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Auerbach

15.07.2019

Viel Hektik zwischen Gold und Silber

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2 Bilder
Gold und Silber lieb ich sehr. Die Mädels der SpVgg Auerbach/Streitheim mit ihren Medaillen. Von links. Sophia Müller mit Gold, Trainer Lothar Schmitt und Angela Stockert mit Silber. 
Bild: Johann Kohler

SpVgg Auerbach/Streitheim ist erfolgreichster Verein aus Schwaben bei den bayerischen Meisterschaften. Warum der Trainer trotzdem stinksauer ist

Normal hätte Trainer Lothar Schmitt über das ganze Gesicht strahlen müssen. Seine drei von ihm trainierten Leichtathletinnen Sophia Müller, Emily Schuster und Angela Stockert holten bei den Bayerischen Leichtathletik-Meisterschaften im Rosenaustadion mit je zweimal Gold und Silber vier Medaillen. Somit war die SpVgg Auerbach/Streitheim der erfolgreichste schwäbische Verein bei diesen Landestitelkämpfen.

Doch er, wie auch BLV-Sprungtrainer Richard Kick, waren trotzdem stocksauer, auf den Zeitplan und auch die Abwicklung der technischen Wettbewerbe. Da im Stadion nur eine Weit- und Kugelstoßanlage vorhanden ist, wurden Wettbewerbe zusammengelegt und dadurch entstanden für die Athleten lange Wartezeiten zwischen den Versuchen und oft erreichten sie erst in letzter Sekunde den Start der nächsten Disziplin.

Dies traf vor allem die Auerbacherin Emily Schuster bei ihren Spezialdisziplinen im Weitsprung und 100 m Hürden. Beide Wettbewerbe waren zur gleichen Zeit angesetzt und somit war eine mögliche Medaille nicht drin. Dann am Vortag die Nachricht, dass nur acht Starterinnen angemeldet waren. Somit fanden keine Vorläufe statt und es waren wieder zwei Starts möglich.

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Mit unbändigen Siegeswillen nach ihrem Einser-Abitur startete Emily Schuster in den Weitsprungwettbewerb der U20. Bereits im ersten Versuch legte sie mit 5,54 m den weitesten Sprung aller Teilnehmerinnen hin, während ihre größte Konkurrentin Christina Weisinger von der LG Rupertiwinkel bei 5,44 m landete. Da sich der Wettbewerb immer mehr hinauszögerte und der Stadionsprecher zum Hürdenlauf aufrief, musste sie auf den letzten Sprung verzichten und zum Start sprinten. Schnell die Sprung- mit den Sprintschuhen wechseln und in die Startblöcke. Fast mit dem Startschuss die Stadiondurchsage: „Emily Schuster von der SpVgg Auerbach/Streitheim bayerische Meisterin im Weitsprung“. Trotz der widrigen Umstände flog sie anschließend in 15,32 Sek über die 10 Hürden und holte nach Gold- jetzt im Hürdenlauf auch eine Silbermedaille.

Bereits am Vortag vergoldete Sophia Müller den Tag und gewann mit einem Superlauf, der die Zuschauer von den Sitzen riss, die 400 m in 55,63 Sekunden und lag damit fast um zwei Sekunden vor der Vizemeisterin Miriam Backer vom TSV Zirndorf. „Heute fällt der Vereinsrekord“, war sich Auerbachs ehemalige bayerische Meisterin Esther Berger sicher, die im Juni 2007 mit 55,91 Sek diesen aufstellte und am Wochenende als Helferin im Stadion war. In dieser Form hat Müller auch Chancen bei den deutschen Meisterschaften vom 26. bis 28. Juli in Ulm.

Die vierte Medaille steuerte Angela Stockert bei. Die Siebenkämpferin konnte auf Grund ihrer langwierigen Verletzung nur im Kugelstoßen starten und erzielte mit 12,80 m im letzten der sechs Versuche die zweitbeste Weite in ihrer Karriere. Dies war nach der WM-Teilnehmerin Selina Dantzler aus München, die mit 14,56 m gewann, die Silbermedaille.

Wenn auch ohne Medaille, konnte Fabio Kammler bei den Männern über 100 m voll überzeugen. Kammler, der in den USA studiert, befindet sich gerade auf Heimaturlaub und kam im Vorlauf auf 11,10 Sek., im Zwischenlauf auf 10,86 und im Endlauf auf 10,95 Sekunden. Das war der hervorragende sechste Rang. Leider erkrankte er über Nacht und konnte somit die 200 m nicht mehr in Angriff nehmen.

Achtungserfolge gelangen in der U18 noch Julia Bschorr über 100 m Hürden in 16,14 und der Mädchen-Staffel über 4 x 100 m in der Besetzung Laura Braun, Rebecca Kuchenbaur, Sarah Stadler und Julia Bschorr mit 53,58 Sekunden und dem 14. Rang von 18 Staffeln.

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