Aystetten

21.07.2018

Nicht lange nachtrauern

Den vergebenen Punkten in Neuburg und gegen Egg an der Günz wollen die Aystetter Thomas Hanselka, Max Drechsler, Maximilian Heckel, Xhevalin Berisha und Max Klotz (von links) nicht lange nachtrauern und dafür in Garmisch-Partenkirchen punkten.
Bild: Oliver Reiser

Warum Trainer Marco Löring froh ist, dass es für den SV Cosmos Aystetten fast nahtlos weitergeht

Es ist Stau angesagt am Nadelöhr vor Garmisch-Partenkirchen. Regelmäßig steht der Verkehr vor der Wintersport-Metropole. Das kann bis zu einer Stunde dauern, ehe man den Ort erreicht. Auch der SV Cosmos Aystetten, der am heutigen Samstag die weite Reise zum 1. FC Garmisch-Partenkirchen antreten muss, steht derzeit in der Landesliga Südwest noch im Stau. Aus zwei Spielen steht erst ein Pünktchen zu Buche.

„Die Ausbeute ist ein Punkt zu wenig“, sagt Trainer Marco Löring. Dabei denkt er natürlich in erster Linie an das Kopfballtor, das Xhevalin Berisha am Mittwochabend in letzter Sekunde gegen den SV Egg an er Günz erzielte. „Selbst der Gegner hat gesagt, dass es kein Abseits war“, schüttelt Löring den Kopf, weil der Treffer keine Anerkennung fand und das Spiel so mit 2:3 verloren ging. „Ein Punkt wäre die für die Moral schon sehr gut gewesen“, so der Coach nach einem „depperten Spiel“, das man nicht hätte verlieren brauchen. „Die erste Halbzeit war A-Klassen-Format, aber im zweiten Durchgang haben wir eine Viertelstunde bis zum 2:1 sehr gut gespielt.“ Anscheinend hatte er in der Kabine die richtigen Worte gefunden. Ein dummes Tor brachte dann das 2:2. „Da waren wir unaufmerksam, haben schlecht verschoben, den Schützen nicht unter Druck gesetzt und unser Torwart hat solche Bälle auch schon mal gehalten“, so Lörings Analyse. Und solche Fehler würden in der Landesliga nun mal gnadenlos bestraft.

Diese Erfahrung hat der 1. FC Garmisch-Partenkirchen bisher noch nicht gemacht. Der Aufsteiger hat seine beiden ersten Spiele souverän gewonnen. Ob der Durchmarsch weitergeht? Vor zwei Jahren spielten die Garmischer noch in der Kreisliga, jetzt kehrten sie nach zwei Aufstiegen in Folge nach 20 Jahren in die Landesliga zurück. Kontinuierlich hat man auf eine gute Jugendarbeit gesetzt und die besten Spieler aus dem Umkreis geholt. Beispielhaft dafür steht Maximilian Berwein. Der pfeilschnelle Bodybuilder hat zuletzt beim 4:1 in Ichenhausen gleich dreimal getroffen. Voll eingeschlagen hat auch der 19-jährige Neuzugang Moritz Müller (BSC Oberhausen), der beim 1:0-Auftaktsieg in Wolfratshausen den Siegtreffer erzielt hat. Zu den beiden Youngsters gesellt sich Torjäger Franz Fischer, der vom Bayernligisten TuS Holzkirchen kam.

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Im defensiven Mittelfeld gibt Mouhammadou Diaby den beinharten Abräumer. Der 2,02 Meter große Asylbewerber aus dem Senegal soll in seiner Heimat in der U20-Nationalmannschaft gespielt haben. Neben ihm zieht Stefan Durr die Fäden, der im Nachwuchs von Bayer Leverkusen ausgebildet wurde. Als Heimvorteil des FC gilt die weite Anreise der gegnerischen Teams.

Marco Löring ist sich bewusst, dass die Fahrt zum Aufsteiger keine Vergnügungsreise werden wird. Er ist jedoch trotz der personell angespannten Lage froh, dass es so schnell weitergeht: „Da kann man die Situation schnell wieder bereinigen.“ Mit Dejan Mijailovic, Dominik Isufi und Thomas Hanselka fehlen wichtige Spieler. Dafür steht Benjamin Sakrak wieder im Kader und auch Daniel Michl hat wieder mit dem Training begonnen.

Champions-League-Spieler in der Hinterhand

Und zudem hat man noch einen ehemaligen Champions-League-Spieler in der Hinterhand: Gheorghe Gosa. Der 37-Jährige, in den vergangenen beiden Jahren in der nunmehr abgemeldeten zweiten Aystetter Mannschaft am Ball, hat in seiner rumänischen Heimat für CFR Cluj gegen den FC Chelsea, AS Rom und Girondins Bordeaux gespielt. „Nachdem es Unstimmigkeiten über seine Passangelegenheiten gab, ist die Freigabe des Verbandes nun endlich eingetroffen“, freut sich Vorsitzender Thomas Pflüger.

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