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Kreisliga Augsburg

16.08.2014

Verletzungen überschatten Euphorie

Ein Fingerzeig? Ob Diedorfs Neuzugang Marco Gratzke gegen seine ehemaligen Kameraden vom SV Stadtwerke zwischen den Pfosten steht?
Bild: Christian Kolbert

Aufsteiger SSV Margertshausen muss im ersten Spiel sieben Spieler ersetzen. TSV Diedorf startet gegen seinen Angstgegner SV Stadtwerke

Als Aufsteiger ist das erste Jahr im Fußball in der Regel geprägt von Euphorie. Man wird von der Konkurrenz unterschätzt, überrascht diese und landet im gesicherten Mittelfeld. Während der FC Horgau gestern seinen ersten Saisonsieg einfahren konnte (siehe nebenstehender Artikel), droht dem SSV Margertshausen hingegen ein ganz bitterer Saisonstart. Nach dem verschobenen ersten Spieltag geht es am morgigen Sonntag schon um 10.30 Uhr beim TSV Göggingen los. Doch die Aufstiegseuphorie wird derzeit von den immensen Verletzungssorgen der Margertshauser überschattet.

Mayer, Schwarzhuber, Kranzfelder, Özkan, Maier, Braxmeier und Hafner – das sind die Namen der Spieler, die der SSV versuchen muss, zu kompensieren. „Wir mussten das letzte Testspiel gegen Ecknach absagen, weil wir einfach nicht genügend Spieler hatten“, erklärt Spielertrainer Manuel Degendorfer. Inmitten des Personalchaos ist es schwer, die Aufstiegseuphorie zu finden, auch wenn Degendorfer versichert: „Klar freuen wir uns, dass es endlich losgeht, aber die ersten Wochen werden für uns nicht einfach.“ Etappenweise steckt sich der SSV-Coach die Ziele, will die ersten Wochen möglichst unbeschadet überstehen und dann mit hoffentlich wieder erstarktem Kader dagegenhalten. „Prognosen sind für uns natürlich auch schwer, weil wir die Gegner teilweise gar nicht kennen“, so Degendorfer.

Für die ersten Partien stapelt der kickende Coach tief. Göggingen sei eine gestandene Kreisliga-Mannschaft und sicherlich der Favorit. Am Mittwochabend muss man dann zum Aufsteiger nach Wulfertshausen. Keine gute Ausgangssituation angesichts des Spielermangels in Margertshausen. Immerhin: Auf der Torwart-Position scheint Degendorfer ein Luxusproblem zu haben. Doch in den ersten Spielen ist Aufstiegskeeper Thomas Wunn im Urlaub und nach fünf Wochen verabschiedet sich Neuzugang Christian Frey zum Studium nach Aachen.

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Ebenfalls einige Baustellen hat der TSV Diedorf zu beseitigen. Nach der Verschiebung des Derbys gegen Margertshausen starten die Kicker von Spielertrainer Jürgen Fuchs am morgigen Sonntag um 15 Uhr in die neue Saison. Die Trainingsbeteiligung und das Engagement der Spieler ist sehr gut, berichtet Wolfgang Balze, neuer Abteilungsleiter des TSV Diedorf. „32 Leute waren dabei im Trainingslager in Oberammergau“, das neben Kondition auch wichtig für das sogenannte „Teambuilding“ war. Dem schließt sich auch Diedorfs Co-Trainer Dominik Beutel an. Zwar waren die Vorbereitungsergebnisse zuletzt eher durchwachsen, doch vor dem Angstgegner Stadtwerke ist in Diedorf niemandem angst und bange. In den vergangenen drei Saisonspielen hatten die Diedorfer immer das Nachsehen. „Am Sonntag sind sie dran“, kündigt Dominik Beutel an. Einen Wermutstropfen gilt es, für den TSV noch zu verkraften. Neuzugang Dominik Schubert verletzte sich im Spiel gegen den TSV Rehling am Rücken und brach sich einen Nebenwirbel an. Schubert wird wohl mindestens zwei Monate ausfallen. Die Qual der Wahl hat das Diedorfer Trainerteam hingegen auf der Torwartposition. Ferdinand Ströhl und Marco Gratzke machen Stammtorwart Giuliano Oswald Konkurrenz auf dem Posten zwischen den Pfosten. Wer letztlich spielen wird, ist noch offen. Denkbar jedoch, dass Gratzke, der vom Stadtwerke SV kam, gegen seinen Ex-Verein sein Debüt feiern darf.

2:6 gegen den FSV Wehringen – der TSV Ustersbach möchte den ersten Spieltag am liebsten so schnell wie möglich vergessen. „Die waren einfach eine ganze Klasse besser, das war eine sehr klare Geschichte“, sagt Spielertrainer Xhelal Miroci. Die Pleite gegen den Aufsteiger soll jedoch die vorerst einzige gewesen sein. Mit Wulfertshausen gastiert am Sonntag zwar ein weiterer Liganeuling, nun soll jedoch die gesamte Defensive verbessert werden. „Wir wollen definitiv nicht wieder so eine Schlappe kassieren“, weiß Miroci. Doch nicht nur, dass die neu integrierten Spieler aus Jugend und zweiter Mannschaft noch deutlich an Zeit brauchen, zu allem Überfluss verletzte sich Arthur Hartwich und fällt mit einem doppelten Bänderiss wohl mindestens vier Wochen aus. Außerdem fühlt sich Andreas Schnalke beim TSV nicht mehr wohl. „Er wird eventuell wieder nach Pfaffenhausen zurückkehren“, so Miroci. Dennoch will man die schwierige Situation mit Einsatz und Teamgeist bewältigen, am besten gleich am morgigen Sonntag.

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