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AL-Frühjahrscheck

06.03.2020

Mit Respekt und Seriosität ans Werk

Willkommen zurück! Aystettens Trainer Marco Löring begrüßt zum Start ins Fußballjahr 2020 Mittelfeldstratege Dejan Mijailovic, der im bisherigen Saisonverlauf aufgrund einer Verletzung noch keine einzige Minute am Ball war.
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Willkommen zurück! Aystettens Trainer Marco Löring begrüßt zum Start ins Fußballjahr 2020 Mittelfeldstratege Dejan Mijailovic, der im bisherigen Saisonverlauf aufgrund einer Verletzung noch keine einzige Minute am Ball war.
Bild: Oliver Reiser

Der SV Cosmos Aystetten startet mit einem komfortablen Vorsprung in die Restsaison der Bezirksliga Süd. Warum Marco Löring trotzdem bescheiden bleibt

Nach der gefühlt längsten Winterpause aller Zeiten scheint das vorübergehende Schmuddelwetter der letzten Tage jetzt eine Verlängerung derselbigen anzukündigen. Und nicht wenige unken nach dem frühlingshaften Winter, dass die Witterungslage pünktlich zum Start in die Restsaison doch noch eine winterliche – oder zumindest problematische – werden könnte. Bevor pünktlich zum Frühlingsanfang der Ball wieder rollt, absolvieren wir traditionell den AL-Frühjahrscheck. Den Anfang macht der SV Cosmos Aystetten, der als Spitzenreiter der Bezirksliga Süd auf dem besten Weg zurück in die Landesliga ist.

Selbst wenn der TV Erkheim sein noch ausstehendes Nachholspiel gewinnt, hätte der SV Cosmos Aystetten noch immer elf Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten. Mit satten 50 Zählern durften die Löring-Schützlinge die Winterpause genießen. Nach einem Fehlstart mit nur einem Punkt aus den ersten beiden Spielen konnte sich der Absteiger kontinuierlich steigern und musste nur noch eine weitere Niederlage hinnehmen. Seit diesem 0:2 beim TSV Bobingen am 14. September vergangenen Jahres haben die Cosmonauten eine Serie von elf Siegen in Folge auf den Rasen gelegt. Nicht immer wurde dabei gezaubert wie beim 8:3 gegen den Tabellenzweiten TV Bad Grönenbach oder beim 5:2 beim Dritten BSK Olympia Neugablonz, manchmal sprang man wie ein gutes Pferd auch nur so hoch, wie es nötig war. Aber immer souverän. Mit 52 Treffern hat man die meisten Tore in der Liga erzielt, bei den Gegentoren liegt man mit 19 Einschlägen hinter Türkgücü Königsbrunn auf Rang zwei. Nicht von ungefähr steht der SV Cosmos seit dem 13. Spieltag auf dem Platz an der Sonne, führt sowohl die Heim-, als auch die Auswärtstabelle an.

Nur eine einzige Veränderung gab es in der Winterpause. Vom Augsburger Kreisligisten FC Königsbrunn kam der 19-jährige Torhüter Arthur Mayer. „Er hat definitiv eine Perspektive“, sagt Löring. Dafür kündigt sich im Sommer eine Runderneuerung am: Thomas Hanselka wird Spielertrainer bei der SpVgg Westheim, Max Klotz kickender Coach beim SV Ried, Xhevalin Berisha wird den Verein in Richtung TSV Meitingen verlassen.

Mit Respekt und Seriosität ans Werk

Seit mittlerweile vier Jahren gibt Marco Löring in Aystetten die Kommandos. Der Ex-Profi sitzt fest im Sattel, hat vom Vereinsvorsitzenden und Mäzen Thomas Pflüger im letztjährigen Abstiegskampf, der bekanntermaßen unglücklich endete, sogar eine „300-prozentige Jobgarantie“ erhalten. Co-Trainer ist Aleksandar Canovic, um die Torhüter kümmert sich Stanislav Djajic. Als Sportlicher Leiter fungiert Peter Billy.

Mit Dejan Mijailovic und Valentin Coca haben zwei Leistungsträger der vergangenen Jahre in dieser Saison noch kein einziges Spiel absolviert. Während Torhüter Coca nach einem Achillessehnen-Abriss zwar ins Training eingestiegen, aber noch nicht einsatzfähig ist, hat Mijailovic beim 3:0-Sieg im Testspiel gegen den VfL Ecknach erstmals wieder gegen den Ball getreten. Der 25-Jährige sollte in der Rückrunde eine Verstärkung darstellen. „Wenn Coca in dieser Saison noch ein Spiel machen kann, wird er das auch bekommen“, sagt Löring.

In den ersten beiden Testspielen gegen den SSV Anhausen und den VfL Ecknach blieb man ohne Gegentor, obwohl sich die Abwehr doch das eine oder andere Mal anfällig zeigte. Eine absolut Landesligareife Leistung lieferten die Cosmos-Kicker beim 3:2-Sieg beim Bayernligisten TSV Schwabmünchen ab. Durch die Rückkehr von Dejan Mijailovic hat Marco Löring vor allem im Mittelfeld noch mehr Variationsmöglichkeiten. „Wir werden das eine oder andere ausprobieren“, kündigt der Coach an. Auch im Angriff gibt es Optionen: Bei Dino Tuksar ist im Zusammenspiel mit seinem kroatischen Landsmann und Torjäger Robert Markovic-Mandic (17 Treffer) noch Luft nach oben. Löring dazu: „Dino hat zuletzt ein bisschen Pech gehabt und muss sich noch besser an die Spielweise in Deutschland anpassen.“ Insgesamt dürfte das Aystetter Spiel aber noch flexibler werden.

Los geht es am 21. März. Auf jeden Fall! Denn beim VfL Kaufering steht ein Kunstrasenplatz zur Verfügung. Dann folgt die Pflichtaufgabe gegen das Schlusslicht SV Stöttwang, ehe die Derbys gegen Viktoria und Bobingen anstehen. „Bei allem Respekt, aber wenn wir diesen Vorsprung nicht über die Runden bringen, dann haben wir etwas falsch gemacht“, zeigt sich Marco Löring selbstbewusst. Aber dennoch nicht überheblich: „Jeder Gegner muss erst einmal bespielt werden. Aber wir werden Gas geben, weiter hart arbeiten und die nötige Seriosität an den Tag legen. Denn ohne Respekt kann es sehr schnell eins auf die Fresse geben.“

AL-Prognose: Der SV Cosmos Aystetten kann für die Landesliga planen. Angesichts des komfortablen Vorsprungs wird man sich nicht zur Lachnummer des Landkreises machen wollen und als Meister den Betriebsunfall des letztjährigen Abstiegs umgehend korrigieren.

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