Bezirksliga Nord

03.09.2018

Spektakuläres war Mangelware

Solch spektakuläre Szenen, wie sie hier Meitingens Nemanja Ranitovic vollführt, waren beim 3.0-Sieg gegen den FC Affing Mangelware. Emanouil Chouiloulidis und René Heugel (von links) bestaunen die akrobatische Einlage ihres Mannschaftskameraden.
Bild: Karin Tautz

TSV Meitingen nimmt sich die Kritik zu Herzen und fertigt den Aufsteiger FC Affing mit einem schmucklosen Sieg ab

Weil sich ein paar Stammspieler spontan in den Urlaub verabschiedeten, zogen über die Lechauen mal wieder dunkle Wolken. Doch scheinbar haben sich die Bezirksliga-Kicker des TSV Meitingen die harsche Kritik aus allen Ecken zu Herzen genommen. Beim 3:0 (1:0) gegen den FC Affing ließen die Lechtaler nichts anbrennen und agierten über 90 Minuten sehr souverän. Matthias Schuster schnürte erneut einen Doppelpack.

Im Gegensatz zu anderen Sportarten steht Fußball meist für packende Zweikämpfe, schöne Tore und Abschlüsse sowie Emotionen auf und um das Feld. Doch beim ersten Aufeinandertreffen des TSV Meitingen und Aufsteiger FC Affing war von alledem nichts zu sehen. Nach 20 Minuten musste Ex-Meitinger und Affing-Schlussmann Benjamin Seidel erstmals eingreifen, als René Heugel über die linke Seite in den Strafraum drang. Von Gefahr konnte man bei dessen Abschluss jedoch nicht wirklich sprechen. Auch der Führungstreffer des Gastgebers ereignete sich aus dem Nichts. Martin Bader flanke das Spielgerät von weit außen einfach mal scharf in die Mitte und fand überraschend Matthias Schuster, der nur noch den Kopf hinzuhalten brauchte (28.). Ansonsten spielte sich alles im Mittelfeld ab. Affing überraschend verhalten, teilweise gar verängstigt und ohne jegliche Idee. Selbst die Stärke, über schnelle Konter viel Raum zurückzulegen, verließ den Aufsteiger am heutigen Tag.

Für die Entscheidung sorgte dann wieder einmal TSV-Trainer Pavlos Mavros, der bei seiner Einwechslung von Alexander Heider und Marco Lettrari zur zweiten Hälfte wieder einmal ein glückliches Händchen bewies. Einen 70-Meter-Pass von Innenverteidiger Christian Lang fand keine zehn Minuten später den eingewechselten Heider und überraschte die gesamte Affinger Defensive. Bora Kalkan blieb nichts mehr anderes übrig, als den Stürmer zu Fall zu bringen.

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Den fälligen Strafstoß verwandelte Schuster zum 2:0 (53.). In der Folge hatte der Gastgeber plötzlich zahlreiche Chancen, konnte den Sack jedoch erst durch einen Fernschuss des eingewechselten Marco Lettraris zumachen (84.). Für den Aufreger des Spiels sorgte das Phantomtor von Nemanja Ranitovic. Alleine vor Seidel hämmerte er die Kugel an die Unterlatte, die erst wieder zum Boden und dann schrägt gegen das obere Kreuzgestänge prallte und von dort die Gefahrenzone verließ. Tor oder kein Tor, das wusste keiner so recht. Es blieb folglich beim 3:0 für den TSV Meitingen.

TSV Meitingen Wagner, Bauer, Lang, Schuster, Ranitovic, Heugel (77. Wolf), Nießner, Ayanda, Bader (46. Heider), Chouiloulidis (69. Lettrari), Deppner.

FC Affing Seidel, Kalkan, Tremmel, Merwald, Schacherl (61. Piller), Al-Jajeh (78. Sturz), Palatin, Wanner, Lipp, Reiter (61. Kronthaler), Ay.

Tore 1:0 Schuster (28.), 2:0 Schuster (53./Foulelfmeter), 3:0 Lettrari (83.). – Schiedsrichter Sebastian Segmüller. – Zuschauer 180

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