Neumünster

24.05.2019

Spannung bis zum letzten Schuss

Nach 120 Minuten und einem Elfmeterschießen konnten der SSV Neumünster den Klassenerhalt in der Kreisliga bejubeln. Von links Patrick Neubauer, Tobias Marx, Bastian Horter, Fabian Bamberger, Pascal Schrodi, Timon Rauner, Jürgen Litzel, und Simon Weschta.
Bild: Oliver Reiser

Nach 120 Minuten und Elfmeterschießen sichert sich der SSV Neumünster-Unterschöneberg auf den allerletzten Drücker den Kreisliga-Klassenerhalt

Während die Releganten aus den Augsburger Kreisligen drei Spiele gewinnen müssen, genügt im Kreis Donau ein einziger Sieg, um in der Kreisliga zu verbleiben. Diese Gelegenheit nutzte am gestrigen Abend der SSV Neumünster-Unterschöneberg. Im Relegationsspiel vor 700 Zuschauern in Holzheim bezwang der West-Kreisligist seinen Pendanten aus dem Norden, den TSV Unterthürheim, mit 6:4 (1:0/2:2) nach Verlängerung und Elfmeterschießen. Der SSV Neumünster-Unterschöneberg hat damit eine in der Frühjahrsrunde völlig verkorkste Saison auf den allerletzten Drücker noch gerettet.

Der TSV Unterthürheim hatte sich erst am letzten Spieltag durch einen Treffer in der Nachspielzeit in dieses Endspiel gegen den Abstieg gerettet, während Neumünsters Punktevorrat aus der Vorrunde nach einer schwachen Frühjahrsperformance langsam zusammengeschmolzen war, wie der Schnee in der Sonne. Das führte bereits vor einigen Wochen zu einem Trainerwechsel. Jan Schrodi hatte Frank Schmuderer abgelöst.

Das Duell der Kontrahenten, die beide dem ehemaligen Landkreis Wertingen zugehörig waren und viele Zuschauer nach Holzheim gelockt hatten, begann zunächst der mit dem besseren Sturm ausgestattete SSV Neumünster furios. Wäre nicht Unterthürheims Torhüter Andreas Eisenkolb gewesen, der gegen Bastian Horter und Pascal Schrodi jeweils zweimal glänzend reagierte, der TSV wäre schon früher als in der 26. Minute in Rückstand geraten. Nach einem weiten Ball von David Lörcher legte Pascal Schrodi quer und Bastian Horter, schoss zum hochverdienten 1:0 ein (26.). In der Nachspielzeit der ersten Hälfte rettete Michael Neher gegen den ehemalige Regionalligaspieler bei der SpVgg Bayreuth auf der Linie.

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Unmittelbar nach dem Wechsel scheiterte Horter erneut an Eisenkolb (46.). Drei Minuten später setzte sich Pascal Schrodi kraftvoll durch und vollendete filigran zum 2:0 (49.). Wenn sich Unterthürheim dem Neumünsterer Tor bisher genähert hatte, dann nur behutsam und harmlos. Das änderte sich in der 60. Minute, als Christoph Wirth artistisch zum 2:1-Anschlusstreffer erfolgreich war.

Ein Tor aus dem Nichts, das dem TSV wieder Auftrieb gab. Nachdem David Lörcher den Ball über den Torwart, aber auch am Kasten vorbei lupfte (62.), Weschta am Torhüter scheiterte (77.) und Horter nur den Pfosten traf (78.), kam es, wie es kommen musste. Erst knallte Alexander Baur an den Pfosten, dann Alexander Lechner zum 2:2 ins Netz (83.).

In der Verlängerung bewahrte Torhüter Rättig seine Mannschaft zunächst vor einem Rückstand, als er einen Schuss von Daniel Gumpp sensationell aus dem Winkel fischte (95.). Dann verpassten Pascal Schrodi (109.), Frank Schmuderer (116.) und Franz Behmer (119.) erneut die endgültige Entscheidung. Diese fiel schließlich im Elfmeterschießen, in dem Benedikt Rättig gegen Michael Neher parierte und Rainer Mattes traf den Pfosten.

SSV Neumünster: Rättig – Neubauer, T. Rauner, Füßmann, Schmuderer – Lörcher, Litzel – Horter, Weschta, P. Schrodi, Wink. (Bamberger, Marx, Behmer)

TSV Unterthürheim: Eisenkolb – Matthes, Neher, Binswanger, Mair – Schäffler, Wirth, Hirn, Lechner – Heindl, Gumpp. (Rigel, Reutner, Baur)

Tore: 1:0 Horter (27.), 2:0 P. Schrodi (48.), 2:1 Wirth (60.), 2:2 Lechner (83.). – Elfmeterschießen: 2:3 Gumpp, 3:3 Weschta, 3:4 Rigel, 4:4 Wink, 5:4 Lörcher, 6:4 P. Schrodi. – Schiedsrichter: Jonathan Schädle (Wörnitzstein). – Zusch.: 700.

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