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Täfertingen

08.06.2019

Kreisliga-Aufsteiger stellt ein Trio

Karlheinz Pecher vom TSV Neusäß ist der Trainer unserer Rückenmannschaft.
Bild: Andreas Lode

Die Redaktion spielt Trainer – wer alles in Elf der Rückrunde unserer Zeitung steht

Bundestrainer Jogi Löw muss derzeit das Krankenbett hüten. So wird sein Assistent Andreas Sorg die Nationalmannschaft in den WM-Qualifikationsspielen am heutigen Samstag in Weißrussland und am Dienstag gegen Estland coachen. Zusammengestellt haben sie das Team wohl zusammen.

Wie schwierig das ist, hat die Reaktion der AZ Augsburger Land wieder einmal festgestellt, als es darum ging, die Elf der Rückrunde in der Saison 2018/19 zu nominieren. Die Auswahl ist subjektiv und wird bei einigen Leserinnen und Lesern nicht auf volle Zustimmung stoßen. Sie richtet sich auch nach den Erfolgen, welche die Nominierten mit ihren Vereine feiern konnten.

Gerade bei den Stürmern gab es ein Überangebot, sodass wir einige torgefährliche Spieler nicht berücksichtigen konnten. Im Vergleich zur Vorrundenelf sind einige Kicker durch Verletzungen oder Formkrisen ihrer Mannschaften herausgefallen. So wurde zum Beispiel die komplette Hintermannschaft neu formiert.

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Für die Überraschung sorgt der TSV Täfertingen. Der Kreisliga-Aufsteiger stellt gleich drei Spieler im Rückrundenteam.

Torhüter

Marco Simic ist einer davon. Der 33-Jährige 1,94 Meter-Hüne hat den TSV nicht nur im Elfmeterschießen gegen den TSV Aindling ins Endspiel des Kreispokals gehalten, sondern in diesem beim 3:0-Sieg gegen den Kissinger SC auch keinen Gegentreffer zugelassen. In 26 Punktspielen musste der ehemalige U21-Nationaltorhüter Kroatiens nur 33 Mal hinter sich greifen. Somit war er einer der Garanten für die Meisterschaft in der Kreisklasse Nordwest.

Abwehr

Michael Lindermayr war ein weiterer Aufstiegsgarant des TSV Täfertingen. Der Kapitän des Kreisklassen-Meisters absolvierte alle 26 Punktspiele und sorgte als Abwehrchef dafür, dass die Hintermannschaft bombensicher stand. Der 26-Jährige, der seit Jahren nicht aus der Mannschaft wegzudenken ist, steuerte auch zwei Treffer bei.

Benedikt Schmid war als zentraler Defensivmann der große Rückhalt beim SSV Anhausen, der sich auch im zweiten Jahr vorzeitig den Klassenerhalt in der Kreisliga Augsburg sichern konnte. Platz sechs ist für den Dorfverein und den erst 27-jährigen Spielertrainer ein großer Erfolg.

Maximilian Repasky Spiele werden im Angriff gewonnen, Meisterschaften in der Abwehr. Für die Abteilung Attacke hatte der TSV Fischach in der Vorrunde Dominik Bröll und in der Rückrunde Dominik Schubert. Der 29-jährige Repasky war der Stabilisator in der Hintermannschaft des Meisters der A-Klasse Süd.

Mittelfeld

Mathias Steger fiel zu Beginn des Jahres in ein kleines Loch, als sein Wechsel zum FC Affing bekannt wurde. Im Endspurt dreht der 22-jährige Rumäne, der einen Trainer zur Verzückung, aber auch zur Verzweiflung bringen kann, wieder voll auf und machte vor allem in den Relegationsspielen gegen den TSV Betzigau (5:1) und den TSV Kamlach (2:0) den Unterschied, sodass der TSV Neusäß sofort wieder in die Bezirksliga zurückkehrte.

Raphael Schimunek war beim TSV Neusäß das Pendant zu Steger in der Defensive. Der 22-Jährige hielt als Sechser oder Innenverteidiger die hinteren Reihen zusammen und war auch bei gelegentliche Vorstößen gefährlich.

Fahad Barakzaie war zweifellos die Entdeckung der Saison. Auf dem letzten Drücker aus der A-Jugend des TSV Gersthofen gekommen blühte er beim SC Altenmünster förmlich auf und war mit 14 Treffern maßgeblich daran beteiligt, dass der Abstiegskandidat Nummer eins den Klassenerhalt geschafft hat. Eines seiner Tore ist aktuell sogar für den Bayerntreffer nominiert. Als Belohnung flatterte dem 19-jährigen Afghanen ein Angebot des Bayernligisten TSV Schwabmünchen ins Haus. In Altenmünster wird man ihn vermissen.

Dominik Osterhoff kann neben Top-Torjäger Fabian Scharbatke die besten Scorerwerte der Bezirksliga Nord aufweisen. Neben 13 Toren hat der 26-Jährige, der in allen 30 Saisonspielen dabei war, auch die Vorarbeit zu 15 weiteren Treffern geleistet.

