Westheim

26.03.2018

Mit leeren Händen

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Weil sich der Aushilfskeeper in seinem ersten Spiel verletzt hatte, musste mit Abteilungsleiter Sebastian Heindl ein Feldspieler beim SV Ehingen/Ortlfingen zwischen die Pfosten.

Für die SpVgg Westheim verläuft das Wochenende nicht nach Wunsch. Warum beim SV Ehingen/Ortlfingen der Abteilungsleiter zwischen die Pfosten muss

Es ist so eine Geschichte, die nur der Fußball schreibt. Nachdem sich Stammtorhüter Michael Köbinger im letzten Vorbereitungsspiel den Finger gebrochen hatte und sein Stellvertreter krank war, stand im Derby gegen den VfL Wes-tendorf erstmals Christian Sandvoss beim SV Ehingen/Ortlfingen zwischen den Pfosten. Der 37-Jährige war früher im Allgäu aktiv, hatte zuletzt sechs Jahre pausiert und wollte nur im Notfall einspringen. Sandvoss’ Premiere dauerte nur zehn Minuten, dann musste er mit einem doppelten Muskelbündelriss ausgewechselt werden. Für ihn ging Sebastian Heindl, ein Feldspieler, ins Tor. Wie es jetzt weitergehen soll, will man diese Woche im Training eruieren. „Wir haben zwar mehrere Torhüter im Kader, aber ich kann keinen herprügeln“, so Heindl, der auch Abteilungsleiter beim Aufsteiger ist.

Mit dem 2:0-Sieg hat der VfL Westendorf neue Hoffnung geschöpft und den SV Ehingen/Ortlfingen mit in den Abstiegsstrudel gerissen. „Jetzt stecken wir mittendrin“, sagt Heindl, „fünf Mannschaften sind nur durch zwei Punkte getrennt und auch der FC Langweid ist mit einem Sieg wieder dran.“ Doch beim SVE/O wirft man die Flinte nicht ins Korn. Heindl: „Es ist noch nichts verloren. Wir werden weiter Gas geben.“ An Ostern trifft man auf Täfertingen und Langweid.

„Dann gibt es halt im Sommer ein Eröffnungsspiel Westheim gegen Neusäß.“ Schon zur Pause, als die SpVgg Westheim gegen Türkgücü Königsbrunn mit dem 0:2-Rückstand noch gut bedient war, dachten einige Fans der Kobelkicker laut nach, als man nach dem Spitzenspiel mit leeren Händen da stand. Nach der 1:2-Heimniederlage dürften die Aufstiegsträume der Rot-Weißen zunächst einmal ausgeträumt sein. „Wir sind leider nicht ins Spiel gekommen“, konstatierte Trainer Oliver Haberkorn: „Aber Königsbrunn war auch einfach besser. Das muss man anerkennen.“ Es war so gar nicht das Wochenende der Westheimer. Obwohl man am Sonntag in hervorragender Besetzung auflief, musste sich auch die zweite Mannschaft, die unbedingt den Aufstieg in die A-Klasse schaffen will, als Spitzenreiter der B-Klasse Nordwest bei der SG Wörleschwang mit 2:3 geschlagen geben. Da half es auch nicht, dass der Cheftrainer selbst mitspielte.

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Christian Ullmann übernimmt beim TSV Lützelburg

Während Haberkorn eine weitere Saison auf dem Kobel die Kommandos geben wird, steht beim TSV Lützelburg ein Trainerwechsel an. Nachdem TSV-Coach Alexander Knotek aus privaten Gründen am Saisonende sein Engagement im Waldstadion beendet, hat der Kreisklassist die wichtigste Personalie in trockenen Tüchern. Die Fußball-Abteilungsleiter Philipp Brauchler und Daniel Gerlach konnten für die neue Saison Christian Ullmann gewinnen. Der 34-Jährige, der sich als Torjäger unter anderem beim FC Langweid, BC Aichach, DJK Lechhausen, TSV Neusäß, TSV Fischach oder SC Griesbeckerzell einen Namen gemacht hat, war zuletzt beim A-Klassisten SV Stettenhofen tätigt,

„Wir schaffen das“, war Jürgen Fuchs am Tag vor dem „Frühspiel“ beim FC Königsbrunn noch guter Dinge. „Es darf sich halt bloß keiner unserer Leistungsträger verletzen.“ Tags darauf hat es des TSV Diedorf dann erwischt. Nach laut Fuchs aus unerfindlichen und mysteriösen Gründen auf 10.30 Uhr angesetzten Kellerduell unterlagen die Schwarz-Gelben mit 1:2 und zudem sah Co-Trainer Florian Sandner die Rote Karte. „Ein blödes Foul. Nicht so schlimm, aber es sah doof aus“, hofft Fuchs, dass sein Schlüsselspieler keine allzu lange Sperre aufgebrummt bekommt.

Als Mann mit dem goldenen Händchen hat sich in den vergangenen Wochen Michael Braxmaier entpuppt. Der kickende Coach des TSV Dinkelscherben, der sich wegen einer Verletzung mit dem Coaching am Spielfeldrand begnügen muss, freute sich nach dem 2:1-Sieg beim Tabellenletzten SV Schwabegg umso mehr, dass nun schon zum zweiten Mal hintereinander quasi den Sieg eingewechselt hat. Schon im Derby beim TSV Zusmarshausen hatte er mit der Einwechslung von Alexander Berchtenbreiter, der das entscheidende 1:0 erzielte, den richtigen Riecher und den Siegtorschützen auf das Feld geschickt. Diesmal beorderte er Julian Kraus auf den Rasen, der seine „Jokerrolle“ perfekt interpretierte und die Lila-Weißen auf Aufstiegskurs hielt.

Aufsteiger Aystetten kassiert die erste richtige Packung

Die erste richtige Packung, seit man in der Landesliga spielt, gab es für den SV Cosmos Aystetten. Mit 1:4 unterlag der Aufsteiger beim SC Ichenhausen. „Wenn nach zehn Minuten abgepfiffen worden wäre, hätte es gereicht“, zeigte sich Teammanager Christian Geib über den saft- und kraftlosen Auftritt geschockt. „Drei Angriffe, zwei Tore – dann war’s vorbei“, wollte er nicht darüber reden, dass einige Stammspieler gefehlt hatten: „Man muss ich anders präsentieren“, hofft er, dass am Karsamstag gegen den TSV Aindling nicht nur personell eine andere Mannschaft auf dem Platz steht.

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