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Landkreis

15.10.2020

Verfolger wollen nicht mehr straucheln

Die Verfolger des FC Horgau und des SSV Anhausen wollen nicht mehr straucheln. Zuletzt passierte dies Christian Wink vom TSV Zusmarshausen (links) und Julian Kugelbrey vom TSV Dinkelscherben, die nach einem 2:2-Unentschieden Punkte lassen mussten.
Bild: Marcus Merk

Vor dem letzten offiziellen Spieltag möchte der SSV Anhausen Platz zwei nicht hergeben. Die Verfolger haben unangenehme Aufgaben

In der Saison 2005/2006 spielte der SSV Anhausen letztmalig in der Fußball-Bezirksliga. Als Tabellenzweiter der Kreisliga Augsburg könnten sich Spielertrainer Benedikt Schmid und Martin Wenni in diesem Jahr folglich in die Geschichtsbücher eintragen. Auf dem Kobel beginnt indessen bereits das Rechnen.

FC Königsbrunn – SSV Anhausen. Ganz neue Gefühle taten sich beim SSV Anhausen am vergangenen Wochenende auf. Plötzlich schmerzte gar ein 0:0-Remis gegen die Bayernliga-Reserve des TSV Schwabmünchen. „Die Enttäuschung war relativ groß – zwei verschenkte Punkte“, resümiert Spieler Benedikt Schmid. Nichtsdestotrotz habe man ein gutes Spiel gezeigt, viel Ballbesitz und auch gute Chancen gehabt, diese aber eben nicht gemacht. Der Grund für die Enttäuschung liegt selbstverständlich auf der Hand: Der SSV rangiert aktuell auf Rang zwei und möchte diesen auf keinen Fall mehr hergeben. „Wir wollen die Hinrunde der Rückrunde jetzt ohne Niederlage für uns abschließen“, meint Schmid. „Sonst hätten wir uns die drei Auftaktsiege sparen können.“ Zielstrebige Worte des 29-Jährigen, der den Aufstieg in die Bezirksliga in diesem Jahr definitiv für möglich hält. Zum letzten Ligaspiel in diesem Jahr kann das Trainergespann Schmid & Martin Wenni zudem noch einmal auf 18 Mann zurückgreifen.

FC HorgauTSV Göggingen. „Wir sind guter Dinge, an unsere Tugenden der Hinrunde anknüpfen zu können“, meinte Horgau-Spielertrainer Franz Stroh vor Beginn der Hinrunde. Der 37-Jährige sollte damit auch Recht behalten. Personell bedingt hatte der Tabellenführer zwar im Landkreisderby gegen Dinkelscherben (2:4) den Kürzeren gezogen, doch besonders die letzten beiden Vorstellungen gegen Lagerlechfeld und Kriegshaber (beide 4:0) haben für sich gesprochen. „Wir sind auf einem relativ stabilen Weg“, bestätigt Stroh. Besonders Maximilian und Michael Vogele sowie Fabian Tögel konnten endlich wieder an vergangene Leistungen anknüpfen. „Besonders für Fabian freut es mich, dass er zu alter Stärke gefunden und wieder Spaß am Fußballspielen hat“, meint der 37-Jährige. Am Platz an der Sonne herrscht also Ruhe und Gelassenheit. Dank eines Acht-Punkte-Vorsprungs fehlt nicht mehr viel zur Meisterschaft. „Dennoch erwarten wir auch in Göggingen wieder ein heißes Eisen, ein 50:50-Spiel“, appelliert Stroh an seine Elf. „Sie punkten oder gewinnen auch gegen Spitzenmannschaften.“ Lediglich Peter Berger wird ausfallen.

