Aystetten

02.03.2019

Rote Karte stoppt die Aufholjagd

Während Aystettens Benjamin Sakrak bereits auf dem Weg in die Kabine ist, wird im Hintergrund noch über die Entscheidung von Schiedsrichter Gürkan Günebakan diskutiert. Doch die Rote Karte nach einer Notbremse war vertretbar und brachte den SV Cosmos endgültig auf die Verliererstraße.
Bild: Oliver Reiser

SV Cosmos Aystetten blickt nach einer 1:3-Niederlage im Kellerduell beim FC Gundelfingen ungemütlichen Zeiten entgegen

Der SV Cosmos Aystetten hat die Auftaktpartie der Fußball-Landesliga Südwest im Jahr 2019 verloren. Nach der 1:3-Niederlage im Kellerduell beim FC Gundelfingen sind die Schützlinge von Trainer Marco Löring vom Gegner überholt und nun gleich mal auf einen der Abstiegsrelegationsplätze zurückgefallen. Es deutet sich ein ungemütliche Frühjahr für die Blau-Weißen an, zumal im nächsten Schlüsselspiel am kommenden Sonntag gegen den SV Mering mit Benjamin Sakrak eine weitere Stütze fehlen wird.

Der Aystetter Abwehrrecke sah in die 79. Minute die Rote Karte, als er den eingewechselten Brasilianer Daniel Caesar Viano dos Santos erst über das halbe Spielfeld verfolgte und schließlich dann doch kurz vor der Strafraumgrenze niederringen musste. Schiedsrichter Gürkan Günebakan wertete diese Aktion zu Recht als Notbremse. Den daraus resultierenden Freistoß versenkte Elias Weichler zum 3:1. Damit war der Drops gelutscht. Dieses Szene war der Knackpunkt in einer Partie, in der die unermüdlich kämpfenden Aystetter drauf und dran war, eine Aufholjagd zu starten.

Bereits nach 180 Sekunden zappelt der Ball im Netz

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In einer eher schwachen ersten Halbzeit waren die Gäste noch überhaupt nicht auf dem Platz, als Tarik Öz bereits nach 180 Sekunden Valentin Coca mit einem Schuss ins kurze Eck überraschte und den Führungstreffer für den bayerischen Hallen-Vizemeister erzielte. Dümmer hätte es für den SV Cosmos kaum kommen können. Die Mannschaft musste sich erst daran gewöhnen, dass Co-Trainer Aleksandar Canovic für den mit einer Funktionssperre belegten Marco Löring an der Seitenlinie stand. Der Chefcoach, der den gesamten Spieltag keinen Kontakt zu seiner Mannschaft haben durfte und die Partie von den Zuschauerrängen aus verfolgte, dürften sich nicht nur nach diesem Gegentor die Haare gesträubt haben. Auch beim zweiten Treffer der Gundelfingen machten Abwehr und Torhüter keine gute Figur. Jonas Schneider wurde im Strafraum völlig außer acht gelassen und bedankte sich mit dem 2:0 (44.). Dazwischen hatten die Aystetter rund 20 Minuten zwar die Spielkontrolle, waren jedoch im Angriff viel zu harmlos. Lediglich zwei Freistöße durch Robert Markovic-Mandic, der dreimal geblockt wurde (15.), und Max Drechsler, dessen Schuss Daniel Dewin aus dem Winkel fischte (21.) sowie ein Schuss von Maximilian Heckel ans Außennetz (34,) sorgten für einen Hauch von Gefahr. Auch den Gastgebern fehlte die Präzision. Julian Elze (38.) und Tarik Öz (38.) zielten über den Kasten von Valentin Coca.

Nach dem Wechsel sorgten zunächst wieder der FC Gundelfingen für Alarm. Julian Bergmair rettete für seinen bereits geschlagenen Torhüter auf der Linie gegen Michael Grötzinger (51.), Dejan Mijailovic klärte in letzter Sekunde vor Jonas Schneider (64.).

Mit den Einwechslungen von Florian Linder und Stefan Schnurrer, der in seinem ersten Spiel gleich die Kapitänsbinde von Thomas Hanselka übernehmen durfte, setzte man bei den Cosmonauten alles auf eine Karte. Und es funktionierte. In der 68. Minute gelang Patrick Szilagyi nach Vorarbeit von Florian Linder der 2:1-Anschlusstreffer. „Nach den beiden Wechseln waren wir bis zu den Roten Karte dran“, analysierte Aleksandar Canovic nach dem Schlusspfiff, „dann wurde es natürlich schwierig.“ Insgesamt haben man zu viele individuelle Fehler gemacht. Canovic: „Beim 0:1 waren wir noch gar nicht auf dem Platz.“

FC Gundelfingen: Dewein – Grötzinger, Schnelle, Reutter, Weichler, Winkler, Kühn, Braun, Elze (87. Rolle), Öz (90. Rembold), Schneider (76. Viano dos Santos).

SV Cosmos Aystetten: Coca – Bergmair, Berisha, Sakrak, Klotz – Mijailovic – Szilagyi (86. Britsch), Markovic-Mandic, Heckel (58. Linder) – Hanselka (63. Schnurrer), Drechsler.

Tore: 1:0 Öz (2.), 2:0 Schneider (44.), 2:1 Szialgyi (68.), 3:1 Weichler (80.). – Schiedsrichter: Gürkan Günebakan (Alemannia München). – Zuschauer: 260. – Rote Karte: Sakrak (Aystetten/79.)

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