Meitingen

06.01.2019

TSV nutzt den Heimvorteil

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Der TSV Meitingen nutzte gestern den Heimvorteil und sicherte sich nach einem 4:3-Finalsieg gegen Türkspor Augsburg erstmals die Teilnahme an der Endrunde zur schwäbischen Meisterschaft, die am kommenden Samstag in Günzburg ausgetragen wird.
Bild: Marcus Merk

Bezirksligist fährt nach 4:3-Finalsieg gegen den Landesligisten Türkspor Augsburg erstmals zur Endrunde

Was im Winter 1979/80 begann, endete an diesem Wochenende. Zumindest vorerst. Das Qualifikationsturnier am gestrigen Dreikönigstag in Meitingen war die letzte Vorrunde der schwäbischen Meisterschaft im Hallenfußball ihrer Art. Da ab der kommenden Saison nach einem neuen Modus gespielt wird, wird es die kreisübergreifenden Vorrunden nicht mehr geben.

Künftig werden sich nach Aussagen von Bezirksspielleiter Rainer Zeiser die Endrundenteilnehmer über die drei schwäbischen Fußballkreise Donau, Augsburg und Allgäu qualifizieren, wobei da noch nicht alle Fragen restlos geklärt sind. „Das liegt beispielsweise daran, dass in den Landkreisen Augsburg und Günzburg die dortigen Meister bislang Ende Januar ermittelt werden. Ob wir den Termin vorziehen können, hängt auch mit den Hallenkapazitäten zusammen. Falls das nicht gelingt, ist es durchaus denkbar, dass bei der Kreisendrunde 2020 die Landkreismeister von 2019 starten“, so Zeiser, der mit seinen Spielleiter-Kollegen bei der Tagung im Kloster Irsee am 19./20. Januar den neuen Modus festlegen will.

In Meitingen wurde gestern nochmals nach dem „alten“ System gespielt und das Tickets für die schwäbische Meisterschaft am 12. Januar in Günzburg holte sich überraschend der gastgebende Bezirksligist TSV Meitingen nach einem 4:3-Finalsieg gegen den Landesligisten Türkspor Augsburg. Des Weiteren haben sich neben Titelverteidiger FC Stätzling der TV Erkheim, FC Gundelfingen, TSV Bobingen, SV Steinheim, SV Holzkirchen und TSV Dasing qualifiziert. Wer dann in Günzburg gegeneinander antritt, wird am 9. Januar ab 19 Uhr in Burgau ausgelost.

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Der TSV Meitingen erwischte einen Auftakt nach Maß. Nach einem 0:1-Rückstand drehten die Schützlinge von Trainer Paolo Mavros das Spiel gegen die TG Viktoria Augsburg noch zu einem 4:2-Sieg. Daniel Deppner (zum 2:1) und Arthur Fichtner (4:2) trafen hier jeweils unmittelbar vor der Halbzeit- beziehungsweise Schlusssirene. Gegen Türkspor Augsburg konnte man zwar in Führung gehen, doch dann waren die technisch brillanten Augsburger zu stark und setzten sich mit 5:2 durch. Einen großen Auftritt hatte während dieses Spiels der etatmäßige Meitinger Torhüter Tobias Hellmann, der diesmal zwar nicht mitspielte, aber als Ordner charmant die Türkspor-Fans im Zaum hielt. Einige stürmten sogar das Spielfeld, nachdem der Unparteiische beim Stand von 1:1 ein klares Handspiel von Nemanja Ranitovic übersehen hatte.

Im Halbfinale trifft Florian Bauer dreifach

Im Halbfinale gegen den Bezirksliga-Konkurrenten TSV Aindling, der sich in der Gruppe II trotz schwacher Besetzung gegen den FC Affing und den nur mit der zweiten Mannschaft angetreten Landesligisten VfR Neuburg durchgesetzt hatte, schlug dann die Stunde von Florian Bauer. Der 24-Jährige, der vor Kurzem seinen Abschied zu seinem Heimatverein FC Emersacker bekannt gegeben hatte, erzielte drei Treffer und bereitete einen mustergültig vor. Während Fabian Wolf als „Chancentod“ in Erscheinung trat, präsentierte sich Bauer effektiv. Den 5:2-Endstand erzielte er mit einem Treffer aus der eigenen Hälfte ins leere gegnerische Tor. Aindlings Trainer Herbert Wiest hatte kurz zuvor den Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Parkett genommen.

Im Finale traf dann auch Wolf ins Schwarze. Beim Blitzstart der Schwarz-Weißen markierte er nach zwei Treffern von Arthur Fichtner zum 2:0 das 3:1. Bissig und willig ließen die Lechtaler den Favoriten, der bis dato durch Turnier getanzt war, lange nicht zur Entfaltung kommen. Nach einem 4:1-Vorsprung musste zwar noch gezittert werden, doch am Ende setzte sich der TSV Meitingen mit 4:3 durch und fährt erstmals zur schwäbischen Endrunde.

„Ein Turnier auf gutem Niveau“ war Meitingens Trainer Paolo Mavros sichtlich stolz auf seine Jungs. „Wir haben verdient gewonnen“, freute sich Abteilungsleiter Torsten Vrazic „auf seine alten Tage“ noch einmal zur Endrunde fahren zu dürfen. Auch zuschauermäßig präsentierte sich Meitingen mit 260 Zuschauern eine der am besten besuchten Vorrunden. (mit wab)

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