SpVgg Westheim – TSV Kriegshaber. Wenn einem selbst der gegnerische Trainer zum Sieg gratuliert, weiß man, dass es ein verdienter war. 3:0 schlug die Spielvereinigung Aufsteiger Lagerlechfeld auf dem Kobel. Trainer Haberkorn war dementsprechend gut gelaunt: „Wir haben über 90 Minuten ein wirklich gutes Spiel gemacht. Der Sieg war auch in der Höhe verdient. Kompliment an die Mannschaft.“ Voller Motivation und Tatendrang freut sich der 36-Jährige und Hobby-Mathematiker nun auf die Aufgabe beim Tabellenschlusslicht. „Ein Sieg gegen Kriegshaber macht den Sieg gegen Lagerlechfeld doppelt so wertvoll. Dann stehen wir rechnerisch mit eineinhalb Beinen auch im nächsten Jahr in der Kreisliga“, ist er fleißig am rechnen. Neben all den Glücksgefühlen aber auch etwas Bauchschmerzen. Stefan Merk (Bandscheibenprobleme) und Lukas Raunft fallen aus.

TSV Zusmarshausen – SpVgg Lagerlechfeld. Ein Thomas Weber, wie man ihn selten erlebt. Trotz eines 2:2-Remis im Landkreisderby gegen den TSV Dinkelscherben war der 40-Jährige mächtig stolz auf seine Mannschaft. „Wir haben ein richtig starkes Match abgeliefert, auch wenn wir aufgrund der drückenden Überlegenheit in der ersten Hälfte einen Sieg verdient gehabt hätten. Die Jungs sind aktuell on fire“, war Weber begeistert. Doch diese sei nicht von ungefähr gekommen, stellt er klar. Seit Monaten mache der TSV eine Entwicklung durch, die allmählich Früchte trägt. So soll auch gegen den Aufsteiger wieder gepunktet werden, zumal Zusmarshausen nach der 0:4-Hinspielpleite noch eine Rechnung mit dem Tabellennachbarn offen hat.

TSV Schwabmünchen II - TSV Dinkelscherben. Im Gegenzug zollt auch Dinkelscherben Coach Michael Finkel dem Gegner aus Zusmarshausen den nötigen Respekt. „Für uns war das eher ein glücklicher Punkt. Wir haben viele Fehler gemacht, während Zus das wirklich gut gespielt hat und uns in der ersten Hälfte deutlich überlegen war“, resümiert der 42-Jährige. Mit einem Last-Minute-Treffer hat der TSV zur Freude Finkels einen ganz wichtigen Punkt im Kampf um die oberen Ränge ergattert. Ganz so viel Freude bleibt beim Blick auf den kommenden Kontrahenten aber leider nicht übrig. Mit der Bayernliga-Reserve des TSV Schwabmünchen wartet eine große Unbekannte. „Wir werden auf Kunstrasen spielen, sie haben in Anhausen einen Punkt geholt und sie sind eine junge spielstarke Mannschaft, bei der man nie weiß, was kommt“, erklärt der 42-Jährige. Max Gschwilm und Simon Motzet werden verletzungsbedingt passen müssen.

TSV Täfertingen – SpVgg Langerringen. Jetzt hatte es auch den TSV Täfertingen getroffen. Aufgrund eines Corona-Falls beim Gegner FC Haunstetten fiel die Partie am vergangenen Wochenende aus. „Das ist immer schlecht, wenn man mittendrin ein Wochenende aussetzen muss“, weiß Trainer Antonio Cuevas. Dennoch haben die freien Tage dem ein oder anderen angeschlagenen Spieler ganz gut zu Gesicht gestanden. Mit frisch geladenen Tanks möchte der Aufsteiger nun weiter gegen den sofortigen Wiederabstieg kämpfen – auch wenn mit der SpVgg Langerringen ein Aufstiegsaspirant nach Täfertingen kommt. „Wir haben gegen Göggingen eine gute, zufriedenstellende Leistung gezeigt, darauf lässt sich aufbauen. Wir schauen weiter von Spiel zu Spiel und versuchen irgendwie die Punkte zu holen, um den Klassenerhalt zu schaffen“, erklärt der 40-Jährige.

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