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Kreisliga Augsburg

25.04.2015

Noch ein Margertshauser Kraftakt?

Nach dreimaligem Rückstand hat der SSV Margertshausen beim TSV Ustersbach einen 6:3-Sieg gefeiert. Christoph Schütz (links) und Max Repasky können hier Roland Horvath nicht bremsen.
Bild: Marcus Merk

Bei einer Niederlage gegen Schlusslicht Ustersbach hätte sich SSV-Trainer Manuel Degendorfer selbst infrage gestellt. Gegen den Spitzenreiter hat man nichts zu verlieren

Nicht nur beim SSV Margertshausen fielen zuletzt ganze Berge vom Herzen. Auch der TSV Diedorf landete einen Befreiungsschlag. Gegen den FSV Inningen will die Fuchs-Truppe nun beste Voraussetzungen schaffen, dass man nächste Woche zum Gipfeltreffen nach Foret reisen kann. Der VfR, der mit 16 Toren in drei Spielen wieder Spaß am Fußball gefunden hat, muss die Hürde FC Horgau überwinden.

Der 2:0-Auswärtssieg in Schwabegg war für den TSV Diedorf der lang ersehnte Befreiungsschlag. „Ich hoffe, dass es in den Köpfen meiner Mannschaft endlich Klick gemacht hat“, so Trainer Jürgen Fuchs. Zwar steht der TSV Diedorf nach einer überragenden Vorrunde nun nur noch auf Platz drei, lässt sich davon aber nicht beirren. „Das Team arbeitet konzentrierter denn je“, sieht Fuchs keinerlei mentalen Druck. Dennoch wird der Diedorfer Trainer deutlich, wenn es um das Spiel gegen Inningen geht. „Ich habe es meiner Mannschaft gesagt, wenn wir im Aufstiegsrennen bleiben, dann zählen am Sonntag nur drei Punkte.“ Doch Vorsicht ist geboten, denn Inningen konnte mit dem 0:0 im Hinspiel bereits den Diedorfern ein Bein stellen. „Das wird ein unangenehmer Gegner“, weiß Fuchs. Personell sieht die Lage im Diedorfer Lager jedoch gut aus. Lediglich Max Ebert (privat verhindert) und Stefan Micheler (Rippenprellung) fallen aus.

Der FC Horgau erwartet am Sonntag den Aufstiegsanwärter VfR Foret auf der Rothtalsportanlage. Spielertrainer Franz Stroh freut sich mit seiner Mannschaft auf die technisch beschlagene Truppe aus dem Langweider Ortsteil: „Es macht doch immer Spaß, sich mit guten Spielern, wie Kine oder Kara-Idris zu messen. Wir wollen dem VfR aber gerne ein Bein stellen.“ Die offensive Ausrichtung des Gegners lässt ihn ein attraktiveres Spiel als zuletzt in Inningen erwarten. Dort stand der Gegner sehr tief, um dann bei zwei Blackouts der Horgauer eiskalt zuzuschlagen. „Die Leistung war allerdings trotzdem in Ordnung, ich kann meinen Jungs keinen Vorwurf machen,“ so Stroh. Personell geht der Aufsteiger weiterhin am Krückstock, viele Spieler sind angeschlagen oder verletzt. Auch auf Anleihen aus der „Zweiten“ muss weitestgehend verzichtet werden, da sich diese im Aufstiegskampf in der B-Klasse Nordwest befindet.

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Seit Alexander Chetschik das Traineramt von Jimmy Arslan übernommen hat, scheint es beim VfR auf einmal wie von selbst zu laufen. Drei Spiele, drei Siege, 16 geschossene Tore. Die Torfabrik des Langweider Ortsklubs läuft auf Hochtouren. Dabei ist Chetschiks Geheimrezept scheinbar ganz einfach: „Spaß am Fußball haben und sich nicht von der Tabellensituation verrückt machen lassen.“ Die Euphorie sei nun wieder da, Chetschiks Aufgabe besteht darin, diese zu bremsen und vor allem den nächsten Gegner nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. „ Horgau ist eine sehr robuste Mannschaft, wir sind gewappnet und werden uns entsprechend darauf einstellen“, so Chetschik. Personell stehen Akif Dogan (privat verhindert) und Erman Özer (Oberschenkelprobleme) nicht zur Verfügung. Freude bereitet Chetschik die Rückkehr von Ayhan Kara-Idris (nach Rotsperre und Rippenverletzung) und Rudi Kine (zuletzt beruflich verhindert).

Nach dem Kraftakt vergangene Woche beim 6:3 gegen den TSV Ustersbach fiel Margertshausens Spielertrainer Manuel Degendorfer ein Stein vom Herzen. „Hätten wir das Spiel verloren, dann hätte ich mich schon langsam gefragt, ob ich da noch der Richtige für dieses Amt bin“, gibt Degendorfer offen zu. Doch die Leistung seines Teams, einschließlich der Einwechselspieler, macht den kickenden Coach stolz. „Alle drei Spieler, die von der Bank kamen, haben letztlich sogar getroffen“, bewies der Übungsleiter ein glückliches Händchen. Gegen den VfL Kaufering drehen sich die Vorzeichen. „Jetzt haben wir nichts zu verlieren und können nur überraschen“, so Degendorfer. Doch die 1:4-Hinspielklatsche ist noch nicht vergessen, auch der Klassenerhalt ist noch nicht gesichert. Manuel Degendorfer rechnet vor: „Einen Sieg werden wir sicher noch brauchen.“ Personell steht Tobias Hieber (privat verhindert) nicht zur Verfügung. Hinter den Einsätzen von Max Schaller und Markus Kranzfelder (beide erkältet) stehen noch Fragezeichen.

Nach der jüngsten 3:6-Niederlage im Derby gegen Margertshausen schwindet allmählich die Zuversicht beim TSV Ustersbach. Die Chancen auf den Klassenerhalt schwinden: „Die Einstellung der Mannschaft ist beeindruckend“, sagt Trainer Michael Walleitner. „Auf eine gewisse Art und Weise glaubt man daher schon noch dran, auch wenn es immer schwerer wird.“ Nach dreimaliger Führung gegen Margertshausen verließen die Seinen doch noch als Verlierer das Feld. „Nach dem 3:3 ist mein Team dann in sich zusammengesackt, das ist auch irgendwo verständlich“, so Walleitner. Als krasser Außenseiter reise man am heutigen Samstag zum Stadtwerke SV. Die Augsburger haben im Fußballjahr 2015 noch kein Spiel verloren. „Wir werden weiterhin unser Bestes geben und alles versuchen“, kündigt der Coach an.

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