannschaft von Spielertrainer Benedikt Schmid das zehnte von insgesamt elf Ligaspielen in diesem Jahr im Anhauser Tal gewonnen. „Wir haben es geschafft, dass die Leute am Wochenende in Anhausen wieder Fußball schauen“, ist der 28-Jährige nicht nur stolz auf die sportliche Entwicklung. Mit 30 Punkten das Jahr abschließen zu können, das hätte sich Schmid in seinen kühnsten Träumen nicht vorstellen können. „Ich wusste, dass wir wieder eine gute Truppe haben und um einen ähnlichen Platz wie im vergangenen Jahr spielen können. Dass es jedoch so gut läuft, hätte ich dann aber nicht gedacht“, gibt sich der 28-Jährige bescheiden. Nicht allzu anspruchslos geht Schmid jedoch in die Partie gegen Tabellenschlusslicht Kriegshaber. „Ein Dreier ist für mich Pflicht, auch wenn wir wissen, dass es kein Selbstläufer wird“, erinnert er sich an den knappen 2:1-Hinspielsieg.

20 Punkte aus den vergangenen acht Spielen – damit hätte nach der zwischenzeitlichen Schwächephase in Dinkelscherben keiner mehr gerechnet. „Aber es schien, als haben wir das gebraucht, um daraus zu lernen“, erklärt Trainer Michael Finkel. Gleichzeitig wurden alle wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. „Denn am Anfang hatten wir intern, aber auch extern wohl einfach zu hohe Erwartungen“, fügt der 41-Jährige hinzu. Doch wie schnell man wieder in alte Muster verfällt, zeigte der knappe 3:2-Sieg beim Tabellenvorletzten FC Königsbrunn. Beinahe hätte der TSV noch eine 3:0-Führung aus der Hand gegeben. „Da hat uns noch die nötige Cleverness gefehlt“, meint Finkel und warnt in diesem Zuge vor der Partie gegen den TSV Täfertingen: „Sie haben sich mit dem Sieg gegen Zusmarshausen etwas befreit.“

Kopf an Kopf

Selbstverständlich habe der 1:0-Derbysieg gegen Zusmarshausen in Täfertingen die Hoffnung auf den Klassenerhalt wieder aufleben lassen. „Da muss ich die Mannschaft loben. Wir haben mit einer Notelf eine überragende Leistung gebracht und taktisch sehr gut agiert“, so Trainer Antonio Cuevas. Torhüter Marko Simic hatte dank eines Sahnetages die Null gehalten, auch das Glück war endlich mal wieder aufseiten der Täfertinger. „Erhobenen Hauptes fahren wir jetzt auf den Kaiserberg“, warnt der 39-Jährige die Konkurrenz. „Wir sind gut drauf und wollen einen Punkt.“

„A boarische Fotzn“, so Trainer Oliver Haberkorn, kassierte die SpVgg Westheim am vergangenen Wochenende gegen Bezirksliga-Absteiger Kissinger SC (1:5). „Ein Tag zum Vergessen – von der ersten bis zur letzten Minute“, setzte der 35-Jährige schnell einen Haken unter die bislang höchste Saisonniederlage. Doch mit Tabellenführer Horgau steht die nächste Herkulesaufgabe kurz bevor. Kein Grund für Haberkorn, die Flinte im Vorfeld schon ins Korn zu werfen. „Wir haben oft genug bewiesen, dass wir Horgau auf dem Kobel schlagen können. Einen Punkt wollen wir auf jeden Fall holen. Wenn nicht sogar einen Dreier, um unten endlich richtig rauszukommen“, erklärt der 35-Jährige, der auf die Verletzten Lukas Huber und Marius Dußler verzichten muss.

Dass den FC Horgau auf dem Kobel kein Streichelzoo erwartet, ist Trainer Franz Stroh durchaus bewusst. „Schwieriger Untergrund, kleiner Platz – in Westheim ist es für jede Mannschaft schwer zu bestehen“, erklärt der 37-Jährige. Dennoch strotzt der Tabellenführer vor Selbstbewusstsein. Selbst zahlreiche Ausfälle in der Offensive lassen die Rothtaler kalt. Eine bärenstarke Defensive kompensiert seit Wochen den fehlenden Angriff. „Das war auch beim hart umkämpften 2:0-Sieg in Schwabmünchen entscheidend“, so Stroh. Besonders bitter der Ausfall von Defensivmann Markus Hefele (Urlaub).

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