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Hallenfußball

23.11.2017

Titelverteidiger automatisch im Finale

Da kommt Freude auf! Titelverteidiger TSV Meitingen ist mangels Masse direkt für die Endrunde der Augsburger Landkreismeisterschaft im Hallenfußball qualifiziert. In diesem Jahr räumten Arthur Fichtner und Martin Winkler in Fischach Medaillen und Pokale ab.
Bild: Walter Brugger

Auch im Landkreis Augsburg sinken die Teilnehmerzahlen beim Indoor-Kick, sodass nur sieben Vorrunden zustande kommen. Was der Spielleiter dazu sagt

„Die großen Zeiten des Fußballs in der Halle sind vorbei“, sagt Georg Bucher. Der Spielleiter des Bayerischen Fußball-Verbandes hatte alle Mühe, um die Teilnehmer für die 37. Augsburger Landkreismeisterschaften im Hallenfußball zusammenzukratzen. Am Ende hat er sogar noch Vereine angerufen, um einen 43. Teilnehmer zu motivieren. So viele sind nämlich notwendig, um überhaupt sieben Hauptrunden mit je sechs Mannschaften zu bestücken. „Bei der Schwäbischen war es genauso“, sagt Bucher. Auch dort wurde der Titelverteidiger für die Endrunde gesetzt. Im Landkreis Augsburg wird der TSV Meitingen automatisch beim Finale der besten acht am Sonntag, 28. Januar, in der Neusässer Eichenwaldhalle am Start sein.

„Wir waren schon etwas überrascht, dass es in diesem Jahr keine Hauptrunde der Landkreismeisterschaft in Meitingen geben wird, weil so wenig Mannschaften gemeldet haben“, zeigte sich Torsten Vrazic, der Abteilungsleiter des TSV Meitingen, allerdings „nicht unfroh“, dass seine Mannschaft direkt qualifiziert ist. So müsse man ein Turnier weniger spielen.

Obwohl die Meitinger eigentlich gerne in der Halle spielen und mit Paolo Mavros seit zwei Wochen einen neuen Trainer haben, der im Januar 2017 mit Türkspor Augsburg den schwäbischen Hallentitel abräumte, werden sie in diesem Winter nur dort antreten, wo man den Organisatoren und Veranstaltern verpflichtet sei.

Woran es liegt, dass der Kick in der Halle seit der Umstellung auf Hallenfußball nach Fifa-Regeln mit sprungreduziertem Ball und kleinen Toren immer weniger Zuspruch erfährt? Noch vor einigen Jahren waren zu den acht Hauptrunden immer noch zwei Qualifikationsturniere erforderlich, um die bis zu 60 Teilnehmer am Wettbewerb teilhaben zu lassen.

„Schon letztes Jahr war es eine Bettelei“, will Georg Bucher den allgemeinen Trend jedoch nicht vom Futsal abhängig machen: „Viele Vereine wollen einfach nicht mehr. Teils wegen der Verletzungsgefahr, teils wegen einem übervollen Terminplan. Oft ist es auch vom Trainer abhängig.“

So habe zum Beispiel mit dem FC Königsbrunn ein Traditionsverein nicht gemeldet, die höherklassigen Klubs wie der TSV Schwabmünchen treten meist mit ihren zweiten Garnituren an. Die kleinen Vereine aus der B-Klasse würden mit dem Wegfall der Qualifikationsturniere wegfallen. Bucher: „Die wollen gegen gleich starke Mannschaften spielen und sich nicht abschießen lassen.“ Andererseits seien einige wieder dabei, die zuletzt dem Hallenkick entsagt hatten. „Die haben gemerkt, dass wenn es dann losgeht, die Stimmung dann schon da ist“, hofft Bucher, dass der Trend vielleicht wieder kippt. Denn: „Wir müssen jetzt schauen, wie sich das entwickelt. Vielleicht bekommt der eine oder andere ja wieder Appetit. Man kann den Hund jedenfalls nicht zum Jagen tragen.“

Für die 42 Hauptrundenteilnehmer startet die Jagd auf den Pokal der Kreissparkasse Augsburg, der am 28. Januar bei der Endrunde in Neusäß im K.-o.-System ausgespielt wird, am 7. Januar in Bobingen. Vier Hauptrunden in Königsbrunn, Diedorf, Langweid und Fischach stehen am 14. Januar auf dem Plan, zwei am 21. Januar in Schwabmünchen und Stadtbergen. Die traditionell gut besuchten Hallen in Meitingen und Dinkelscherben werden heuer nicht bespielt.

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