Sportskanonen

04.04.2019

Stürze können ihn nicht bremsen

Felix Hesse ist bereit für die neue Saison im Motocross. Nach einem Sturz, bei den er sich den rechten Arm brach und der für ihn vergangenes Jahr das vorzeitige Ende der Wettbewerbsserie bedeutete, will er heuer wieder voll angreifen.
Bild: Familie Hesse

Nachdem sich der zwölfjährige Motorradrennfahrer Felix Hesse aus Ellgau bei seinem bisher größten Rennen den Arm gebrochen hat, startet er mit neuem Elan durch

Motocross-Sport ist die große Leidenschaft von Felix Hesse. Geerbt hat er diese von seinem Papa Rico. Der fährt ebenfalls Motocross und unterstützt ihn bei seinem Hobby. Das Motorradfahren ist bei der Familie Hesse, die aus Dresden stammt und seit 2011 in Ellgau lebt, Familientradition. Mit elf Jahren hat Rico Hesse sein erstes Motorrad von seiner Oma geschenkt bekommen. Auch Mama Sindy und Bruder Moritz stehen selbstverständlich hinter Felix und sind bei den Rennen fast immer dabei.

Letztes Jahr ist der Zwölfjährige, der die siebte Klasse der Meitinger Dr.-Max-Metzger-Realschule besucht, mit seinem Motorrad in der bayerischen Motocross-Meisterschaft gestartet. In seiner Hubraumklasse stand Felix Hesse mit bis zu 40 anderen Piloten am Start. Seine Saison verlief sehr gut. Aber es gab auch ein Rennen im oberbayerischen Hohenlinden, als er seinen sicheren zweiten Platz in der letzten Runde durch einen Sturz verlor. „Das Rennen möchte ich am liebsten vergessen“, sagt Felix.

Durch seine konstanten Leistungen gelang es Felix Hesse, der für sein Motorrad keinen Führerschein, sondern nur eine Fahrerlizenz braucht, in den ADAC-Förderkader für Motocross-Piloten aufgenommen zu werden. Der junge Pilot bekam eine Einladung für den ADAC-Bundesendlauf in Brandenburg, und als absolutes Highlight durfte er bei den Crossfinals in dem 800 Kilometer entfernten Hartenholm starten. Bei dieser Veranstaltung dürfen nur die zwei Besten aus den jeweiligen Bundesländern an den Start gehen. Diese Veranstaltung war bis jetzt sein größtes Event und für die Familie etwas ganz Besonderes. Aber genau dort hat sich Felix in seinem Quali-Race auf Platz sieben liegend durch einen Fahrfehler seinen rechten Arm gebrochen. Die Enttäuschung darüber war natürlich riesig, denn aufgrund dieses Unfalles musste er seine Saison frühzeitig beenden.

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Jetzt startet er mit neuem Elan: „Für die kommende Rennsaison bin ich besten vorbereitet. Ich habe im Winter viel Sport gemacht, und Papa hat mein neues Motorrad bestens präpariert.“ 2019 startet er in einer größeren Klasse. Diese ist mit 46 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 16 Jahre mit eine der stärksten Klassen in der Rennserie. Das kleine Talent ist stolz, dass es zwei Sponsoren für die Saison an seiner Seite hat.

Das Ziel von Felix Hesse wäre, dass er auch dieses Jahr eine Einladung für den Bundesendlauf bekommen würde. Einer seiner großen Vorbilder, der WM-Pilot Max Nagl, drückt ihm dafür die Daumen. Am 13./14. April findet das erste Rennen in der Nähe von Landshut statt. Auf dieses fiebert die ganze Familie schon hin. Bis dahin stehen aber noch einige Trainingstage auf dem Programm. „Und natürlich muss es in der Schule weiterhin gut funktionieren“, sagt Papa Ronny. (oli, AL)

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