Horgau

28.09.2019

Nicht nur schön spielen

Nicht nur schön spielen wollen Marco Koschany und Simon Blochum (von links) vom FC Horgau gegen Schlusslicht Kriegshaber. Verzichten müssen sie dabei auf ihren Mitspieler Markus Hefele (im Hintergrund), der gesperrt ist.
Bild: Oliver Reiser

Auch in diesem Jahr scheint in der Kreisliga Augsburgjeder jeden schlagen zu können. Derby Zusmarshausen – Dinkelscherben wird zum Schlüsselspiel

Fressen oder gefressen werden: In der Kreisliga Augsburg kann auch in diesem Jahr wieder jeder jeden schlagen. Ein, zwei Siege reichen, und die Welt sieht zumindest für den Moment schon wieder ganz anders aus – gesehen bei der SpVgg Westheim, die gestern Abend bei der SpVgg Lagerlechfeld zu einem 2:2 kam. Doch auch wenn die Tabelle derzeit tückisch ist: Auf den FC Horgau wartet gegen Tabellenschlusslicht TSV Kriegshaber eine Pflichtaufgabe, Anhausen sollte schleunigst mal wieder dreifach punkten, und für den TSV Dinkelscherben ist ein Sieg gegen den TSV Zusmarshausen unabdingbar, sonst winkt der Tabellenkeller.

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SpVgg Lagerlechfeld – SpVgg Westheim 2:2 (1:0). Die SpVgg Westheim bleibt auch im dritten in Folge ungeschlagen. Fast hätte es sogar zum dritten Sieg gereicht. Nach einem 0:1-Rückstand (Tobias Schaell/35.) drehte Marco Spengler die Partie mit zwei Treffern, darunter ein Elfmeter (47. und 64.). In der 75. Minute kam der Aufsteiger zum Ausgleich, als Tobias Schaell einen weiteren Strafstoß zum 2:2 verwandelte. (AL)

TSV Zusmarshausen – TSV Dinkelscherben. Eins haben beide gemeinsam: Wie der TSV Zusmarshausen vor zwei Wochen verlor der TSV Dinkelscherben am vergangenen Wochenende gegen die SpVgg Westheim. In Zusmarshausen hat man inzwischen Schadensbegrenzung betrieben und gegen Schwabmünchen II (4:1) den Ausrutscher wieder wettgemacht. „Wir haben unsere Fehler aufgearbeitet. Das Team hat sich gut selbst reflektiert. Wir haben daraus gelernt“, spricht Trainer Thomas Weber voller Zuversicht. Die Vorfreude auf das Derby gegen den TSV Dinkelscherben ist selbstverständlich groß. „Ich freue mich sehr darauf. Ich erwarte eine tolle Kulisse“, meint der 39-Jährige. „Richtungsweisender und brisanter wird das Spiel aber für Dinkelscherben.“

Nicht nur schön spielen

In der Tat: Mit einer Niederlage gegen den letztjährigen Fastabsteiger würde der einstige Aufstiegsaspirant Nummer eins plötzlich in den Tabellenkeller rutschen. „Mehr als weiter hart an uns zu arbeiten, um den Bock endlich umzustoßen und die Erfolgserlebnisse zu holen, bleibt uns nicht übrig“, sieht es Trainer Michael Finkel realistisch. Halbherzigkeit, ein verschossener Elfmeter und ein Doppelschlag binnen weniger Minuten brachte die Partie gegen Westheim zum Kippen. „Das ist jetzt abgehakt. Wir dürfen gegen Zusmarshausen nur nicht wieder dieselben Fehler und dem Gegner das Toreschießen so einfach machen“, appelliert der 41-Jährige an seine Jungs.

FC Horgau – TSV Kriegshaber. Leben konnte Horgaus Spielertrainer Franz Stroh mit dem Punktgewinn bei Aufsteiger Lagerlechfeld (2:2) am Ende dann doch. „Aber nur, weil sie bärenstark waren und über sehr viel individuelle Klasse und Erfahrung verfügen. Sie wirken zurecht da oben mit“, erklärt der 36-Jährige. Mit der Art und Weise, wie die Gegentore zustande kamen, ist Stroh hingegen überhaupt nicht zufrieden. „Wir kassieren Gegentreffer, weil wir Bälle im Aufbauspiel ohne jeglichen Druck verlieren, das kann nicht sein“, ärgert er sich. Auf dem Papier wartet auf Aufstiegsaspirant im Rotthal am Wochenende eine Pflichtaufgabe gegen Tabellenschlusslicht Kriegshaber. Davon aber will Stroh überhaupt nichts wissen. „Ich weiß, das Papier sagt etwas anderes, aber in dieser Liga gibt es keine Pflichtaufgaben. Uns trennen auch nur fünf Punkte von den Abstiegsrängen“, stellt der 36-Jährige klar. Zudem ist sich Stroh sicher, dass der TSV nach dem Trainerwechsel wieder zu alter Stärke finden wird. Für Bernd Endres übernahm Michael Heuberger zu Beginn der Woche beim Tabellenschlusslicht.

TSV Schwabmünchen II – SSV Anhausen. Vergangene Woche platzte Spielertrainer Benedikt Schmid der Kragen. Nach dem 2:2 bei Tabellenführer Langerringen spricht der 28-Jährige aber schon wieder in versöhnlichen Tönen. „Es scheint, als habe ich die richtigen Worte getroffen. Die Mannschaft hat Charakter und ein komplett anderes Gesicht gezeigt“, freut sich Schmid, dem dennoch längst nicht alles schmeckte. Besonders bei der Gelb-Roten Karte von Josef Guggenberger hat es ihm die Haare aufgestellt. Schmid: „In solchen Situationen müssen wir uns cleverer verhalten. Letzten Endes mussten wir somit froh sein, wenigstens den einen Punkt auswärts mitgenommen zu haben.“ Ob die Schmid-Schützlinge aus ihren Fehlern gelernt haben, wird sich gegen die Bayernliga-Reserve des TSV Schwabmünchen zeigen. „Sollten wir hier nur ein paar Prozentpunkte nachlassen, kann es ganz böse enden“, prophezeit Schmid. „Ich erwarte eine sehr spielstarke Mannschaft, bei der man nie weiß, wer letztlich wirklich aufläuft.“

TSV Täfertingen – FC Haunstetten. Auf den Kantersieg gegen Tabellenschlusslicht Kriegshaber folgte das böse Erwachen. Für den Aufsteiger war der TSV Göggingen schlichtweg eine Nummer zu groß (0:3). In einer Liga, die enger nicht sein könnte, kämpft der TSV mit allen Mitteln ums Überleben. Das weiß auch Trainer Antonio Cuevas. „Ich kann mich Woche für Woche nur wiederholen: Wir gehen egal gegen welchen Gegner immer auf Sieg – und das müssen wir auch. Denn wir brauchen schleunigst die Punkte zum Klassenerhalt“, spricht der 39-Jährige Klartext.

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