Aystetten

11.03.2019

Wieder bessere Aussichten

Vom Dachfenster des Sportheims aus verfolgte Aystettens gesperrter Trainer Marco Löring zusammen mit seiner Freundin den 1:0-Sieg seiner Mannschaft im Kellerderby gegen den SV Mering. 
Bild: Oliver Reiser

Nachdem beim SV Cosmos Aystetten nun der gesamte Kader zur Verfügung steht, kann nach dem Prinzip Leistung verfahren werden

Wie von Orkantief „Eberhard“ durcheinander gewirbelt präsentierte sich die Aufstellung des SV Cosmos Aystetten im so wichtigen Spiel gegen den SV Mering. Mit Manuel Britsch, Dominik Isufi, Gheorghe Gosa, Stefan Schnurrer und Florian Linder standen im Vergleich zum letzten Auftritt bei der 1:3-Niederlage in Gundelfingen gleich fünf neue Spieler in der Anfangsformation. Einige Wechsel mussten zwangsweise erfolgen, nachdem Benjamin Sakrak gesperrt und Patrick Szilagyi krank waren. Mit anderen wurde aber auch auf die jüngsten Leistungen reagiert. „Wir haben jetzt erstmals in dieser Saison einen vollen Kader und werden demzufolge das Prinzip Leistung mehr verinnerlichen“, kündigt Marco Löring an. „Im Kampf gegen den Abstieg brauchen wir keine Schönspielereien.“

Jeder war voller Adrenalin und hat an sich geglaubt

Der Trainer des SV Cosmos verfolgte das letzte Spiel seiner nunmehr abgelaufenen Funktionssperre vom Dachfenster des Aystetter Sportheims aus. „In den ersten 45 Minuten haben wir bei einigen Aktionen Glück gehabt, aber aufgrund der zweiten Halbzeit geht das Ergebnis in Ordnung“, lautete seine Analyse. „Man hat nach einer wenig selbstbewussten Phase gesehen, dass die Überzeugung da ist. Jeder war voller Adrenalin, hat sich gesteigert und an sich geglaubt“, war Löring von den Seinen nach dem so wichtigen 1:0-Sieg angetan. Ganz im Gegensatz zu seinem Meringer Kollegen Christian Cappek, der das arrogante auftreten seiner Truppe kritisiert. „Die zweite Halbzeit war mit die schlechteste, die wir in dieser Saison gespielt haben“, sagt Cappek. Es habe an allem gefehlt – Wille und Einstellung. „Wir haben den Gegner stark gemacht“, spricht Cappek von einem „Mentalitätssieg“ der Cosmonauten.

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Besonders gefreut hat es Löring, dass ausgerechnet Robert Markovic-Mandic der Siegtreffer gelungen ist, der zunächst auf der Ersatzbank Platz nehmen musste. „Es wäre schlimm, wenn er nicht enttäuscht gewesen wäre. Aber er war die tage zuvor krank und er hilft uns mehr, wenn er 30 Minuten Gas gibt, als dass er sich 60 Minuten die Kräfte einteilt.“ Wichtig sei es, dass alle verstehen, dass die Mannschaft über dem Einzelnen steht.

„Ich hoffe, dass dies nun der lang ersehnte Befreiungsschlag war“, sagt Marco Löring und warnt davor, sich jetzt auszuruhen. „Bei dieser ausgeglichenen Liga kann es ganz schnell gehen und man steckt wieder im Keller.“

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