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Neusäß
23.08.2019

Neusäß hat erneut das Nachsehen

Zum dritten Mal in Folge hatte der TSV Neusäß das Nachsehen. Im Aufsteigerduell verloren Daniel Burda, Spielertrainer Frank Lehrmann, Akif Dogan, Raphael Siedlaczek und Kapitän Raphael Schimunek (von links) gegen den TSV Friedberg mit 0:2.
Foto: Oliver Reiser

Im Aufsteigerduell zeigen die Lohwaldkicker einen blutleeren Auftritt und unterliegen zum dritten Mal in Folge ohne ein Tor zu erzielen

„Nach den beiden Niederlagen gegen Neugablonz (0:1) und in Erkheim (0:5) sind wir nun genau da angekommen, wo wir eigentlich nicht hinkommen wollten“, schrieb Dr. Ernst Krendlinger, der Abteilungsleiter des TSV Neusäß, im Stadionheft „Lohwaldreport“. Nämlich im Tabellenkeller der Fußball-Bezirksliga Süd. Dabei wollte er vor allem über die deftige Packung in Erkheim nichts mehr sagen. Genau an diese Leistung aber knüpften die Seinen am gestrigen Freitagabend im Aufsteigerduell gegen den TSV Friedberg an und schlitterten mit 0:2 in eine weitere Pleite. In den letzten drei Spielen hat man weder einen Punkt noch ein Tor erzielt.

Alle guten Vorsätze waren schon nach 94 Sekunden über den Haufen geworfen. Patrick Büller durfte völlig unbehelligt zum 0:1 einköpfen (2.). Dieser frühe Gegentreffer schien den Neusässern den letzten Mumm aus den Knochen zu saugen. Ohne Kampfgeist, ohne Feuer, ohne Herz und Leidenschaft ließen sie die Gäste gewähren, die sich mit geschicktem Umschalt- und Kombinationsspiel eine Chance nach der anderen erspielten. Marcel Pietruska und Simon Bunk scheiterten jedoch an David Schmid.

Nach 17 Minuten betraten die Hausherren zum ersten Mal den Gästestrafraum. Tim Hofbauer hatte Markus Zimmermann geprüft, der im Nachfassen klären konnte. In der 21. Minute zog Benedikt Gerstmeier knapp vorbei. Besser machten es die Friedberger. Nach einer Standardsituation nutzte der aufgerückte Verteidiger Rachad Bamario die Unzulänglichkeiten in der Neusässer Hintermannschaft zum 0:2 (34.). „Holt mal die Eier raus!“, forderte Spielertrainer Frank Lehrmann von seiner lethargischen Truppe.

Nach der Pause zeigten die Roten mehr Engagement, doch mehr als eine Chance durch Tim Hofbauer, der sich super durchsetzte, aber vorbei zielte (49.), sprang nicht heraus. Dem TSV Neusäß ging auch im Flutlicht kein Licht auf.

Die letzten Punktspiele zwischen den beiden Teams wurden übrigens in der Saison 2009/10 ausgetragen. Damals gab es in Neusäß ein 3:3. In Friedberg gewann der TSV Neusäß mit 1:0. Torschütze war ein gewisser Frank Lehrmann, der anschließend von 2011 bis 2014 für den TSV Friedberg die Stiefel schnürte, ehe er nach Stationen beim TSV Kühbach und bei der DJK Gebenhofen-Anwalting vor Beginn der vergangenen Saison an den Lohwald zurückgekehrt ist.

„Ich möchte mithelfen, dass es beim TSV Neusäß wieder aufwärtsgeht“, lauteten seine Beweggründe, unmittelbar nach dem Abstieg aus der Bezirksliga wieder für den Verein seines Herzens zu spielen. Mit Erfolg: Der inzwischen 34-jährige Österreicher war als kickender Co-Trainer und Abwehrchef der Kopf und Stabilisator der völlig neu formierten Mannschaft, die über die Relegation die sofortige Rückkehr ins schwäbische Oberhaus geschafft hat. Seit einigen Wochen trägt er nun auch die Verantwortung für den erkrankten Chefcoach Karlheinz Pecher. Eine schwere Bürde. Besonders nach diesem schwachen Auftritt.

TSV Neusäß: Schmid – Siedlaczek, Dogan, Lehrmann, Gebisso – Schimunek – Doll (46. A. Kastenhuber), Gerstmeier (46. Burda), Tesic, Müller - Hofbauer (66. Kresse). TSV Friedberg: Zimmermann – Winter, Boser, Bamario, Bür (76. Makowski) – Seifert, Bunk (61. Mladenovic), Rajc, Fischer – Pietruska, Bülles (85. Klain).

Tore: 0:1 Büller (2.), 0:2 Bamario (34.). – Schiedsrichter: Manuel Lösch (Nördlingen). – Zuschauer: 100.

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