Angriff

Julien Jaremkow spielt mit dem SV Achsheim zwar nur in der neu gegründeten B-Klasse West, in der sich überwiegenden zweite Mannschaften tummeln, dennoch hat der 23-Jährige mit sagenhaften 48 Tore den Vogel abgeschossen. Fast 50 Treffer müssen auch in der B-Klasse erst einmal erzielt werden.

Marco Villani war schon im vergangenen Jahr mit 31 Treffern Torschützenkönig der Kreisklasse Nordwest. Diesmal hat der 23-Jährige noch zwei Tore draufgesetzt. Mit 33 Einschüssen war er maßgeblich daran beteiligt, dass der TSV Täfertingen als Meister wieder in die Kreisliga zurückkehrte. Auch im Pokal zeigte sich der in der Jugend beim FC Augsburg ausgebildete Villani treffsicher und half mit, dass der TSV den Kreispokal gewann und sich am 7. August auf ein attraktives Spiel in der ersten bayerischen Pokalrunde freuen darf.

Benjamin Keller traf in der abgelaufenen Saison gleich zweimal fünffach. Insgesamt brachte es der 29-Jährige, der vor der Runde vom TSV Diedorf zu seinem Heimatverein zurückkehrte, 29 Mal. Mit seinem kongenialen Sturmpartner Danijel Milicevic (20 Treffer) war er damit einer der Garanten für die Meisterschaft des SV Ottmarshausen in der A-Klasse Nordwest.

Ersatzbank

Für jeden Mannschaftsteil (Tor, Abwehr, Mittelfeld und Angriff) haben wir Spieler für die Ersatzbank nominiert.

Daniel Wagner hat in dieser Saison endgültig Routinier Tobias Hellmann im Tor des Bezirksligisten TSV Meitingen abgelöst. In 20 Spielen zeigte der 24-Jährige konstant gute Leistungen und half mit, den TSV Meitingen nach einer verkorksten Vorrunde noch auf Rang vier zu halten.

Patrick Höfele zählt zu den zuverlässigsten Abwehrspielern im Augsburger Land. Ein kleines Zwischentief verhinderte eine bessere Platzierung der SpVgg Westheim. Der fünfte Platz ist solide.

Taylan Tekin hat als zuverlässiger Abwehrchef wesentlich dazu beigetragen, dass die TSG Stadtbergen nach dem Trainerwechsel von Robert Walch auf Oliver Schmidt noch den Klassenerhalt in der Kreisklasse Mitte geschafft hat.

Philipp Mayer verdichtet im defensiven Mittelfeld des FC Horgau die Räume. Der 23-Jährige hat aber auch drei Treffer erzielt. Trotzdem kam der Bezirksliga-Absteiger über Rang fünf nicht hinaus.

Rudi Kine ist mit seinen 31 Jahren der „Oldie“ beim Bezirksligisten TSV Gersthofen. Das Kicken hat er jedoch noch längst nicht verlernt. Außerdem war er immer wieder für wichtige Tore gut. Höhepunkt war sein Doppelpack beim 2:0-Sieg gegen den SC Bubesheim, der die vorzeitige Meisterschaft für den FC Ehekirchen bedeutete.

Thomas Kubina kam gerade in der Rückrunde immer besser in Fahrt. Elf seiner 20 Treffer erzielte der 25-Jährige in den zehn Spielen 2019. Trotzdem reichte es für den TSV Dinkelscherben nur zu Platz drei in der Kreisliga Augsburg.

Leon Schuster ist ein Stürmer für die Zukunft. Für den B-Klassisten CSC Batzenhofen-Hirblingen hat der 19-Jährige 29 Treffer erzielt. Trotzdem hat es für den Aufstieg nicht gereicht.

Matthias Kempter ist vor zwei Jahren vom Torwart zum Torjäger mutiert. In der ersten Saison als Stürmer traf er 19-mal, dieses Jahr waren es 20 Treffer für den SV Grün-Weiß Baiershofen, die ihm die Torjägerkanone in der Kreisklasse West 2 einbrachten.

Trainer

Eine Auswahlmannschaft braucht natürlich auch einen Trainer. Wie schwer es so eine Person hat, hat die Redaktion einmal mehr bei der Zusammenstellung unser „Nationalmannschaft“ aus dem Verbreitungsgebiet erfahren.

Karlheinz „Charly“ Pecher hat in der Winterpause der Saison 2017/18 beim TSV Neusäß ein Himmelfahrtskommando angetreten. Der Abstieg aus der Bezirksliga war schon zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu verhindern. Im Sommer stellte der erfahrene Trainer, der schon beim FC Königsbrunn, TSV Leitershofen, TSV Göggingen oder TSV Bobingen erfolgreich gearbeitet hat, mit Sportlichem Leiter Günther Hausmann eine neue Mannschaft zusammen. Pecher brachte die junge Truppe um den kickenden Co-Trainer Frank Lehrmann auf den richtigen Weg. Als Vizemeister der Kreisliga Augsburg kehrte der TSV Neusäß auf Anhieb ins schwäbische Oberhaus zurück.

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