Spiel der Woche

10.09.2018

Pausenansprache mit Kurzwirkung

Auf dem Spielfeld erklärte Baiershofens Trainer Bernd Lipp (2. von links)seinen Mannen, was er von ihnen erwartet. Interessiert lauscht auch Teammanager Rainer Wiedemann (ganz links). So ganz scheinen seine Worte aber nicht angekommen zu sein. <b>Foto: Oliver Reiser</b>
Bild: Oliver Reiser

Der SV Grün-Weiß Baiershofen zeigt sein bisher schwächstes Saisonspiel und bringt eine zweimalige Führung nicht über die Zeit. Beim Gegner zeigt Trainerwechsel Wirkung

Baiershofen Torhüter Christian Fischer lag nach dem Schlusspfiff noch lange enttäuscht auf dem Boden. Trotz zweimaliger Führung hatte es für den SV Grün-Weiß Baiershofen im Nachbarschaftsderby der Fußball-Kreisklasse West 2 gegen den SV Holzheim nicht zum Sieg gereicht. Am Ende konnten sich die Baiershofer dabei bei ihrem Keeper bedanken, dass man mit einem 2:2-Unentschieden aus dieser Nummer herauskam.

Erste Chance gleich zum 1:0 genutzt

„Das ist unser bisher schlechtestes Spiel“, konstatierte Teammanager Rainer Wiedemann noch während der ersten Halbzeit. Und das, obwohl Matthias Kempter die einzige Chance der Platzherren zum 1:0 genutzt hatte. Eine Ecke von Florian Weidner köpfte Peter Wiedemann wieder nach innen und der Grün-Weiß-Torjäger war ebenfalls mit dem Kopf zur Stelle (15.). Eine Situation, vor der man beim Gegner wahrscheinlich explizit gewarnt hat. Dass die Baiershofen so gut gestartet sind, verwundert, denn mit Dennis Kränzle, Tassilo Eulberg, Mario Schulrer und Tim Leutenmair fehlen vier Stammspieler der letzten Saison aus unterschiedlichsten Gründen. Nachdem man nicht alle Situationen, in denen es lichterloh brannte, schadlos überstehen konnte, traf Pascal Petermann mit feinem Füßchen zum 1:1, als der Ball zuvor wie eine Flipperkugel durch den Strafraum sprang (27.). Petermann hatte erst diese Woche für Rainer Grimminger das Traineramt beim schlecht gestarteten Kreisliga-Absteiger SV Holzheim übernommen. „Für uns zum falschen Zeitpunkt“, wie Grün-Weiß-Trainer Bernd Lipp bemerkte. Denn das zeigte Wirkung. Holzheim ließ den Hausherren kaum Zeit zum Durchatmen.

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Es kommt selten vor, dass ein Trainer seine Mannschaft in der Pause auf dem Platz zusammenfaltet. In Baiershofen ist jedoch der Weg vom Sportgelände in die Kabinen so weit, dass die Spieler schon vom Hin- und Rückweg schwere Beine bekommen. Also erklärte Bernd Lipp den Seinen, was er von ihnen im zweiten Durchgang erwartet. Das zeigten sie allerdings nur in der 60. Minute. Nach einem Konter über Michael Federl legte Florian Weidner präzise für Matthias Kempter auf, der das Spielgerät zum 2:1 versenkte. Der siebte Saisontreffer des ehemaligen Torhüters.

Schon im Gegenzug traten wieder die Abwehrschwächen zutage. Zweimal wurde der Ball aufgelegt, doch Fischer hielt gegen Peter Haringer. „Wir brauchen keine Abwehrschlacht! Nicht verwalten!“, hielt Lipp seine Mannen an, wieder nach vorne zu spielen. Doch die Grün-Weißen konnten sich kaum noch aus der Umklammerung lösen. So fiel zwangsläufig das 2:2. Vor Dominik Haringers Treffer (80.) war der Ball jedoch klar im Aus. Auf Befragen des nicht immer souverän agierenden Schiedsrichters Helmut Remmele antwortete Flankengeber Stefan Allmis, dass er die Situation nicht beurteilen könne. So zählte der Treffer. Dass es beim 2:2 blieb, lag an Christian Fischer, der das Unentschieden mit einigen tollen Paraden über die Zeit rettete.

SV Grün-Weiß Baiershofen: Fischer – Grunenberg, Federl, M. Fritz, Reitschuster, Untersehr (45. Behringer), M. Wiedemann, J. Fritz, Weidner (80. Özdag), Kempter, P. Wiedemann

SV Holzheim: Hofmeister – D. Scheider, J. Scheider, Haringer, Thaqi, Brenner (46. Philipp), Allmis, Buchholz, Haringer, Petermann, Czernoch

Tore: 1:0 Kempter (15.), 1:1 Petermann (28.), 2:1 Kempter (60.), 2:2 Haringer (80.). – Schiedsrichter: Helmut Remmele - Zuschauer: 130.

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