Bezirksliga Süd

14.09.2019

Plötzlich Nummer eins!

Unverhofft kommt oft. Kevin Kloss ist beim SV Cosmos Aystetten plötzlich die Nummer eins im Tor. So schnell will er das Handtuch nicht werfen.
Bild: Oliver Reiser

Marc-Kevin Kloss macht im Tor der SV Cosmos Aystetten einen guten Job. Deshalb sieht Trainer Marco Löring vor dem Spiel in Bobingen keinen Grund zum Wechseln

Nach einem holprigen Start läuft es jetzt beim SV Cosmos Aystetten. Zuletzt spielten die Schützlinge von Trainer Marco Löring beim 4:3-Sieg gegen Viktoria Augsburg groß auf. Der dritte Dreier in Serie hat die Cosmonauten mit 17 Punkten auf den zweiten Tabellenplatz der Fußball-Bezirksliga Süd katapultiert. Am heutigen Samstag steht nun ein weiteres der wenigen Derbys an. Um 15.30 Uhr beginnt die Partie beim TSV Bobingen. „Eine sehr gefährliche Mannschaft“, warnt Löring, „das wird nicht ohne.“

Neben Angreifer Robert Markovic-Mandic, der zuletzt mit vier Treffern in den letzten drei Partien auf sich aufmerksam machte, hat sich ein Spieler in den Vordergrund gespielt, mit dem man vor Saisonbeginn überhaupt nicht gerechnet hatte – und wahrscheinlich er selbst auch nicht: Kevin Kloss.

Nachdem sich Stammtorhüter Valentin Coca verletzte (er wurde am vergangenen Montag an der Achillessehne operiert), der Transfer von Raif Husic scheiterte (der Ex-Profi hat sich für den TSV Zusmarshausen entschieden) und sich der als Ersatzkeeper vorgesehene Dzemil Abazi in den Urlaub verabschiedete, war der plötzlich Kevin Kloss die Nummer eins. Und der 24-Jährige hat sich bisher nichts zuschulden kommen lassen. „Es war wohl selbst für ihn unerwartet, dass er nach einer langen Pause so viel spielt. Aber er nimmt das an. Kevin macht es gut, er macht einen guten Job“, lobt Marco Löring seinen Schlussmann, der in der Saison 2014/15 bereits 21 Einsätze für den SV Cosmos in der Bezirksliga Nord absolviert hat und nach Stationen beim FC Affing und TSV Täfertingen erst in der letzten Winterpause wieder nach Aystetten zurückgekehrt ist. „Fußballerisch und fitnesstechnisch könnte er noch zulegen, aber das weiß er auch.“ Gegen Viktoria konnte sich Kloss sogar als Elfmeterkiller auszeichnen. „Was er halten muss, das hält er“, sagt Löring trocken.

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Schwierig sei allerdings zuletzt der Trainingsbetrieb mit nur einem Torhüter gewesen, weil nur einer da war. „Eine blöde Situation“, so Löring, der jetzt aber wieder auf zwei Keeper zurückgreifen kann, weil Abazi aus dem Urlaub zurückgekehrt ist. „Die beiden fordern und fördern sich im Training“, freut sich Löring. Ein Wechsel scheint nicht erforderlich: „Kevin hat bisher noch keinen groben Fehler gemacht.“

Warum Kloss’ Vorname für Verwirrung sorgte

Nur die Statistik von FuPa.de, dem Internetportal unserer Zeitung, hätte Kloss beinahe durcheinander gebracht. Dort wurde er nämlich einmal als Kevin und einmal als Marc mit Vornamen geführt. „Mein richtiger Name ist Marc. So werde ich zu Hause genannt. Aber beim Fußball bin ich schon immer der Kevin“, klärt er auf. „In der Arbeit nennen sie mich Marc-Kevin“, lacht Kloss.

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