Anhausen

16.11.2019

Spannender Kampf um Platz zwei

Die Routiniers Josef Guggenberger und Benedikt Schmid sind zwei der Aktivposten beim SSV Anhausen, der in dieser Saison mehr oder weniger überraschend im Rennen um den Relegationsplatz mitmischt.
Bild: Oliver Reiser

TSV Dinkelscherben, SSV Anhausen und TSV Zusmarshausen buhlen um den Relegationsrang in der Kreisliga Augsburg

Unfassbar, wie eng die Fußball-Kreisliga Augsburg auch in diesem Jahr wieder ist. Gleich sechs Mannschaften buhlen um den Platz in der Aufstiegsrelegation, darunter der TSV Dinkelscherben, SSV Anhausen und TSV Zusmarshausen. Die SpVgg Westheim ist nach ihrem fünften Saisonsieg aus dem gröbsten raus, während der TSV Täfertingen nur noch in die Winterpause möchte.

TSV Täfertingen – TSV Zusmarshausen. Unterschiedlicher könnte die Ausgangslage vor dem Landkreisderby nicht sein. Während in Zusmarshausen völlige Zufriedenheit über Rang fünf herrscht, wird die Luft für Aufsteiger Täfertingen im Tabellenkeller immer dünner. Tor erzielt, Führung verwaltet, zweimal nachgelegt - „Sowas würde ich mir öfter wünschen“, resümiert Zus-Coach Thomas Weber nach dem 3:0-Bilderbuchsieg gegen den FC Königsbrunn. „Wenn wir so spielen, hat auch Täfertingen keine Chance“, stellt der 39-Jährige klar. Unterschätzen dürfe man den Tabellenvorletzten aber keinesfalls. „Enger Platz, ein eigentlich guter Gegner mit Qualität, der aber gegen den Abstieg spielt – alles Zutaten für ein heißes Spiel“, so Weber, der womöglich auf Christian Wink, Daniel Neff und Mark-André Wimmer verzichten muss.

Sein Gegenüber Antonio Cuevas sehnt verständlicherweise die Winterpause herbei. „Wir sind alle froh, wenn es in den Winter geht und wir mit den Wiedergenesenen und Neuzugängen im Frühjahr noch mal angreifen können“, erklärt der 39-Jährige. Und dennoch schließe er einen Punktgewinn gegen den TSV Zusmarshausen nicht aus. „Wir hätten gegen Westheim bereits einen Punkt verdient gehabt. Zu Hause auf unserem kleinen Platz ist nun alles möglich“, so Cuevas, in dessen Kader schon seit Wochen Stürmer Mensur Basholli fehlt.

Spannender Kampf um Platz zwei

SSV Anhausen – SpVgg Lagerlechfeld. Ebenfalls auf Tuchfühlung mit den Aufstiegsrängen befindet sich überraschenderweise der SSV Anhausen. Auch beim 0:0-Remis auf dem Kaiserberg hatte sich der Tabellendritte gegen den TSV Dinkelscherben bewährt. „Dort sind schon ganz andere Teams unter die Räder gekommen“, hält Spielertrainer Benedikt Schmid fest und brachte damit seine Zufriedenheit zum Ausdruck. „Wir haben körperlich dagegengehalten und diszipliniert agiert – ein verdienter Punktgewinn.“ Ginge es nach Schmid, könnten gegen Aufsteiger SpVgg Lagerlechfeld gut und gerne erneut drei Zähler auf der Anhauser Alm bleiben. Die Statistik spricht zumindest für den SSV, der zu Hause bislang 15 von 18 möglichen Zähler einsackte. Zudem wolle Schmid Wiedergutmachung betreiben. „Das Hinspiel war das mit Abstand schlechteste Spiel in diesem Jahr“, mahnte der 28-Jährige.

Kissinger SC – SpVgg Westheim. Nach einer kampfbetonten Schlammschlacht auf tiefem Untergrund ist die SpVgg Westheim nach dem 2:1-Derbyerfolg gegen den TSV Täfertingen zurück in der Erfolgsspur und damit endgültig raus aus dem Tabellenkeller. „Am Ende verdient, dennoch hatten wir Glück, dass sie nicht das 0:2 nachlegten“, gab Trainer Oliver Haberkorn offen zu. Der 35-Jährige hatte aber indes auch gut Lachen und nimmt den verkorksten Saisonstart mittlerweile mit Humor. Haberkorn: „Fakt ist, wir haben nach dem ersten Rückrundenspieltag schon mehr Punkte geholt als in den ersten vier der Hinrunde.“ Auch gegen den Kissinger SC soll nun die Wiedergutmachung gelingen. „Da ist es auch egal, ob sie ein Bezirksliga-Absteiger sind, der bisher hinter den Erwartungen geblieben ist“, erwartet der 35-Jährige eine ähnlich engagierte Leistung wie gegen Täfertingen. Wieder mit an Bord sind Stefan Merk und Patrick Höfele.

TSV Schwabmünchen II – FC Horgau. Den Rückrundenauftakt hat der FC Horgau vom Sofa aus verfolgen müssen. Die Partie gegen den Kissinger SC wurde auf den ersten Advent verlegt (1. Dezember). Aus dem Rhythmus habe die Zwangspause den Tabellenführer aber nicht gebracht, versichert zumindest Spielertrainer Franz Stroh. „Jetzt gilt es in Schwabmünchen an die Vorrunde anzuknüpfen“, erklärt der 37-Jährige voller Tatendrang. Doch die Bayernliga-Reserve hat nach dem 0:6 in Göggingen einiges wiedergutzumachen. „Ich erwarte eine viel stärkere Mannschaft, die auf diese Niederlage eine Reaktion zeigen wird. Zudem spielen sie nicht zeitgleich mit der ersten Mannschaft und werden das nutzen“, warnt Stroh. Darüber hinaus hat der Tabellenführer noch immer mit personellen Problemen zu kämpfen. Die Pechsträhne bei den Vogele-Brüdern hält an. Maximilian hat sich abermals eine muskuläre Verletzung zugezogen.

FC Königsbrunn – TSV Dinkelscherben. Mussten sich die Kicker vom Kaiserberg noch vor wenigen Wochen mit Abstiegssorgen herumplagen, werden aktuell die Ansprüche wieder etwas höhergesteckt – und das völlig zu Recht. „Ich hätte gerne gewonnen. Wir hatten unsere Hochkaräter. Ein dreckiger 1:0-Sieg wäre da schon drin gewesen“, ärgert sich Trainer Michael Finkel am Ende doch etwas über den verpassten Vorstoß auf Rang zwei durch das 0:0 gegen den direkten Konkurrenten SSV Anhausen. Doch seit sieben Spielen ist der TSV Dinkelscherben ungeschlagen und das soll auch in den letzten beiden Spielen gegen die Abstiegskandidaten FC Königsbrunn und TSV Täfertingen so bleiben. „Wir wollen uns vor der Winterpause positionieren, um in der Frühjahrsrunde nochmals oben angreifen zu können. Sechs Punkte sind ganz klar das Ziel“, erklärt der 41-Jährige.

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