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Westheim

13.09.2019

Schlusslicht landet Befreiungsschlag

Mit Erfolg stemmten sich Benedikt Betscher und die SpVgg Westheim Sebastian Müller und dem TSV Zusmarshausen entgegen. Er und Marco Spengler (links) trafen beim 4:2-Sieg.
Bild: Marcus Merk

Die bisher punktlose SpVgg Westheim stürzt den TSV Zusmarshausen in die Krise

Obwohl die Saison noch wahnsinnig jung ist, wartet bereits am fünften Spieltag der Kreisliga Augsburg das ein oder andere richtungsweisende Spiel. Eines davon fand schon gestern Abend statt. Dabei feierte das bisher punktlose Schlusslicht SpVgg Westheim mit 4:2 gegen den TSV Zusmarshausen den ersten Saisonsieg. Am Sonntag empfängt der TSV Täfertingen Mitaufsteiger TSV Kriegshaber im Duell um die Abstiegsplätze, während sich der FC Horgau mit dem TSV Dinkelscherben im ersten Spitzenspiel der Saison misst. Doch auch der SSV Anhausen muss gegen den FC Haunstetten aufpassen, nicht in die gefährliche Tabellenregion abzurutschen.

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SpVgg Westheim – TSV Zusmarshausen 4:2 (0:0). Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und der richtigen Einstellung konnte die SpVgg gegen den TSV Zusmarshausen ihren ersten Saisonsieg feiern. In der ersten Halbzeit war die Begegnung ausgeglichen und somit ging es torlos in die Pause. Nach einem Abstimmungsfehler in der Gästeabwehr nutzte Westheims Marco Spengler, der in Durchgang eins mit der größten Möglichkeit an Raif Husic gescheitert war, die Chance schob zur Führung ein (56.). Nach einer kämpferischen Einzelaktion erhöhte wenig später Benjamin Walter (59.) auf 2:0. Postwendend gelang Zusmarshausen durch einen Kopfballtreffer von Sebastian Müller (61.) der Anschlusstreffer. Nach einem schönen Spielzug über Benjamin Walter erzielte Benedikt Betscher (69.) per Flugkopfball das 3:1. Nur zwei Minuten später verkürzten die Gäste durch Marc Wimmer (71.) auf 3:2 und die Partie wurde wieder spannend. Christian Wink hatte den Ausgleich auf dem Fuß, sein Schuss streifte das Westheimer Gehäuse. Der erlösende und spielentscheidende Treffer gelang Marius Dußler (85.) mit seinem ersten ballkontakt direkt nach seiner Einwechselung. (svw)

FC Horgau – TSV Dinkelscherben. Auch eine Woche nach dem 1:1-Remis im Derby gegen den TSV Zusmarshausen schüttelt Horgaus Spielertrainer Franz Stroh noch immer den Kopf. „Damit kann ich immer noch nicht leben. Wir waren deutlich überlegen und hatten viele Chancen. Leider haben wir uns in Hälfte zwei von Emotionen und Härte beeinflussen lassen. Das darf uns so nicht passieren. Es fühlt sich an wie eine Niederlage“, redet sich der 36-Jährige den Frust von der Seele. Die Freude auf das erste Spitzenspiel in der Saison gegen den TSV Dinkelscherben ist dennoch groß. „Michael Finkel ist der einzige Trainer, der von Ambitionen um den Aufstieg spricht“, zollt Stroh seinem Gegenüber vollsten Respekt. „Und das zu Recht. Sie haben viel Offensivqualität, sind eine junge Mannschaft und verfolgen nahezu die gleiche Philosophie wie wir. Ich freue mich drauf.“

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Finkel hatte ebenfalls mit dem Spiel vom vergangenen Wochenende tagelang zu kämpfen. „Wenn man dreimal in Rückstand geht und am Ende als Sieger vom Platz geht, ist das ein sehr positives Erlebnis, das wir mit in das Spiel gegen Horgau nehmen wollen“, erklärt der 41-Jährige nach dem 7:4 gegen Kissing. Dennoch gibt sich Finkel vor dem Duell gegen den Mitfavoriten selbstkritisch. „Zusammengefasst können wir zwar mit der bisherigen Punkteausbeute (sieben/ Anm. d. Red.) leben. Doch es werden noch stärkere Gegner kommen. Da müssen wir uns definitiv steigern und Konstanz reinbringen, um oben mitreden zu können“, ist Finkel ehrlich.

TSV Täfertingen – TSV Kriegshaber. Täfertingens Trainer Antonio Cuevas ist sich der Brisanz der bevorstehenden Aufgabe bewusst. „Ich sage es jetzt, wie es ist: Es ist ein sehr wichtiges Spiel für uns. Das müssen wir gewinnen. Kriegshaber ist eine Mannschaft, die man schlagen muss, will man in der Liga bestehen“, nimmt der 39-Jährige kein Blatt vor den Mund. Die beiden Aufsteiger trennen gerade einmal drei Punkte. Nur ein Sieg verschafft dem TSV Täfertingen für die kommenden Wochen etwas Luft. In diese Bredouille hat sich die Cuevas-Elf aber selbst gebracht. Wie schon gegen den TSV Zusmarshausen (2:3) führte der TSV auch gegen die SpVgg Lagerlechfeld verdient nach einer starken Anfangsphase, zog am Ende aber dann doch den Kürzeren (1:2). „Wir liefern vernünftige Spiele ab und haben eigentlich auch die erfahrenen Spieler für die Kreisliga in unseren Reihen“, weiß Trainer Cuevas. „Doch es sind immer wieder die Kleinigkeiten, die uns um den Ertrag bringen. Die müssen wir versuchen abzustellen.“ Zur Freude des 39-Jährigen ist Kapitän Simon Weis nach überstandener Verletzung wieder an Bord. „Das macht definitiv etwas aus“, erklärt Cuevas.

SSV Anhausen - FC Haunstetten. Weihnachten ist zwar noch in weiter Ferne, der SSV Anhausen hat dennoch schon damit begonnen, ordentlich Geschenke an die Konkurrenz zu verteilen. Bei der 2:4-Niederlage beim TSV Göggingen waren es gleich drei Treffer, die sich der SSV nahezu selbst reingehauen hat. „Das spiegelte die bisherige Saison wider. Wenn wir Gegentore kassieren, dann durch grobe Fehler unsererseits. Dennoch geht der Blick jetzt wieder nach vorne“, erklärt Spielertrainer Benedikt Schmid. Analog zu den Aufeinandertreffen in der vergangenen Saison erwartet der 28-Jährige jedoch auch gegen den FC Haunstetten ein sehr enges Spiel. „Zudem ist der FC holprig in die Saison gestartet. Sie müssen punkten“, weiß Schmid. Zu Hause im Anhauser Tal ist der SSV jedoch eine Macht. Bislang konnten Schmid und Co. beide Heimspiele der Saison gewinnen – das soll auch gegen die Augsburger so bleiben. Zur Freude des 28-Jährigen greift mit Johannes Seipt der letztjährige Toptorjäger wieder ins Geschehen ein (11 Tore/5 Assists). „Er wird uns mit seiner Torgefahr und ganz besonders mit seiner Einstellung und Präsenz auf dem Platz guttun“, so Schmid.

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