Meitingen

10.09.2018

Wer das Nachsehen hat ...

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Das Nachsehen hatten die Meitinger Emmanouil Chouiloulidis, Johannes Nießner, Matthias Schuster, Abdourahmane Ayanda, Daniel Wagner und Martin Bader im Verfolgerduell der Bezirksliga beim SC Bubesheim.
Bild: Ernst Mayer

Warum Aufstiegsanwärter TSV Meitingen der Musik hinterher läuft und wie der SC Altenmünster nach einer 3:0-Führung noch den Ausgleich kassiert

Zumindest die neutralen Zuschauer unter den 160 Besuchern hatten an diesem Spiel ihre wahre Freude. Bekamen sie für ihr Eintrittsgeld jede Menge Tore und Spannung geboten. Spieler und Verantwortliche beider Vereine waren nach dem 4:4 aber etwa so gut gelaunt wie Arbeiter und Angestellte, denen ein Antrag auf Urlaub gerade abgelehnt worden war. Günther Reichherzer, Trainer des TSV Rain II, saß knapp eine Viertelstunde nach Spielschluss ob einer desaströsen Vorstellung vor der Pause mit versteinerter Miene auf einer Bank vor dem Altenmünsterer Sportheim. Sebastian Kaifer, Kapitän des SC Altenmünster, sprach sich seinen Unmut über die vier kassierten Gegentreffer von der Seele. „Da schießen wir ohne Patrick Pecher vier Tore und können doch nicht gewinnen“, ärgerte er sich vor allem darüber, dass er und sein Team nach einen sicheren 3:0-Pausenvorsprung teilweise den Faden total verloren hatten und durch ein Eigentor noch den 4:4-Ausgleichstreffer hinnehmen mussten.

Noch schlechter könnte die Stimmung nur beim TSV Meitingen gewesen sein, der wieder mal der Musik hinter läuft. Die Lechtaler verloren das Verfolgerduell beim SC Bubesheim mit 1:3 und liegen nun schon acht Punkte hinter Spitzenreiter FC Ehekirchen. Wer TSV-Abteilungsleiter Torsten Vrazic etwas näher kennt, der weiß, dass der 45-Jährige innerlich zwar gleich kocht, schnell aber auch wieder herunterkommt.

Nichts genutzt hat es den Meitingern auch, dass sie mit Tobias Hellmann, Marco Lettrari, Marcel Boguth und Arthur Fichtner (unter der Woche war gegen Ehingen auch Fabian Wolf am Ball) zuletzt fünf Spieler aus dem Kader der Ersten in der Reserve eingesetzt haben. Tabellenführer SpVgg Auerbach konnte seinen Platz an der Sonne in der Kreisklasse Nordwest mit einem 5:3-Sieg behaupten.

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Alles in Butter ist seit vergangenem Donnerstag wieder alles beim TSV Gersthofen. Nachdem Spielertrainer Florian Fischer zuletzt trotz des 3:1-Sieges beim BC Adelzhausen nicht ganz zufrieden war („Nachdem jeder einen einen Schritt weniger gemacht hat, haben wir doch etwas gewackelt. Das war zu wenig.“) zeigte er sich nach dem 3:0 gegen die SSV Glött wieder versöhnt: „Eine sehr disziplinierte Leitung. Vor allem in der Defensive haben wir nichts zugelassen, die Null gehalten und die Geduld bewahrt.“ Das 1:0, glänzend vorbereitet von Niklas Kratzer, abgeschlossen von Okan Yavuz, sei der Dosenöffner gewesen. Bei den sich sich häufenden Chancen konnte Ferkan Secgin mit zwei Treffern seinen Torjäger-Instinkt beweisen.

Marco Löring hatte noch gar nicht auf der Trainerbank Platz genmommen, da musste er schon miterleben, wie es einen Elfmeter gegen seinen SV Cosmos Aystetten gab. „In Ichenhausen ist das für uns Normalität.“ Alexander Bernhardt hielt jedoch den Strafstoß. „Alex, der überragend gehalten hat, hat damit für ein Hallo-Wach-Erlebnis gesorgt“, blickt Löring zurück. „Das war wichtig, dann sind wir im Spiel gewesen, haben die Räume eng gemacht und zum richtigen Zeitpunkt die Tore geschossen. Engagement, Willen – alles war dabei“, zeigte er sich absolut zufrieden.

Das Vorhaben, den spielfreien TSV Dinkelscherben an der Tabellenspitze der Kreisliga Augsburg abzulösen, ist dem TSV Neusäß nicht geglückt. Beim Aufsteiger SSV Margertshausen kam der Absteiger über ein 1:1 nicht hinaus. Dafür ist der Ärger, dass der Lokalrivale SpVgg Westheim die gewünschte Verlegung des Derbys abgelehnt hat, mittlerweile verraucht. „Westheim ist und bleibt unser Nachbar. Da muss ein gutes Verhältnis Selbstverständlichkeit sein“, lässt Abteilungsleiter Dr. Ernst Krendlinger auf der Homepage des Vereins wissen.

Sechs Spiele hat die neue Spielgemeinschaft Reutern/Zusamzell in der B-Klasse Nordwest schon absolviert. Aktueller Tabellenstand ist Rang sieben. „Es läuft ganz gut und harmonisch ab“, zeigt sich die Abteilungsleiterin auf Zusamzeller Seite Elke Farchmin zufrieden. Beim aktuellen 6:0-Erfolg gegen die SG Langweid/Stettenhofen II fällt auf, dass mit Manuel Huber, Mathias Neubauer und Christian Link nur drei „Zeller“ Kicker das Trikot überstreiften. „Wir stellen in der Mannschaft gerade die älteren und jüngeren Semester. Was dazwischen liegt, kommt von Reutern“, klärt Farchmin auf.

Einen Punkt gibt es jedoch, der ihr in der neuen Liga sauer aufstößt: „Wir bekommen in der B-Klasse Nordwest keine Schiedsrichter gestellt, das ärgert mich schon sehr.“ Lediglich beim Derby gegen Welden II vor vier Wochen war ein Unparteiischer vor Ort. „Den haben wir eigens angefordert“, bekräftigt Farchmin, „weil wir wussten, dass sich Reutern und Welden nicht ganz grün sind.“ (mit her/dirg)

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