Zusmarshausen

07.09.2019

Stroh schürt das Feuer

Horgaus Trainer Franz Stroh ist gespannt, wer sich im Spitzenspiel durchsetzt: Wir, mit unseren Eigengewächsen, oder der TSV Zusmarshausen mit einer Vielzahl an externen Spielern“, hat er zwei unterschiedliche Philosophien der Vereine ausgemacht.
Bild: Andreas Lode

Im Spitzenspiel TSV Zusmarshausen gegen FC Horgau treffen unterschiedliche Philosophien aufeinander

Bereits am vierten Spieltag der Fußball-Kreisliga Augsburg schauen alle gespannt nach Zusmarshausen. Dort erwartet der heißeste Titelaspirant den aktuellen Tabellenführer FC Horgau, der ordentlich gegen TSV schießt. Indessen muss der TSV Dinkelscherben zurück in die Spur finden, will der Ex-Bezirksligist den Faden zur oberen Tabellenregion nicht zu Beginn der Saison schon verlieren. Die SpVgg Westheim hofft auf ihre ersten Punkte.

TSV Zusmarshausen – FC Horgau. Schon vor dem Derby kochen die Emotionen hoch. Insbesondere bei Horgaus Spielertrainer Franz Stroh. „Ich kaufe ihnen ihr Understatement einfach nicht ab“, schießt der 36-Jährige gegen den Nachbarn. Verständlich, richtet man einmal den Blick auf die getätigten Transfers der letzten Jahre des TSV. Trotz hochkarätiger Neuzugänge aber peilt der TSV offiziell lediglich einen Mittelfeldplatz an. „Ich erwarte einen sehr starken Gegner, der trotz Niederlage am vergangenen Wochenende am Ende unter den ersten Drei landen wird“, meint Stroh. Der Tabellenführer wird auf seinen kompletten Kader, außer die Langzeitverletzten, zurückgreifen können. „Dann werden wir sehen wer sich durchsetzt: Wir, mit unseren Eigengewächsen, oder der TSV, mit einer Vielzahl an externen Spielern“, so der 36-Jährige mit Spitze gegen den TSV Zusmarshausen. Dieser aber habe die 1:2-Niederlage gegen Bezirksliga-Absteiger Kissing bereits aufgearbeitet. „Es fehlte die körperliche und geistige Frische. Da haben sich die Jungs bereits selbst an der eigenen Nase gepackt“, erklärt Trainer Thomas Weber. Denn zum Leistungsabfall beigetragen habe auch ein Besuch auf dem Augsburger Plärrer. Der 39-Jährige bleibt hingegen optimistisch. Weber: „Den Weg, den wir gehen, ist super. Jetzt heißt es einmal schütteln und weiter geht’s. Wir freuen uns auf ein spannendes und intensives Derby.“

TSV Dinkelscherben – Kissinger SC. Als Titelaspirant gehandelt läuft der TSV Dinkelscherben schon vor dem vierten Spieltag seinen Erwartungen hinterher. „Wir hätten schon gerne zwei, drei Punkte mehr zum jetzigen Zeitpunkt auf dem Konto gehabt“, gesteht Trainer Michael Finkel. Doch bislang will es einfach noch nicht rund laufen. Auch bei Aufsteiger Täfertingen musste man angesichts der Chancen auf Seiten der Gastgeber mit einem Punktgewinn zufrieden sein. „Es liegt vor allem daran, dass wir einige Urlauber und Verletzte haben. So gibt es kaum Konkurrenzkampf. Und kann man nicht einigermaßen auf Spielniveau trainieren, sondern nur mit elf Spielern, wird man schnell zur mittelklassigen Kreisliga-Mannschaft“, fügt der 41-Jährige hinzu. Das Aufeinandertreffen gegen Bezirksliga-Absteiger Kissing stuft Finkel als Gradmesser ein. Finkel: „Danach werden wir sehen, wie weit wir wirklich sind, oder ob wir zu unrecht so gelobt wurden.“

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SpVgg Westheim – TSV Schwabmünchen II. Ausfälle hin oder her, die Leistung gegen den FC Horgau kann Trainer Oliver Haberkorn so nicht akzeptieren. „Das war einfach schlecht von uns. Der Sieg für Horgau ging total in Ordnung. Wir haben Kampfgeist und Leidenschaft vermissen lassen“, ärgert sich der 35-Jährige. Und die Spiele werden keinesfalls leichter. Am Wochenende ist die Bayernliga-Reserve des TSV Schwabmünchen zu Gast auf dem Kobel. Dann kommen mit Zusmarshausen und Dinkelscherben zwei Top-Teams der Kreisliga. Personell kann Haberkorn zumindest ein wenig durchatmen. Patrick Höfele ist wieder fit, Johannes Häusler und Benedikt Betscher wieder zurück aus dem Urlaub. „Einfach wird es trotzdem nicht. Kicken können die da alle, trotz jungen Alters. Wir müssen ihnen einfach den Spaß nehmen und aggressiver dagegenhalten als sonst“, meint der 35-Jährige.

TSV Göggingen – SSV Anhausen. Mit zwei Siegen aus drei Spielen kann der SSV Anhausen mehr als zufrieden sein. So hat man nicht nur an die Leistungen aus dem Vorjahr angeknüpft, sondern diese sogar ein wenig übertroffen. „Der 2:1-Sieg gegen Kriegshaber war ein unglaublich wichtiger, der uns Ruhe für die kommenden Wochen verschafft“, resümiert Spielertrainer Benedikt Schmid. Insbesondere die defensive Stabilität könnte in diesem Jahr zum großen Trumpf des SSV werden. Und genau darauf möchte der 28-Jährige gegen den TSV Göggingen bauen. Schmid: „Für mich zählt der TSV seit Jahren zu den Spitzenmannschaften der Liga. Dementsprechend erwarte ich ein schweres Spiel. Schaffen wir es aber, hinten wieder so stabil zu stehen wie gegen Dinkelscherben und Kriegshaber, wird sich gegen uns jede Mannschaft schwer tun.“

SpVgg Lagerlechfeld – TSV Täfertingen. Der Punktgewinn gegen Aufstiegsaspirant TSV Dinkelscherben ist zwar auf dem Papier recht schön, dennoch wäre für den Aufsteiger aus Täfertingen deutlich mehr drin gewesen. „Wir hatten auf jeden Fall die größeren Chancen“, ärgert sich Trainer Antonio Cuevas. Mit der Leistung seiner Mannschaft ist der 39-Jährige aber zufrieden. „Wir haben uns bislang gut verkauft. Es hätte aber der ein oder andere Punkt mehr sein können“, so Cuevas. Der Spanier gibt sich auch vor dem Aufeinandertreffen mit Mitaufsteiger SpVgg Lagerlechfeld optimistisch: „Die Spiele von uns sind immer auf Augenhöhe. Auch gegen Lagerlechfeld bedarf es dafür wieder viel Arbeit und es wird am Ende wieder eine knappe Angelegenheit werden.“

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