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Kreisliga Augsburg

28.03.2015

Luxusprobleme und Sorgenfalten

Das hält man doch im Kopf nicht aus! Für Margertshausens Torjäger Michael Braxmeier ist die Saison beendet.
Bild: Andreas Lode

VfR Foret will Diedorfer Punktverluste nutzen. Für Michael Braxmeier ist die Saison beendet

Derbyzeit in Horgau am 22. Spieltag der Fußball-Kreisliga Augsburg und gleichzeitig höchste Zeit für den TSV Ustersbach, endlich dreifach zu punkten, um den Klassenerhalt doch noch zu realisieren. An der Tabellenspitze kommt es in Foret bereits am Sonntag um 13 Uhr zum Duell der Verfolger gegen den VfL Kaufering.

Jürgen Fuchs, Trainer des TSV Diedorf und aktuellen Spitzenreiters der Kreisliga Augsburg, findet deutliche Worte: „Am Sonntag sind drei Punkte Pflicht – es ist Zeit für einen dreckigen Sieg.“ Grund für Fuchs’ klare Worte sind die zwei Unentschieden, mit denen der TSV in die Restsaison gestartet ist. Noch ohne Sieg im Jahr 2015, die Tabellenführung droht verloren zu gehen. „Wir gehen jetzt optimistisch in die Partie gegen Wehringen und haben die Spiele davor abgehakt.“ In einem Halbsatz echauffierte sich der Übungsleiter allerdings noch über die Platzverhältnisse beim Gastspiel gegen Viktoria Augsburg. „Auf so einem Platz war ein normales Fußballspiel nicht möglich. Dass die Stadt Augsburg sich da nicht besser kümmert, verstehe ich nicht“, so Fuchs. Der TSV leide immer noch an den vielen grippegeschwächten Spielern. „Allmählich kommen die Akteure wieder zurück, deshalb muss es jetzt aufwärtsgehen“, sagt Fuchs.

Gut in Fahrt kommt allmählich der FC Horgau. Mit dem 5:1-Kantersieg über den FSV Wehringen scheint der Klassenerhalt eigentlich in trockenen Tüchern. Alles ist also gewappnet für das Derby gegen den TSV Ustersbach. Es könnte das letzte Kreisliga-Derby der beiden Teams für einige Zeit sein. „Uns ist die Lage von Ustersbach natürlich bewusst“, sagt Horgaus Trainer Franz Stroh. „Wir werden aber natürlich unser Ding durchziehen und zu Hause punkten, da ist uns völlig egal, wie der Gegner heißt.“ Stroh rechnet damit, dass Ustersbach „sich nicht hinten reinstellen wird, das liegt uns“. Personell entspannt sich die Lage um eine Person. Tobias Kirschner, vergangene Woche beruflich absent, stößt wieder ins Team.

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Immer schwerer wird es für den TSV Ustersbach, noch an den Klassenerhalt zu glauben. „Alle sind sich der Lage bewusst, doch wir werden weiterhin an den Ligaverbleib glauben“, stellt Trainer Michael Walleitner klar. Gegen Foret sei man nahe am Ausgleich gewesen, in das Derby gegen den FC Horgau geht man dementsprechend zuversichtlich. „Wir wissen, dass Horgau schnelle Spieler hat“, sagt Walleitner. Daher werde man nicht in’s offene Messer laufen. „Wir versuchen wieder, unsere Stärken reinzuwerfen und Punkte mitzunehmen“, so der Trainer. Personell stehen hinter Fabian Ziegler (grippaler Infekt) und Marcus Biber (Schulterverletzung) zwei große Fragezeichen.

Das spielfreie Wochenende hat Margertshausens Spielertrainer Manuel Degendorfer einerseits dazu genutzt, mit seinem Team die fehlende Fitness aufzuarbeiten. Andererseits war er unterwegs, um die Konkurrenz zu beobachten. Seine Erkenntnisse über den morgigen Gegner: „Das wird eine Geduldsprobe und ein echtes Kampfspiel.“ Das Hinspiel konnte der SSV mit 3:1 für sich entscheiden, ist mittlerweile aber jahresübergreifend seit fünf Pflichtspielen in Folge sieglos. „Es wird Zeit für ein Erfolgserlebnis, dass wir nicht noch irgendwie hinten reinrutschen“, so Degendorfer. Doch der FSV Lamerdingen könnte für Degendorfers Truppe eine harte Nuss werden. „Mannschaften, die sich hinten reinstellen, liegen uns allgemein nicht so“, weiß er und möchte sein Team dementsprechend geduldig einstellen. Personell wird Daniel Schwarzhuber aus privaten Gründen am Sonntag nicht dabei sein. Für Michael Braxmeier ist die Saison wohl beendet. Der Torjäger schleppt eine komplizierte Fußverletzung mit sich herum. Genauere Untersuchungen sollen die genauere Diagnose liefern.

Jimmy Arslan hat ein Luxusproblem. 18 Feldspieler stehen dem Trainer des VfR Foret vor dem Spiel der Verfolger gegen den VfL Kaufering zur Verfügung. Um die Partie auf dem Platz des SV Stettenhofen austragen zu können, der deutlich größer ist als der des VfR Foret, wird die Partie extra um 13 Uhr angepfiffen. „Ich erwarte einen offenen Schlagabtausch und für die Zuschauer ein tolles Spiel“, so Arslan. Mit zwei Siegen startete der Langweider Ortsklub optimal in die Rückrunde und will nun weiter auf Tuchfühlung mit der Tabellenspitze gehen. „ Diedorf hat Punkte liegen lassen, das wollen wir jetzt nutzen“, so Arslan. Im Hinspiel konnte der VfR in Kaufering 2:0 gewinnen. Der Coach erinnert sich: „Das war die beste Saisonleistung!“ Dennoch mahnt er immer wieder sein Team, dass in dieser Liga nichts von selbst gelinge. „Mit 80 Prozent gewinnst du kein Spiel.“

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