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Leitershofen

12.01.2019

Wenn schon, denn schon!

Für Bernd Endres und den TSV Leitershofen ist die Vorrunde in Langweid nur ein Warm Up für die bayerischen Meisterschaften.
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Für Bernd Endres und den TSV Leitershofen ist die Vorrunde in Langweid nur ein Warm Up für die bayerischen Meisterschaften.
Bild: Andreas Lode

Bei der Augsburger Landkreismeisterschaft gibt es eine Premiere und ein Warm Up für die Bayerischen Titelkämpfe

„Die Augsburger Landkreismeisterschaft ist ein Highlight unter den Hallenfußballmeisterschaften in Schwaben.“ Mit diesem Kompliment wartet Bezirksvorsitzender Johann Wagner in der eigens produzierten Broschüre zu den 38. Titelkämpfen auf, die am Sonntag mit drei Hauptrunden in Fischach, Langweid und Schwabmünchen beginnt. Er hebt aber auch den Zeigefinger: „Gerade in letzter Zeit haben bei Spielen auf dem Feld immer wider unschöne Ereignisse für Schlagzeilen gesorgt. Derartige Vorkommnisse haben bei unserem Fußball nicht szu suchen. Wenn Respekt und Toleranz gegenüber Spielern, Schiedsrichtern und Zuschauern vorhanden ist, werden wir wieder eine tolle Hallen-Landkreismeisterschaft erleben.“

Nur noch 36 Vereine bewerben sich in diesem Jahr in sechs Hauptrunden um ein Ticket zur Endrunde am 26. Januar in der Diedorfer Schmuttertalhalle. Vor dem Futsal-Zeitalter waren es einmal über 60. So konnten sich der Titelverteidiger TSV Bobingen und der Ausrichter TSV Diedorf über ein Freilos freuen.

Doch wer beim Tanz auf dem Hallenparkett dabei ist, verfährt nach dem Motto „Wenn schon, denn schon“. So kann man zumindest in der Fischacher Staudenlandhalle gleich mehreren Mannschaften den Turniersieg zutrauen. Da sind zum einen die drei Kreisligisten TSV Dinkelscherben (Landkreismeister 2015), FC Horgau und SSV Anhausen, die sich viel vorgenommen haben. Aber auch die SpVgg Auerbach-Streitheim, der Landkreismeister von 2009, will sich entsprechend präsentieren. Seine Premiere im Tor des FC Horgau gibt am Sonntag Marco März. Das Auerbacher Urgestein ist in der Winterpause zum Erzrivalen gewechselt.

Und dann ist da ja noch der gastgebende TSV Fischach, der 1982 den ersten Titel überhaupt in der Halle holte. Bereits im vergangenen Jahr schaffte der A-Klassist den Sprung in die Endrunde. Mit Spielertrainer Dominik Bröll haben die Staudenkicker, die im Freien souverän an der Tabellenspitze überwintern, einen weiteren Hallenspezialisten hinzubekommen. Der Turniersieg wird wohl nur über den Gastgeber führen.

Ähnlich ist der Fall in Langweid gelagert. Dort ist der im Feld schwächelnde Kreisklassist VfR Foret Ausrichter und angesichts der von der Papierform her eher schwachen Besetzung Favorit. Die weiteren Teams kommen aus der Kreisklasse (TSV Lützelburg), dazu A-Klassist (SG FC Langweid/SV Stettenhofen) und die beiden B-Klassisten SV Achsheim und CSC Batzenhofen-Hirblingen.

Als einziger Kreisligist geht der TSV Leitershofen ins Rennen. Für die Schützlinge von Trainer Bernd Endres ist dieses Turnier allerdings etwas ganz besonderes. Als Ausrichter der bayerischen Meisterschaft in der neuen Stadtberger Sporthalle sind die Schwarz-Gelben mit einer Wildcard automatisch für diese Titelkämpfe am 26. Januar gesetzt. „Als wir das gehört haben, sind wir zunächst ein bisschen erschrocken. Wir sind ja jetzt nicht gerade die Futsal-Spezialisten“, sagt Endres. „Doch wenn wir schon die Ehre haben, an diesem Event teilzunehmen, wollen wir uns auch nicht blamieren.“ Deshalb wurde das Training intensiviert und alle zum mitmachen überredet. So sind bis auf Tobias Zimmermann und Daniel Witt, die erst von Verletzungen genesen sind, alle mit dabei. Die viel zitierte Verletzungsgefahr in der Halle lässt Endres übrigens nicht gelten: „Verletzen kann man sich überall.“

Das Turnier in Langweid sieht man beim TSV Leitershofen als Warm Up an. „Ziel ist auf jeden Fall das Endspiel“, so der Coach. Sollte man die Qualifikation zur Landkreis-Endrunde schaffen, hätte man zwei Turnier an einem Wochenende vor der Brust. Bernd Endres bleibt locker: „Wenn es denn so kommen sollte, dann nehmen wir das auch mit.“

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