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Fischach

27.12.2019

Lustgewinn für die Restsaison generieren

In heimischer Halle hofft der TSV Fischach, der als Ausrichter automatisch qualifiziert ist, auf die Unterstützung seiner Fans.
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In heimischer Halle hofft der TSV Fischach, der als Ausrichter automatisch qualifiziert ist, auf die Unterstützung seiner Fans.
Bild: Marcus Merk

Obwohl die Hallensaison nicht im Vordergrund steht, will man sich bei der Augsburger Landkreismeisterschaft doch ansprechend präsentieren

Acht Mannschaften spielen am Sonntag, 29. Dezember, ab 13.30 Uhr in der Fischacher Staudenlandhalle um den Titel des Augsburger Landkreismeisters im Hallenfußball. Nur sieben davon kommen als Landkreismeister in Frage. Neben den automatisch qualifizierten Titelverteidiger SV Türkgücü Königsbrunn und Gastgeber TSV Fischach sind mit dem Rekordmeister TSV Bobingen, dem SSV Anhausen, TSV Meitingen, TSV Neusäß, FC Horgau und VfL Kaufering die Sieger der sechs Hauptrunden am Start. Süd-Bezirksligist VfL Kaufering gehört zwar fußballerisch zum Kreis Augsburg, politisch jedoch zum Landkreis Landsberg – und kann deshalb nicht Augsburger Landkreismeister werden. Bei den Kreismeisterschaften, für die sich die ersten Vier der Landkreis-Titelkämpfe qualifizieren, und den schwäbischen Meisterschaft könnten die Kauferinger dann den Titel holen.

„Wer auch immer gewinnt holt, es hat sich sicher wieder einmal gelohnt. Allein schon wegen des Kontakts mit den anderen Mannschaften.“ Damit meint Landrat Martin Sailer nicht nur den fairen Wettstreit in der Halle, sondern auch das Beisammensein und Fachsimpeln vor und nach den Partien. „Schließlich ist jeder von uns irgendwie Bundestrainer – und hier können wir das mal so richtig ausleben.“

Alle acht Teilnehmer stellen wir nachfolgend im Kurzportrait vor.

Lustgewinn für die Restsaison generieren

SSV Anhausen

„Ich spiele gerne in der Halle. Am liebsten war mir der alte Hallenfußball mit Bande“, bekennt Martin Wenni und bedauert: „Schade, dass beim Futsal so wenig Zuschauer kommen.“ Vielleicht ändert sich das ja am Sonntag. Nichtsdestotrotz hat der kickende Co-Trainer des SSV Anhausen in diesem Winter die Sache in die Hand genommen und eine Hallentruppe auf die Beine gestellt, die sowohl den VR-Bank-Cup als auch die Hauptrunde in Diedorf gewonnen hat. Mit diesen Spielern will er auch in Fischach antreten. „Wer sich qualifiziert, soll auch spielen“, sagt der 33-Jährige, der vor dieser Saison vom Bayernligisten Schwaben Augsburg zu seinem Heimatverein zurückgekehrt ist. Dass die Anhauser im ersten Spiel auf den Kreisklassisten TSV Fischach treffen passt Wenni gar nicht. „Das ist sehr gefährlich, weil wir von allen zum haushohen Favoriten erklärt werden. Eigentlich müssten wir gewinnen, aber in der Halle weiß man das nie.“ Dass nach der Qualifikation zur Kreismeisterschaft dann im Halbfinale mit Königsbrunn oder Meitingen einer der Titelanwärter warten würde, schreckt Martin Wenni nicht. „Wir wollen so weir wie möglich können. Wenn wir wir schon mitmachen, dann richtig. Sonst ist die Zeit zu schade.“

Qualifikation 4:2-Finalsieg gegen den TSV Königsbrunn bei der Hauptrunde in Diedorf

Hallenspezialisten Martin Wenni, Josef Guggenberger, Johannes Seipt.

AL-Prognose Geheimtipp.

TSV Bobingen

Der Rekordmeister hat sich in eigener Halle souverän qualifiziert, auch weil die beiden Ex-Schwabmünchner Berkay Akgün und und Adrian Schlosser ihre Qualitäten in der Halle haben. Die Bobinger haben mit den beiden ihr traditionell gutes Hallenteam weiter aufgewertet. Sebastian Jeschek ist guter Dinge, auch wenn am Sonntag einige Spieler, wie der verletzte Christopher Detke, fehlen werden. „Wir wollen schon was erreichen“, stellt er als Gast beim Turnier in Schwabmünchen klar.

Qualifikation 3:1-Finalsieg gegen den FC Königsbrunn bei der Hauptrunde in Bobingen

Hallenspezialisten Berkay Akgün, Emre Mutlu, Adrian Schlotterer.

AL-Prognose Der Rekordmeister ist immer ein Titelanwärter.

TSV Fischach

„Gefeiert haben wir nicht. Wenn wir nicht automatisch für die Endrunde qualifiziert gewesen wären, wäre mir die Halle in diesem Jahr voll egal gewesen“, sagt Dominik Bröll. Der Spielertrainer des TSV Fischach musste in diesem Jahr zu viele Verletzungen verkraften. Deshalb will man kein Risiko eingehen, auch wenn man in eigener Halle natürlich gerne mit der besten Mannschaft angetreten wäre. „Es spielen nur die Fitten und die, die Lust haben“, so Dominik Bröll, der zusammen mit seinem Bruder Markus, der nach einem Kreuzbandriss seine Karriere beendet hat, und Torhüter Markus Batzer mit dem TSV Leitershofen den Landkreistitel geholt hat. Dominik Bröll ist kein Freund des Futsals: „Mit Rundumbande hätte ich gespielt. Aber Futsal will keiner sehen und keiner spielen. Und dass man jetzt das Grätschen wieder erlaubt, finde ich auch nicht gut.“ Den SSV Anhausen sieht Bröll als Favorit an: „Die haben eine gute Truppe, aber wir wollen ein enges Spiel liefern und uns nicht abschießen lassen.“

Qualifikation Keine. Als Ausrichter automatisch qualifiziert.

