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Altenmünster

11.07.2019

Schulterschluss für den Klassenerhalt

Den Schulterschluss für den Klassenerhalt proben auch die Neuzugänge des SC Altenmünster. Von links Alessandro Kadura, Dominik Saule, Andreas Haid, Christian Abraham, Alexander Schmid, Tom Vogt und Walter Rappel. 
Bild: Oliver Reiser

Obwohl das zweite Jahr immer das schwerste ist und zwei Eckpfeiler fehlen, will der SC Altenmünster die Zweifler erneut Lügen strafen

Der AL-Kickoff-Check geht weiter. Nach dem SV Cosmos Aystetten aus der Bezirksliga Süd ist heute der SC Altenmünster aus der Bezirksliga Nord an der Reihe.

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Hin & weg

Mit Senkrechtstarter Fahad Barakzaie (zum Bayernligisten TSV Schwabmünchen) und Abwehrchef Sergej Scheifel (pausiert) hat der SCA zwei tragende Pfeiler verloren. Die Neuzugänge Dominik Saule (SV Roggden), Alessandro Kadura (FC Emersacker), Andreas Haid (TSV Zusmarshausen), Alexander Schmid (TSV Offingen) oder Christian Abraham (TuS Mörscheid) bezeichnet Trainer Peter Ferme als hoffnungsvoll. Wie Abraham, der aus Rheinland-Pfalz ins Zusamtal zog, hat sich auch Walter Rappel (FC Königsbrunn) von selbst beim SCA angetragen. Der 46-Jährige ist nach wie vor topfit. Aus der Jugend der JFG Holzwinkel kommen Fabian Hirle, Tom Vogt und Maximilian Riendl. Max Stöckle (TSV Zusmarshausen), Julian und Marius Henkel (SV Adelsried) und Maximilian Rith (SSV Neumünster) haben den Verein verlassen. Max Wollmann, Tobias Scherer und Daniel Kraus pausieren. „Mit 22 Spielern ist der Kader gut besetzt“, freut sich Ferme, „aber es wird auch schwierig, die Entscheidung zu treffen, wer spielt und wer nicht.“

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Coach & Co

Für den 32-jährigen Peter Ferme ist es die erste Trainerstelle. Die letzten zwei Jahre war er beim SCA als Co-Trainer unter Goran Boric an den Erfolgen beteiligt. Der Slowene ist aber kein unbeschriebenes Blatt. In seiner Heimatstadt Celje hat er Sport studiert und mit den UEFA-Trainerscheinen A, B und C bereits sieben Jahre im Jugendbereich gearbeitet, nachdem eine Verletzung den Sprung in die erste slowenische Liga verhindert hat. Auch beim FC Langweid war er als Jugendtrainer tätig. Sein Problem: „Die meisten wollten nur Spaß haben.“ Beim SCA erhält Ferme Unterstützung von Aldin Kahrimanovic (Co-Trainer), Harald Pomp (Torwarttrainer), Sophia Hartmann, Michael Surger (Betreuung), Teammanager Florian Seizmeier und Abteilungsleiter Oliver Osterhoff. „Das Klima in diesem Team ist sehr gut“, sagt Ferme, dessen Ziel es ist, in absehbarer Zeit nur noch als Trainer zu fungieren. „Wenn ich helfen kann, spiele ich, wenn ich aber sehe, dass ein anderer gleich gut ist, mache ich gerne Platz.“

Glücks- & Sorgenkinder

Vom Hoffnungsträger zum Sorgenkind. Nach sechs gespielten Minuten im ersten Vorbereitungsspiel hat sich der fest für die Innenverteidigung eingeplante Bastian Kienle das Kreuzband gerissen und wurde bereits operiert. Noch nicht im Einsatz war Max Riendl, der erst seinen 18. Geburtstag abwarten muss, der aber laut Ferme zu einem Glückskind werden könnte. Ob sich Patrick Pecher zum Glücks- oder Sorgenkind entwickelt, muss sich erst herausstellen. Noch immer laboriert der Torjäger, der vergangene Saison nur zwölf Spiele absolviert hat, an hartnäckigen Leistenproblemen.

Plus & Minus

„In den vergangenen zwei Jahren hat sich ein Vertrauen in die eigene Stärke entwickelt“, hat Peter Ferme den positiven Zusammenhalt und einen Kampfgeist bis zum Ende als Stärken seiner Truppe ausgemacht. „Bei uns zu spielen, ist nicht so leicht“, verweist er auch auf die Heimstärke. Baustellen sind momentan noch die Innenverteidigung („Da versuchen wir gerade, Lösungen zu finden.“) und einige von ihm eingeführte Neuerungen. „Das ist manchem noch nicht vertraut. Es dauert, bis sich das eingespielt hat.“ Auch die Chancenverwertung gehört zu den Schwachpunkten.

Test & Taktik

Drei Spiele, drei Siege – doch den Ergebnissen der Testspiele misst Peter Ferme keine große Bedeutung zu. „Wichtig ist, dass wir als Mannschaft funktionieren. Jeder muss wissen, welche Aufgabe er zu erfüllen hat, dass wir wissen, wer wann den Fehler gemacht hat. Dann können wir das klar ansprechen und verbessern.“ Dann könne man langsam und in kleinen Schritten nach vorne gehen. Gespielt werden soll nach wie vor in einem 4-3-3-System.

Wunsch & Wirklichkeit

Für Ex-Trainer Goran Boric war der Klassenerhalt der größere Erfolg als der Aufstieg. Peter Ferme hat keine Angst vor dem zweiten Jahr: „Wir wollen zeigen, dass diese Klasse unsere Klasse ist, dass der Aufstieg und der Klassenerhalt kein Zufall waren. Wir haben mit einem Dominik Osterhoff, der eine überragende Saison gespielt hat, Abwehrchef Sebastian Kaifer oder Aldin Kahrimanovic, der zwar nicht ganz fit, aber trotzdem unser Denker und Lenker ist, die Qualität, den Ligaerhalt zu schaffen. Ob alles so gut klappt, müssen wir schauen.“

AL-Prognose Als Absteiger Nummer eins gehandelt hat der SCA vergangene Saison alle Experten Lügen gestraft. Ob das ein zweites Mal gelingt? Da mit Scheifel und Barakzaie zwei Säulen wegfallen und das zweite Jahr meist das schwierigere ist, zählen die Zusamtaler wieder zu den Teams, für die der Klassenerhalt das Maß aller Dinge ist.

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