Bezirksliga

19.09.2015

Spiel eins nach dem Trainer-Beben

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Nach dem Ende für die beiden Trainer Paulo Mavros und Ivan Konjevic ist gegen den TSV Wemding nun die Mannschaft gefordert – hier in Person von Marco Strack, Pascal Scherer und Thomas Hanselka (von links).

Nach dem Aus für den langjährigen Coach Paul Mavros steht für Cosmos Aystetten gegen Wemding eine Bewährungsprobe an. Die Aufstellung hat sich das Team selbst gegeben

Hinter dem SV Cosmos Aystetten liegt die ungewöhnlichste Woche seit Langem: Nachdem am Montagabend die beiden bisherigen Trainer Paulo Mavros und Ivan Konjevic den Verein überraschend verlassen mussten, ist es vorbei mit der Ruhe. Abteilungsleiter und Sponsor Thomas Pflüger gibt zu: „So einen Rummel habe ich bislang noch nicht erlebt. Auf unseren nächsten Gegner Wemding haben wir uns nicht explizit vorbereiten können.“ Als klassische Trainer dürfe man sich die Lösung mit dem Trainer der Reserve, Christian Braun, und dem Torwarttrainer Manfred Probst nicht vorstellen, so Pflüger: „Die Aufstellung kommt vom Mannschaftsrat und Kapitän.“

Seitdem die Trennung vom bisherigen Trainerduo bekannt wurde, klingelte das Handy von Pflüger nahezu ohne Unterbrechung: „Es haben sich bestimmt 25 Trainer bei uns vorgestellt – entweder selbst oder über Mittelsmänner und Berater.“ Einen Schnellschuss wird es trotzdem nicht geben: „Natürlich könnte ich jetzt innerhalb von einer halben Stunde einen neuen Trainer verpflichten, aber das möchte ich nicht. Wir suchen jemanden mit der Qualität von Mavros.“ Bis etwas entschieden wird, werden laut dem Abteilungsleiter mit Sicherheit noch etwa zwei Wochen vergehen.

Vertrauen in die Mannschaft und ihre Qualitäten könne man auch so haben: Das Gerüst, das die beiden bisherigen Übungsleiter aufgebaut haben, soll beibehalten werden. Im Wesentlichen soll die Mannschaft spielen, die auch das jüngste Punktspiel gegen Adelzhausen gewonnen hat. Lediglich die Einsätze von Marco Strack und Thomas Hanselka sind derzeit fraglich. In jedem Fall erwartet Aystetten eine Kulisse, wie es sie bislang noch nicht oft gegeben hat. In sozialen Netzwerken wird Werbung für das Spiel gegen Wemding gemacht. Auch der Aystetter Fanclub des FC Bayern, die „Roten Zwerge“, ruft auf seiner Homepage und Facebook-Seite auf, das Spiel zu besuchen. Pflüger selbst hat seine Termine für das Oktoberfest abgesagt, um dabei sein zu können.

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Doch auch so wurde wegen der Trennung vom Trainerduo eher unfreiwillig Werbung für die Partie gemacht. Der Verein geht derzeit von einer Kulisse von rund 300 Zuschauern aus.

Wie die Mannschaft das Theater um den Trainerwechsel verdaut – darauf ist Pflüger selbst gespannt. „Einfacher ist das alles durch die Ereignisse mit Sicherheit nicht geworden. Wir hatten in dieser Woche alle erhöhten Redebedarf. Die Mannschaft hat die überraschenden Ereignisse am Donnerstag schon besser weggesteckt als am Dienstag.“ Einen Sieg soll es trotzdem geben, um am Ende oben dabei zu bleiben. Denn auch wenn die Begleitumstände etwas anderes vermuten lassen würden: Derzeit steht Aystetten auf Platz zwei der Tabelle.

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