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Neusäß

15.11.2018

Nicht wieder leiden

Patrick Fendt will nicht wieder leiden. Im Hinspiel gab es für seine SpVgg Westheim eine unglückliche 1:2-Niederlage gegen den TSV Neusäß.
Bild: Oliver Reiser

Warum das Derby beim TSV Neusäß für den Westheimer Patrick Fendt etwas ganz besonderes ist. Gibt es wieder eine Rekordkulisse?

Das Neusässer Stadtderby zwischen dem TSV Neusäß und der SpVgg Westheim, das am heutigen Freitagabend um 19 Uhr im Lohwaldstadion angepfiffen wird, ist wirklich kein Derby wie jedes andere. Über 30 Jahre mussten die Westheimer darauf warten, mit dem großen Bruder, der stets auf Bezirks- und Landesebene unterwegs war, wieder einmal die Klingen zu kreuzen. Im ersten Aufeinandertreffen nach dem Abstieg des TSV in die Kreisliga Augsburg behielten die Neusässer vor 300 Zuschauer auf dem Kobel mit 2:1 die Oberhand. „Durch einen Sonntagsschuss in der vorletzten Minute“, hat sich vor allem Patrick Fendt geärgert.

Respekt für die neu formierte, junge Neusässer Mannschaft

Für den 29-jährigen Mittelfeldspieler der SpVgg Westheim ist das heutige Spiel nochmals ein ganz spezielles. Seine Eltern bewirtschaften die Stadiongaststätte des TSV Neusäß, er selbst, der das Fußballspielen am Lohwald erlernt hat, steht dort schon mal am Grill oder Tresen. Die meisten Neusässer Heimspiele hat er dadurch verfolgt. „Alles habe ich nicht gesehen, denn das eine oder ander mal musste ich ja arbeiten“, lacht Fendt, der aus der aktuellen Mannschaft des TSV nur noch mit den Scherer-Brüder und Co-Trainer Frank Lehrmann zusammengespielt hat. Für die völlig neu formierte, junge Mannschaft des TSV Neusäß hat er Anerkennung parat: „Mit vielen knappen Ergebnissen haben sie sehr viel erreicht. Damit habe ich nicht gerechnet.“

Derbys schreiben ihre eigenen Gesetze. Das sieht auch Neusäß Coach Karlheinz Pecher so und lässt seine Schützlinge im Nachbarschaftsderby einfach laufen: „Ich muss meine Jungs nicht motivieren. Alle sind heiß bis in die Haarspitzen.“ Und mit „alle“ meint der 52-Jährige seinen gesamten Kader – ohne Ausnahmen. Ein Ausflug ins Titania, der ortsansässigen Therme, bewirkte am spielfreien Wochenende Wunder.

Auch Patrick Fendt, der nach Stationen beim KSV Trenk, Türkspor Augsburg und VfR Foret in Westheim gelandet ist, sprüht nach einem zehntägigen USA-Urlaub vor Tatendrang. Auch bei den anderen Ex-Neusässern wie Max Linder, Daniele Miccoli, Marcel Burda oder Stefan Merk ist das Kribbeln vorhanden. „Wir haben es uns im Hinspiel durch individuelle Fehler selbst schwer gemacht und einiges gut zu machen“, hat er dieses Mal keine Bedenken: „Unsere letzten Spiele waren gut und wir hatten auch Glück. Diesen Lauf müssen wir mitnehmen!“, hofft er, dass die Partie nach 90 Minuten gut für sich und seine Kameraden ausgeht. Dann könnte hinterher in der Neusässer Sportgaststätte nach guter Westheimer Tradition gefeiert werden. Hinter den Tresen will sich Patrick Fendt dabei dann allerdings nicht stellen. (mit vra)

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