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Fischach

14.01.2019

Underdogs trumpfen auf

Christian Unger, der hier einen Treffer gegen den SSV Anhausen bejubelt, und die SpVgg Auerbach zogen ins Landkreisfinale ein. 
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Christian Unger, der hier einen Treffer gegen den SSV Anhausen bejubelt, und die SpVgg Auerbach zogen ins Landkreisfinale ein. 
Bild: Marcus Merk

Kreisklassist SpVgg Auerbach besiegt im Finale den A-Klassisten TSV Fischach

Als die letzte Sirene dieses Sonntagabends erklang, gab es im weiß-blauen Lager kein Halten mehr. Die Ersatzbank sprang zu den Protagonisten auf dem Parkett, man lag sich in den Armen und feierte den Triumph der SpVgg Auerbach-Streitheim in der Vorrunde zur Landkreismeisterschaft 2019. Hinter allen lag ein aufreibendes Finale, welches die Gemüter auch ordentlich zum Kochen brachte. Doch der Reihe nach.

Für die erste Überraschung des Turniers sorgte der spätere Titelträger selbst, als ein 0:2-Rückstand gegen den Kreisligisten TSV Dinkelscherben noch in ein 4:2 gedreht werden konnte. Die Truppe vom Kaiserberg trat ohne zahlreiche Stammspieler an. Die verbliebenen Akteure konnten das Aufeinandertreffen mit der SSV Anhausen zwar mit 3:2 für sich entscheiden, aufgrund des schlechteren Torverhältnisses musste das im Ligenbetrieb am besten gestellte Team aber schon nach der Gruppenphase die Segel streichen. Nicht besser präsentierte sich der FC Horgau als zweitbester Vertreter der Kreisliga, denn auch dieser wurde in seiner Gruppe Tabellenletzter mit null Punkten. Einziger Lichtblick bei den Rothtalern waren deren stimmgewaltige Fans, die den Anhängern des Lokalmatadoren in Sachen Lautstärke durchaus das Wasser reichen konnten. Co-Trainer Torsten Zimmermann hat die Faktoren für das Ausscheiden klar benannt. „Wir konnten das Leistungsvermögen nicht abrufen.“ Man leistete sich die eine oder andere Undiszipliniertheit, so dass man verdient ausgeschieden sei.

Ganz anders präsentierten sich in dieser Gruppe die beiden A-Klassisten aus Fischach und Reinhartshausen. Der Gastgeber musste aufgrund von Vaterfreuden und einer anstehenden Fersenoperation auf Spielertrainer und Torjäger Dominik Bröll verzichten, doch angeführt von dessen Bruder Markus glänzte der TSV durch feine Kombinationen.

So bestanden die Halbfinals aus nicht gerade erwartbaren Partien und ebenso unerwartbar waren deren Ausgänge. Denn in der ersten Partie fertigte Auerbach Reinhartshausen mit 5:2 ab, in der anderen Begegnung sahen die 221 zahlenden Zuschauer nicht ganz so viele Tore – um genau zu sein, keines. Deshalb musste das Siebenmeterschießen für die Entscheidung sorgen. Ein Fehlschuss von Anhausens Vincent Kraus machte schließlich den Weg frei für einen erneuten Fischacher Finaleinzug, da diese alle Versuche im Tor unterbrachten.

Im hitzigen Endspiel standen sich auch die beiden besten Torhüter des Turniers gegenüber. Sowohl Camillo Fischer von der SpVgg als auch Markus Batzer vom Gastgeber zeigten teilweise für überragende Paraden, doch Letzterem unterlief just im letzten Spiel ein kapitaler Fehler, als er Christian Herr den Ball in die Füße spielte und dieser die Kugel schnörkellos in den Winkel zirkelte. Als dann auch noch Michael Furnier das 3:0 besorgte, war das Duell entschieden. Die ersten drei Tore zogen jedoch lautstarke Proteste der Fischacher nach sich. Spielmacher Dominik Schubert fasste das Geschehen so zusammen: „Ich denke, dass wir besser waren und es war natürlich schon sehr unglücklich, die Schiedsrichterentscheidung, an dem allein lag es aber nicht.“

Groß war die Freude bei den Siegern, die laut Trainer Matthias Simon „ohne Ambitionen hergefahren“ sind und „das Maximale rausholen“ wollten. Dass es so kam, lag an der guten Mischung aus fünf hochveranlagten A-Jugendlichen, allen voran Michael Hemm brillierte mit einer guten Technik, und den Routiniers um Furnier.

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