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Aystetten

25.11.2018

Probleme mit der Mentalität?

Im letzten Spiel vor der Winterpause möchte der SV Cosmos Aystetten nichts auf die Nase bekommen. Betreuer Michael De Bur muss hier Kaan Dogan verarzten. Trainer Marco Löring appelliert an die Mentalität seiner Spieler. 
Bild: Oliver Reiser

Aystettens Trainer Marco Löring appelliert vor dem Kellerduell an die Ehre seiner Spieler

Vor dem letzten Spiel im Jahr 2018 herrscht beim SV Cosmos Aystetten höchste Alarmstufe. Durch eine Serie von vier Spielen ohne Sieg sowie eine Spielwertung des 0:0 gegen den SC Olching zum einem 0:2 plus einen Punkt Abzug ist der Fußball-Landesligist auf den vorletzten Tabellenplatz zurückgefallen. Im Kellerduell gegen den TuS Geretsried, die mit einem Zähler mehr ebenfalls auf einem Abstiegs-Relegationsplatz steht, ist ein Sieg dringend erforderlich, wenn es über die Winterpause nicht ganz frostig werden soll.

„Es war nicht unser Anspruch, um den Aufstieg zu spielen“, sagt Trainer Marco Löring. Der Klassenerhalt sei das Maß aller Dinge gewesen. Aber: „Fünf, sechs Punkte mehr habe ich schon erwartet.“ Einige wurden leichtfertig vertändelt, andere gingen durch Schiedsrichterentscheidungen flöten. „Das war in dieser Saison schon zum Mäuse melken.“

Zum rettenden Ufer sind es zwar nur ein paar Zähler. Der Tabellensiebte SV Egg an der Günz hat nur sechs Punkte mehr auf dem Konto. Marco Löring macht sich trotzdem Sorgen. „Die Euphorie ist weg. Ich habe mich selbst auch schon hinterfragt, ob ich Fehler gemacht habe. Aber wir trainieren gut, setzten es bloß nicht um.“

Vor dem Spiel gegen den TuS Geretsried appelliert der Ex-Profi nun an die Ehre seiner Kicker. „Wenn wir den Ernst der Lage nicht checken, bekommen wir ein Problem.“ Nur als Mannschaft könne man jetzt bestehen. Dabei hat Löring beobachtet: „Die stadtnahen Vereine haben grundsätzlich ein Problem mit der Mentalität ihrer Spieler. Den Zusammenhalt neben dem Platz merkt man auf dem Platz nicht. Jeder meint, ohne ihn geht es nicht. Aber was war, interessiert in der jetzigen Situation nicht mehr“, kündigt Marco Löring eine härtere Gangart an: „Keiner darf meinen, es geht so ruhig weiter. Jetzt zählt nur der Verein. Jetzt geht es nur Hüh oder Hott!“ Hüh! So lautet das Kommando für den morgigen Sonntag, wenn der TuS Geretsried zum letzten Spiel des Kalenderjahres in Aystetten antritt. Löring will unbedingt spielen: „Ich bin kein Freund von Absagen. Wir müssen jetzt ganz einfach noch einmal 90 Minuten Gas geben!“ Wenn nicht jetzt, wann dann? Die Geretsrieder warten seit acht Spielen, in denen sie nur drei Unentschieden verbuchen konnten, auf ein Erfolgserlebnis. Das Hinspiel endete nach langem Hin und Her um den Austragungstermin an einem Mittwochabend 1:1. Florian Linder war dabei in der 81. Minute der Ausgleich gelungen.

Ursprünglich war ja noch die Nachholpartie gegen den VfR Neuburg vorgesehen, doch die wurde in beiderseitigem Einvernehmen auf den 6. April 2019 verlegt. So gibt es nur noch eine Gelegenheit, sich mit einem Sieg zu verabschieden und in eine hoffentlich nicht zu frostige Winterpause zu gehen.

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