Stadtbergen

13.12.2019

Richter soll es richten

Emanuel Richter (rechts) gibt jetzt bei der BG Leitershofen/Stadtbergen die Richtung vor. Der langjährige Spieler hat das Traineramt von Nenad Bekic (links) übernommen, von dem man sich einvernehmlich getrennt hat. Gegen den VfL Treuchtlingen steht eine echte Bewährungsprobe an.
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Emanuel Richter (rechts) gibt jetzt bei der BG Leitershofen/Stadtbergen die Richtung vor. Der langjährige Spieler hat das Traineramt von Nenad Bekic (links) übernommen, von dem man sich einvernehmlich getrennt hat. Gegen den VfL Treuchtlingen steht eine echte Bewährungsprobe an.
Bild: Marcus Merk

Basketballer der BG Leitershofen/Stadtbergen gehen mit einem Spielertrainer in die beiden letzten Heimspiele dieses Jahres

Die BG Topstar Leitershofen/Stadtbergen hat vor den beiden verbleibenden Heimspielen des Jahres 2019 in der 1. Basketball-Regionalliga Südost am Samstag gegen den VfL Treuchtlingen (Spielbeginn 19.30 Uhr, Sporthalle Stadtbergen) und eine Woche später an selber Stätte gegen den MTSV Schwabing einen Trainerwechsel vollzogen.

Im Laufe der Woche kam die Vereinsführung gemeinsam mit Trainer Nenad Bekic und seinem Co-Trainer Jovica Matic zu dem Entschluss, dass es einer Veränderung im Team bedarf. Die Mannschaft hatte – allerdings auch von großem Verletzungspech verfolgt – zuletzt wenig Inspiration und Energie gezeigt und weitestgehend die Fans enttäuscht. Nachfolger von Bekic wird Emanuel Richter. Der 32-jährige Slowene wird künftig als Spielertrainer fungieren. Er wird als Co-Trainer unterstützt von Andreas Moser (44), der als Teammanager schon sehr nahe an der Mannschaft und beispielsweise auch bei allen Auswärtsspielen mit von der Partie war.

Kangaroos-Geschäftsführer Tom Oertel zur aktuellen Situation: „Natürlich hätten wir uns eine andere Situation gewünscht. Fakt war aber, dass dem Team schon seit Längerem der Dampf fehlte. Nenad ist ein hervorragender Basketballfachmann, vielleicht haben wir aber auch alle die Sprachbarriere etwas unterschätzt. Denn oft haben wir Dinge, die unter der Woche perfekt einstudiert waren, am Samstag dann nicht auf dem Spielfeld gesehen. Wir danken Nenad für seinen großen Einsatz und gehen davon aus, dass er dem Verein in anderer Funktion weiter erhalten bleibt. Ebenso gilt unser Dank Jovica Matic, der unabhängig davon natürlich seine U18 weiter trainieren wird, mit der in der schwäbischen Bezirksoberliga aktuell ja unangefochtener Tabellenführer ist“, so Oertel.

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Der neue Coach hat jede Menge Profi-Erfahrung

Auch zum neuen Trainerduo gibt Oertel eine Prognose ab: „Emanuel Richter war viele Jahre lang als Profi aktiv, hat jede Menge Erfahrung und Fachkompetenz und hat ohne zu zögern zugesagt. Er ist auch ein sehr kommunikativer Typ, bei ihm ist eine Trainerkarriere vorgezeichnet. Wir sehen hier durchaus eine längerfristige Lösung. Dass auch Andy Moser trotz erheblicher beruflicher Belastung mit in die Verantwortung geht, ist sehr wichtig. Er ist ein Urgestein des Vereins, spielt hier seit der U10 und sein Vater hat seinerzeit ja die Basketballabteilung in Leitershofen gegründet. Er kennt alle Abläufe im Verein bestens“, blickt Oertel nach vorne.

Viel Zeit zum Warm-Up bleiben Richter und Moser nicht. Nur zwei Trainingseinheiten stehen dem Duo zur Verfügung. Dazu hat sich die Verletztenmisere nicht wirklich verbessert, erneut gilt es mindestens vier Spieler zu ersetzen. „Wir können auf Vieles aufbauen, was Bekic und Matic hier einstudiert haben. Zunächst geht es jetzt darum, den Fans wieder ein Team zu präsentieren, das sich von der ersten Sekunde an zerreißt“, so Emanuel Richter. „Die Mannschaft ist jetzt aber gefordert, bis zum letzten Tropfen zu kämpfen.“

Ob die aktuelle personelle Besetzung gegen einen starken Gegner wie Treuchtlingen ausreicht, wird man sehen. „Meine eigene Spielzeit wird sich ab sofort reduzieren, wir haben aber auf den kleinen Positionen auch viele junge Spieler, die sich jetzt beweisen können. Überhaupt ist mir wichtig, dass wir dann vermehrt noch mehr junge Spieler dazu begeistern können, einen Angriff in die Ersten zu starten. Das ist auch die Meinung von Andy Moser, zu dem ich vollstes Vertrauen habe, wenn ich dann doch auf dem Feld bin“, so der neue Mann auf künftig beiden Seiten der Außenlinie.

Kehrt ein „Ninja Warrior“ ins Kangaroo-Team zurück?

Die personelle Situation wirkte sich zuletzt natürlich auch auf den Trainingsbetrieb aus. Ein Training mit zehn Mann war gar nicht möglich. Da traf es sich gut, dass mit Johnny Genck ein Ex-Kangaroo zuletzt wieder im Training aushalf. „Wir haben ja zuletzt beim Ninja Warrior Germany im Fernsehen gesehen, dass Johnny noch topfit ist. Wir sind aktuell so wenig Spieler, er kann am Samstag gerne kommen“, bietet Richter – mit einem Augenzwinkern – dem inzwischen 33-jährigen ein erneutes Comeback an.

Im Vorspiel erwartet um 16.45 Uhr die dritte Mannschaft den TSV Nördlingen II. Die zweite Garnitur der Kangaroos gastiert auswärts bei DJK SB München. Am Sonntag bestreiten ab 9.45 Uhr diverse Jugendteams ihre Heimspiele. (asan)

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