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Lokale Sportgeschichte

27.02.2015

Volltreffer und Zwergenaufstand

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Vor 25 Jahren gewann Christian Höck einen deutschen Meistertitel und der TSV Zusamzell-Hegnenbach versetzte die „Kobber-Elche“ in Freudentaumel

Sportler und Fans schwelgen gerne in Erinnerungen. Deshalb blättern wir im Archiv des Landboten, der AZ-Woche und der Gersthofer Zeitung immer 25 Jahre zurück, um nach Höhepunkten und Raritäten zu suchen. Diesmal fand unser Sportredakteur Oliver Reiser unter anderem einen deutschen Meister im Bogenschießen, eine süddeutsche Meisterschaft im Tischtennis und einen Fußballklub aus der niedrigsten Liga, der beim Hallenkick für Furore sorgte.

Es war die Hochzeit des Hallenfußballs. Zu den Höhepunkten zählte neben dem mit Ex-Profis besetzten Wüstenrot-Cup des SC Biberbach auch der Brauer-Cup des SC Altenmünster. Ganz besonders im Januar 1990. „Man nehme zwei Bezirksligisten, drei A-, zwei B- sowie einen C-Klassisten. Dazu stimmungsvolle und lautstarke Fans, eine Handvoll Schiedsrichter und gebe das Ganze in die Dreifachhalle des Neusässer Gymnasiums. Unter kräftigem Rühren in Form von Gruppenspielen würze man die Angelegenheit mit herrlichen Toren, einem kräftigen Schuss Spannung und Dramatik und einer Prise Überraschungen“, schrieb damals unsere Zeitung.

Das „Sahnehäubchen“ zu diesem leckeren Gericht lieferte seinerzeit der TSV Zusamzell-Hegnenbach. Die Truppe aus der C-Klasse Nordwest um Klaus Kragler, Alois Britzelmeier und Johann Frapscha mischte mit Unterstützung ihres Fanklubs, den sogenannten „Kobber-Elchen“, die Konkurrenz auf und bescherte den Zuschauern unvergessliche Momente des Budenzaubers.

TSG Stadtbergen verliert im Landkreisfinale mit 1:15

Bei der Landkreismeisterschaft in der Hallenfußball sorgte der TSV Bobingen für Furore. Rekordmeister wischte im Finale die Überraschungsmannschaft der TSG Stadtbergen um den besten Turnierspieler, Ex-Profi Werner Schreiner, mit 15:1 vom Parkett.

Faschingsdienstag wird in Lindach zum Festtag

Ein herausragendes Ereignis gab es in Dinkelscherben zu feiern. Der Faschingsdienstag 1990 ist für die Mitglieder des BSC Lindach zum Festtag geworden. Christian Höck kehrte von den deutschen Titelkämpfen der Bogenschützen in Dortmund als Meister der Jugendklasse in seinen Heimatort zurück. „So etwas wird Lindach so schnell nicht mehr erleben“, freute sich BSC-Vorsitzender Stefan Steinbacher. Der damals 17-jährige Kommunikationselektroniker-Lehrling, den man aufgrund seiner guten Nerven bewunderte, war sportlich vielseitig und auch im Tennis und beim Schießen erfolgreich.

Herausragendes sportliches Ereignis im Landkreis war die Ausrichtung der süddeutschen Meisterschaften im Tischtennis in der Langweider Dreifachsporthalle. Hier waren sogar Stars wie Elke Schall am Start. Für Lokalmatadorin Karin Klaiber kam in der zweiten Runde das Aus.

Gejubelt werden durfte vor 25 Jahren auch beim TSV Welden. Die Volleyball-Männer schafften mit klaren Siegen die Meisterschaft in der Kreisklasse Nord und damit den Aufstieg in die Kreisliga. Doch es gab auch eine bittere Pille zu schlucken: Den Weggang von Mathias Gärtner, der laut Zeitungsbericht seine Brötchen nächste Saison woanders verdienen wollte. Bisher haben wir eigentlich immer gedacht, dass Volleyballer aus Spaß an der Freud spielen.

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