Gersthofen

13.09.2019

Spitzenspiel und Kellerduell

Charly Pecher ist wieder da. Am Mittwoch betreute er zusammen mit Ciro Cirano die zweite Mannschaft des TSV Neusäß beim Pokalsieg in Täfertingen.
Bild: Oliver Reiser

Der TSV Gersthofen erwarten den Tabellenführer zum Gipfeltreffen, der TSV Neusäß Schlusslicht SV Stöttwang

Spitzenspiel oder Gipfeltreffen? Die Fußballfreunde haben am heutigen Freitagabend die Wahl. In der Bezirksliga Nord empfängt der TSV Gersthofen als Tabellenvierter den aktuellen Spitzenreiter SC Bubesheim in der Abenstein-Arena zum Gipfeltreffen (Anpfiff 19.30 Uhr). Nicht weniger spannend wird es im Lohwaldstadion, wenn der Vorletzte TSV Neusäß das Schlusslicht SV Stöttwang zum Kellerduell der Bezirksliga Süd erwartet (Anpfiff 19 Uhr).

TSV Gersthofen – SC Bubesheim. „Gegen die oberen Mannschaften haben wir uns bisher immer auf der Höhe gezeigt“, sagt Gersthofens Trainer Florian Fischer. Das habe sich auch beim 2:0 in Hollenbach bewiesen. „Da haben wir nach der 0:2-Niederlage gegen Günzburg wieder unser zweiten Gesicht gezeigt“, lacht der Coach, der nur eines zu bemängeln hatte: „Wir hätten das Spiel früher entscheiden müssen.“ Vor dem Schlager gegen Bubesheim zeigt sich Fischer zuversichtlich. Auch die statistischen Vorzeichen stehen nicht schlecht. In der Spielzeit 2015/16 erzielten die Bubesheimer ihr bislang letztes Tor in Gersthofen. Seither gingen sie in drei Begegnungen leer aus: null Punkte, 0:5 Tore lautet die Ausbeute. Daran sollte sich heute Abend nichts ändern. „Wenn wir die Spannung in der Liga erhalten wollen, sollten wir gewinnen“, so Fischer. „Doch dazu gehört mehr dazu. Etwas Glück und ein klarer Kopf in den entscheidenden Situationen. Gegen die ballsicheren und technisch starken Bubesheimer dürfen wir uns keine Verschnaufpause gönnen.“ Am Kader ändert sich nichts, je nach Taktik könnte jedoch wieder eine gewisse Rotation greifen. Fischer: „Das entscheiden wir nach dem Abschlusstraining.“ (oli)

TSV Neusäß – SV Stöttwang. Der Retter in der Not: Karlheinz Pecher ist nach einem Herzinfarkt zurück an der Seitenlinie des Bezirksliga-Aufsteigers TSV Neusäß. Einen besseren Zeitpunkt hätte er sich für seine Rückkehr nicht aussuchen können. Denn der Tabellenvorletzte muss schleunigst wieder zurück in die Spur finden und Punkte einfahren, will man im Tabellenkeller nicht versacken. Viel hat Pecher in den vergangenen Wochen nicht mitbekommen. „Es ist natürlich schwer, wenn man nicht mitwirken kann. Ich musste tatenlos mitfiebern“, erklärt der 53-Jährige. Zum Wohle der Gesundheit beließ er es aber dabei, lediglich die Aufstellungen und Endergebnisse zu verfolgen – das Telefon nahm er nur selten in die Hand. Doch das hat Pecher keineswegs aus der Bahn geworfen. Schnell hat er sich bei den Lohwaldkickern wieder zurechtgefunden. Bereits am Montag leitete er die erste Trainingseinheit. Sein Fazit: „Da komme ich natürlich in einer sehr schwierigen Phase wieder. Das wird spannend. Doch die personelle Situation ist gerade alles andere als rosig“, fügt er hinzu. Mit Nico Rehm, Moritz Schiele (beide Kreuzbandriss), Ermias Gebisso, Raphael Schimunek (Urlaub), Florian Sedlak, Tim Hobauer (privat verhindert), Justin Kresse (krank) und Spielertrainer Frank Lehrmann (Sperre) fehlen gleich acht Mann. Hinter einem Einsatz der Lazarett-Rückkehrer Schmuck, Siedlaczek, David Schmid und Blenk steht nach wie vor ein großes Fragezeichen. Pechers erste Aufgabe besteht also darin, gegen das Tabellenschlusslicht und direkten Konkurrenten SV Stöttwang eine schlagkräftige Truppe zusammenzustellen. Diese geht er mit einer geballten Ladung Optimismus an. „Die Mannschaft ist intakt, die Einsatzbereitschaft ist auch da. Das wird aber aufgrund der zusammengewürfelten Truppe eine harte Aufgabe, holen sollten wir zuhause aber dennoch etwas“, erklärt der 53-Jährige. (vra)

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