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Neusäß

21.01.2019

SpVgg Westheim feiert Premiere

Die Sportart verwechselt scheint hier Felix Simon zu haben. Trotzdem setzte er sich mit dem TSV Steppach im Halbfinale gegen den TSV Täfertingen (rechts Ali Gürler) durch.
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Die Sportart verwechselt scheint hier Felix Simon zu haben. Trotzdem setzte er sich mit dem TSV Steppach im Halbfinale gegen den TSV Täfertingen (rechts Ali Gürler) durch.
Bild: Marcus Merk

Kreisligist fährt nach Finalsieg gegen Steppacher Youngsters erstmals zur Endrunde

In der Eichenwaldhalle in Neusäß wurde gestern nicht nur die Vorrunde zur Landkreismeisterschaft kommenden Sonntag in Diedorf ausgetragen, sondern auf inoffizielle Art und Weise auch das am besten kickende Team im Stadtgebiet gesucht, da alle sechs teilnehmenden Mannschaften eben diesem entstammten.

Das Kräftemessen hatte trotz der fußballerisch teilweise schwachen Vorstellungen einiges zu bieten, denn die geografische Nähe der Kontrahenten sorgte hin und wieder für erhöhten Blutdruck und eine niedrige Hemmschwelle bei den Aktiven. So sah Westheims Noah Waschkut beim Sieg gegen Ottmarshausen aufgrund von Undiszipliniertheiten die Gelb-Rote Karte. Das wirkte sich aber nicht negativ aus, wie die 228 zahlenden Zuschauer später noch erfahren sollten.

Der andere Favorit TSV Neusäß tat sich trotz des 4:1-Auftakterfolgs gegen den TSV Täfertingen etwas schwerer, wie man auch am 2:2 gegen den Hainhofener SV erkennen konnte. Deren Fans schickten sich währenddessen an, einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, denn mit einer kleinen Choreographie und lauten Gesängen – auch nachdem ihre Mannschaft schon ausgeschieden war – sorgten sie für ein kleines Highlight und hatten somit die Stimmungshoheit inne. Ebenfalls schon frühzeitig die Segel streichen musste der SV Ottmarshausen, der seine derzeitige Tabellenführung in der A-Klasse nicht auf das Hallenparkett bringen konnten.

In den ersten Hälften der Begegnungen fielen wenig Tore, erst im zweiten Durchgang schienen die meisten Akteure aufzuwachen - oder aber auch gar nicht. Denn bei der Partie Westheim gegen Steppach wollte der Ball über 20 Minuten nicht den Weg ins Netz finden. Vor der K.o.-Runde mussten sich diese auch noch im Siebenmeterschießen duellieren, da beide die gleiche Punktzahl sowie dasselbe Torverhältnis aufwiesen. Mit besserem Ende für die Jungspunde aus Steppach, denn deren Altersdurchschnitt lag bei sagenhaften 20,4. Dies erfüllte Trainer Jürgen Rößle selbstverständlich auch mit einer Menge Stolz: „Alles aber natürlich eigene Jugendarbeit, das muss ich dazusagen. Das ist jetzt, sage ich mal, 15 Jahre Jugendarbeit, die man da investiert hat.“

Im ersten Semifinale stand die Neuauflage des letztjährigen Endspiels in der Stadtberger Vorrunde zwischen Neusäß und Westheim auf dem Plan und in diesem brannten die Kicker vom Kobel ein wahres Feuerwerk ab. Mit 6:1 wurde der Finaleinzug klargemacht, der Gegner hatte nicht den Hauch einer Chance. Das zweite Halbfinale hielt für die Steppacher erneut ein Siebenmeterschießen bereit, da es zuvor 1:1 gegen Täfertingen stand. Dies wurde erneut gewonnen, wenngleich der Kreisligist im Finale schließlich eine Nummer zu groß war. Der TSV nutzte am Ende die eigenen Möglichkeiten zu wenig, konträr dazu hatte Westheim Knipser Marco Spengler. Dieser erzielte wie Täfertingens Nicolas van der Werf mit vier Toren die meisten – allein im Finale waren es zwei.

Das hitzige Endspiel wurde jedoch überschattet von einer Schrecksekunde, als SpVgg-Kapitän Patrick Fendt ohne Fremdeinwirkung zu Boden sank, doch nach dem Spiel konnte dieser schon wieder humpeln und erklärte, die Mannschaft sei in das Turnier „mit dem klaren Ziel in die Endrunde zu wollen“ gegangen. Westheim spielt nun zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte um den Hallen-Landkreismeistertitel, mit dieser Leistung müssen diese sich dort auch nicht verstecken.

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