Hallenspezialisten Markus Batzer, Maximilian Fischer, Florian Gattinger.

AL-Prognose Krasser Außenseiter.

FC Horgau

Auch wenn man am Vortag gemeinsam den 27. Geburtstag von Michael Vogele gefeiert hat, lief es beim FCH in Dinkelscherben ganz gut. „Komischer Weise“, wie Trainer Franz Stroh augenzwinkernd bemerkt. „Dass man wieder körperlich Futsal spielen darf, kommt uns entgegen“, spricht Stroh nicht nur die Wiedereinführung der Grätsche an, sonder auch die Physis seiner Mannschaft. Am Sonntag wird man mit der gleichen Truppe antreten, nur Philipp Mayer ist nicht so sonderlich motiviert und darf aussetzen. „Für den Notfall habe ich meine Schuhe dabei“, lacht Stroh, der mit seiner Mannschaft auf jeden Fall die erste Runde überstehen will. Dass es sich dabei um den Bezirksligisten TSV Bobingen handelt ist ihm gerade recht: „Wir haben uns einen hochklassigen Gegner gewünscht.“

Qualifikation 5:2-Finalsieg gegen den SSV Margertshausen bei der Hauptrunde in Dinkelscherben.

Hallenspezialisten Michael Vogele, Fabian Tögel, Felix Häberl.

AL-Prognose Schweres Auftaktspiel – aber durchaus Außenseiterchancen.

VfL Kaufering

Der „große Unbekannte“. In Schwabmünchen bei der Quali die überragende Mannschaft, was aber bei der gezeigten Leistung der Konkurrenz nicht all zu schwer war.

Qualifikation 6:2-Finalsieg gegen den TSV Schwabmünchen bei der Hauptrunde in Schwabmünchen.

Hallenspezialisten Michael Wölfl, Florian Bucher, Martin Krimshandl.

AL-Prognose Der Süd-Bezirksligist aus dem Landkreis Landsberg ist die große Unbekannte. Die Oberbayern können nicht zwar gewinnen, aber nicht Landkreismeister werden.

SV Türkgücü Königsbrunn

Was für den Bezirksligisten in dieser Hallensaison drin ist, ist schwierig vorherzusagen. Gute Futsal-Spieler haben die Königsbrunner genug in ihren Reihen, wenn die ihr Potenzial abrufen, ist vieles möglich.

Qualifikation Keine. Als Titelverteidiger automatisch qualifiziert.

Hallenspezialisten Cemal Mutlu, Cemal Nam, Burak Tok.

AL-Prognose Die Filigrantechniker mit türkischen Wurzeln zählen erneut zu den Topfavoriten.

TSV Meitingen

„Der Kick in der Halle soll Spaß machen!“ Unter diesem Motto tritt der TSV Meitingen aufs Parkett. Bisher ziemlich erfolgreich. Zuletzt gewann der Bezirksligist den UR-Cup in Wertingen (siehe Bericht auf Seite 5). Da wurde allerdings Hallenfußball mit Bande und großen Toren gespielt, was Trainer Paolo Mavros wesentlich besser gefällt als Futsal. Obwohl man am Sonntag aufgrund von Verletzungen, Urlaubern und privaten Verhinderungen nur mit eine Rumpftruppe antreten kann, will man sich im von vielen als vorweg genommenes Endspiel bezeichneten Duell gegen den Süd-Bezirksligisten und Titelverteidiger SV Türkgücü Königsbrunn nicht blamieren. „Das wichtigste ist jedoch , dass wir ohne Verletzungen aus dem Turnier kommen“, sagt Mavros, dessen Truppe als letztjähriger Finalist automatisch für die schwäbischen Endrunde in Günzburg qualifiziert ist.

Qualifikation 6:4-Finalsieg gegen den TSV Lützelburg nach Sechsmeterschießen.

Hallenspezialisten Fabian Wolf, Matthias Schuster, Tobias Hellmann

AL-Prognose Wer das vorweggenommene Endspiel gewinnt, hat alle Chancen.

TSV Neusäß

Ohne Niederlage marschierte der TSV Neusäß durch die Hauptrunde in der Eichenwaldhalle. „Ich habe durchaus den Glauben an die Qualität meiner Spieler“, so Trainer Charly Pecher, „deshalb war ich nicht überrascht. Verblüfft hat mich nur, dass wir diese gute Vorstellung völlig ohne Training hingelegt haben.“ Dieser Erfolg passt gut ins Konzept des Trainers für die Winterpause, das da „Lustgewinn für die Restsaison generieren“ heißt. „Deshalb trainieren wir auch nicht und fahren ganz befreit nach Fischach, setzen uns dort keine Ziele“, so Pecher, „aber wir gehen mit Lust und Motivation an die Sache heran.“. Ein weiterer gelungener Auftritt würde dem Kellerkind der Bezirksliga Süd Rückenwind für die Restsaison verschaffen. Für Paul Schmuck und Raphael Marksteiner, die privat verhindert sind, rücken Daniel Burda, Ante Simic und Neuzugang David Golles (SpVgg Bärenkeller) ins Team.

Qualifikation 2:1-Finalsieg gegen die SpVgg Westheim bei der Hauptrunde in Neusäß.

Hallenspezialisten Selami Murseli, Akif Dogan, Tim Wilde.

AL-Prognose Mit etwas Glück könnte sogar das Finale drin sein.

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