Westendorf

31.05.2019

Westendorf hat Trost nötig

Ein Quantum Trost benötigten die Spieler des VfL Westendorf. Nach der 1:2-Niederlage gegen den TSV Walkertshofen müssen sie in der A-Klasse bleiben. 
Bild: Karin Tautz

Nach 1:2-Niederlage gegen den TSV Walkertshofen muss der VfL in der A-Klasse bleiben

Am vergangenen Dienstag konnte sich Westendorfs Bürgermeister Steffen Richter über den Aufstieg seines Lieblingsvereins Union Berlin freuen, der in der Relegation zur Bundesliga den VfB Stuttgart ausgeschaltet hatte. Gestern Abend musste das aus Berlin stammende Gemeindeoberhaupt die Fußballer seines VfL Westendorf trösten. Der Vizemeister der A-Klasse Nordwest war in der Relegation zur Kreisklasse am TSV Walkertshofen gescheitert. Mit 2:1 (1:1/0:1) setzte sich der Vize der A-Klasse Süd nach Verlängerung durch und steigt damit in die Kreisklasse auf.

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Der TSV Walkertshofen begann mit dem Selbstvertrauen von zuletzt 15 Siegen und einem Unentschieden stürmisch und setzte die Lechrainer, unter Druck. Die besseren Torchancen hatten jedoch die Lechrainer zu verzeichnen. Florian Bobinger, der zur SSV Alsmoos–Petersdorf wechseln wird, scheiterte zweimal in Torwart Anrian Dempf (3. und 5.), Simon Schacherl setzte einen Fallrückzieher über das Tor (15.) und ein Kopfball von Sebastian Schnell ging vorbei (20.). Fünf Minuten vor der Pause dann der verdiente Führungstreffer. Ein Eckball von Florian Bobinger fiel genau auf den Kopf von Reservespieler Benedikt Rauch, der nur zum Zug kam, weil Maximilian Storzer und Bastian Edelmann verletzt fehlten. Die von vielen lila-weiß gekleideten Fans unterstützten Staudenkicker hatten eigentlich nur eine gute Möglichkeit. Ein Freistoß von Patrick Wolf zischte knapp vorbei (45.).

Obwohl der Walkertshofer Torjäger auch fünf Minuten nach dem Wechsel über den leeren Kasten schoss, als sich VfL-Keeper Henning Endruweit und Jonathan Weber nicht einig waren, machte er letztendlich den Unterschied. In der 56. Minute zog er blitzschnell ab und der Ball landete zum 1:1 im langen Eck. Das bisher eher mäßige Spiel nahm jetzt wenigstens an Dramatik zu. In der 68. Minute lenkte TSV-Torwart Dempf einen Kopfball von Simon Schacherl an den Pfosten, den anschließenden Eckball hätte Fabian Schmid fast direkt verwandelt.

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Mit zunehmender Spieldauer wurde Walkertshofen immer stärker. Der Führungstreffer schien fällig, als es nach einem Foul von Torhüter Endruweit Elfmeter gab. Patrick Wolf schoss die Kugel jedoch am Gehäuse vorbei (79.). Eine Verlängerung war unausweichlich geworden. Und hier wurde Wolf dann endgültig zum Schrecken des VfL Westendorf. In der 110. Minute erzielte er den 2:1-Siegtreffer. Fünf Minuten später hatte er sogar das 3:1 auf dem Fuß.

Westendorf warf zwar alles nach vorne, fand jedoch kein Mittel, das Elfmeterschießen zu erzwingen. So müssen die Schützlinge von Trainer Herwig Storzer eine weitere Saison in der A-Klasse bleiben.

VfL Westendorf: Endruweit – Träger, Rauch, Liess, Schacherl, Schnell, Fernandez, Reißner, Weber, Schuster, Bobinger (Schmidt, Krämling, M. Dorfmüller).

TSV Walkertshofen: Dempf – Schorer, Lutz, Maier, Drexel, Bersch, Wolf, Endres, Schramm, Doldi, Knoll (Scherer, Demmel, Kugelmann).

Tore: 1:0 Rauch (40.), 1:1 Wolf (56.), 1:2 Wolf (115.). – Schiedsrichter: Sebastian Eder. – Zuschauer: 600 in Kriegshaber.

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