Kreisliga Augsburg

08.09.2018

TSV Neusäß auf dem Vormarsch

Valentin Walter (links) brachte den TSV Neusäß im Derby auf dem Westheimer Kobel in Führung. Zusammen mit Sascha Tesic und Andreas Kastenhuber (rechts) wollen die Pecher–Schützlinge weiter auf dem Vormarsch bleiben. <b>Foto: Oliver Reiser</b>
Bild: Oliver Reiser

Bezirksliga-Absteiger will auch beim Aufsteiger Margertshausen punkten. Auf der Alm steigt das Derby Leitershofen gegen Anhausen

Landkreis In der Fußball-Kreisliga Augsburg warten die ersten richtungsweisende Spiele. Während der derzeitige Tabellenführer TSV Dinkelscherben das Geschehen am achten Spieltag von der Couch aus verfolgen muss, will der TSV Neusäß die Chance nutzen und diesen gegen den SSV Margertshausen von der Spitze ablösen. Auch auf der Alm kristallisiert sich zwischen dem TSV Leitershofen und dem SSV Anhausen die Marschroute für die kommenden Wochen heraus – Abstiegskampf oder Zug nach oben? Im Kellerduell steht der TSV Zusmarshausen dem FSV Wehringen gegenüber. Westheim indessen erwartet Aufsteiger Suryoye, Horgau ist bei der Bayernliga-Reserve des TSV Schwabmünchen.

SSV Margertshausen – TSV Neusäß. Der TSV Neusäß ist nicht zu stoppen. Auch das Nachholspiel gegen die SpVgg Westheim konnte der Bezirksliga-Absteiger für sich entscheiden. „Der Sieg im Nachbarschaftsduell hat mich sehr gefreut. Wir haben gut gespielt, obwohl mir sieben Spieler ausgefallen waren“, erklärte Trainer Karlheinz Pecher. Welch hohe Qualität in der Mannschaft des TSV Neusäß steckt, weiß auch Thomas Kempter vom SSV Margertshausen. „Sie verfügen über eine enorme Qualität. Das wird wie schon gegen Horgau wieder ein schweres Spiel für uns.“ Gegen Horgau erkämpfte sich der Tabellendreizehnte durch kontinuierliche Defensivleistung einen Zähler. Das wolle Kempter auch zu Hause gegen Neusäß umsetzen. Doch auch wenn der SSV, bei dem sich Torhüter Florian Ratzinger zum SV Reinhartshausen verabschiedet hat, derzeit mit fünf Punkten mitten im Abstiegskampf steckt, wollen Pecher und seine Mannschaft den Aufsteiger nicht unterschätzen. „Sie haben gezeigt, dass sie jeden in der Liga ärgern können. Wir sind gewarnt.“

TSV Leitershofen – SSV Anhausen. Die Liste der Ausfälle war bei beiden Mannschaften in den vergangenen Wochen immens lang. Während der TSV den Ausfällen beim TSV Zusmarshausen Tribut zollen musste (0:1), rannte der SSV gegen Westheim zeitweise einem 0:4-Rückstand hinterher (2:4). Pünktlich zum richtungsweisenden Nachbarschaftsduell auf der Alm können beide nun wieder aus den Vollen schöpfen. Lediglich ein Waldstück trennt den SSV Anhausen von der Leitershofer Alm. „Der Platz auf der Alm ist sehr klein und in der Vergangenheit hat der TSV die Spiele dort oftmals für sich entscheiden können“, resümiert SSV-Coach Benedikt Schmid. „Wenn wir nicht 100, gar 110 Prozent geben, werden wir auch dieses Mal dort nichts holen können.“ Sein Gegenüber Bernd Endres blickt dem Derby positiver entgegen: „Bei einem Heimspiel auf der Alm sollten immer drei Punkte drin sein. Zudem ist der Kader wieder größer, die personelle Lage wieder besser und die Chance zu punkten noch größer.“

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FSV Wehringen – TSV Zusmarshausen. Der 1:0-Derbysieg gegen Leitershofen war Balsam für die Seele. „Wir haben den Kampf angenommen und für uns entschieden. Das tut den Jungs vom Kopf her jetzt unheimlich gut“, zog Trainer Christian Ludl den Hut vor der Leistung seiner Mannschaft. Mit dem FSV Wehringen um den ehemaligen Zussser Trainer Reinhard Brachert wartet auf den ehemaligen Bezirksligisten am achten Spieltag nun eine noch härtere Nuss. „In Wehringen wird Fußball gearbeitet, mit allem, was die haben“, so Ludl. Personell sei die Lage vor dem kommenden Spieltag etwas angespannt, der 40-Jährige jedoch guter Dinge. „Es wird zwar schwieriger sein zu gewinnen, doch wenn wir das Gleiche abrufen wie gegen Leitershofen sollte es klappen.“

SpVgg Westheim – Suryoye Augsburg. Auf die Spielvereinigung wartet ein harter Brocken. Mit 26 Gelben, sechs Gelb-Roten und einer glatt Roten Karte in nur sechs Spielen steht Suryoye Augsburg nur für eins: Aggressivität. „Wir müssen versuchen, die Ruhe zu bewahren und unser Spiel durchzuziehen“, appelliert Trainer Oliver Haberkorn an seine Mannschaft. Der 34-Jährige ist grundsätzlich zufrieden mit der Leistung seiner Elf in der laufenden Saison, hadert jedoch mit der 1:2-Niederlage im Ortsderby gegen den TSV Neusäß. „Wir haben durch zwei individuelle Fehler die Tore bekommen und vorne zu wenig gemacht. Da hilft es uns nichts, die spielerisch bessere Mannschaft gewesen zu sein. Das muss gegen Suryoye besser werden.“

TSV Schwabmünchen II – FC Horgau. Der FC Horgau wollte sich für die 0:3-Klatsche beim TSV Haun-stetten rehabilitieren. Der Auftritt gegen den SSV Margertshausen sei jedoch von seiner Mannschaft meist planlos und überhastet gewesen. Zum anderen hat der Aufsteiger wie einst der FC Chelsea vor dem eigenen Tor einen Bus geparkt. „Die haben sich hinten reingestellt, aufgehört Fußball zu spielen und gemauert“, ärgerte sich Trainer Franz Stroh. Zudem aber habe seine Mannschaft drei „Hundertprozentige“ liegen gelassen. Nun geht es zur Bayernliga-Reserve des TSV Schwabmünchen. „Sie sind sehr schlecht in die Runde gestartet und daher eine Wundertüte“, so Stroh. „Und dennoch kommen sie uns mit ihrer aktiven Spielweise entgegen.“ Gegen den Tabellenletzten setzt der 35-Jährige auf Konterfußball und will auf alle Fälle etwas mit nach Hause nehmen.

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