Anhausen

01.09.2019

Wohin geht die Reise?

Nach einem Sieg und einer Niederlage müssen sich Mark Hofmann und Dejan Kos vom SSV Anhausen neu orientieren, wohin die Reise in der Kreisliga Augsburg geht. 
Bild: Andreas Lode

Die Kreisliga Augsburg scheint noch enger zusammen als im Vorjahr. In Westheim wird schon Kritik laut

Die Kreisliga Augsburg geht in ihre dritte Runde – mit dem TSV Zusmarshausen als Tabellenführer. Kaum einer hätte es gedacht, doch der letztjährige Fast-Absteiger hat sich gemausert. Etwas hinterher hinkt schon jetzt personellen Ausfällen geschuldet die SpVgg Westheim. Auf sie wartet Titelaspirant FC Horgau. Der SSV Anhausen und TSV Dinkelscherben müssen indessen an vergangene Leistungen anknüpfen, um ihren Ansprüchen gerecht zu werden und vom Tabellenkeller fernzubleiben.

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TSV Täfertingen – TSV Dinkelscherben. Oh Schmerz lass nach: Trainer Antonio Cuevas trauert noch immer etwas dem verloren gegangenen Punkt gegen den TSV Zusmarshausen hinterher. „Es tut schon weh, nach einer 2:0-Führung noch zu verlieren, auch wenn Zusmarshausen wirklich die bessere Mannschaft war, ein Remis wäre verdient gewesen“, gab der 39-Jährige zu. Spielentscheidend war in den Augen Cuevas auch die frühe Verletzung von Kapitän Simon Weis (28.), der sich wohl nur eine Zerrung zugezogen hat und gegen Dinkelscherben wieder fit ist. „Er ist unsere tragende Säule, er sortiert uns. Als er raus musste, sind wir zusammengebrochen“, adelt der 39-Jährige seinen Spielführer. Im Hinblick auf das Derby gegen Titelaspirant TSV Dinkelscherben bleibt der Trainer wie gewohnt realistisch. „Sie werden bis zum Ende oben mitspielen. Daher wird das sehr schwierig. Zudem ist in diesem Jahr jedes Spiel wie ein Endspiel“, erklärt Cuevas, der jedoch weiß, dass seine Männer mit jeder Mannschaft der Liga mithalten können.

Das bekräftigt auch Michael Finkel, Trainer des TSV Dinkelscherben. „Täfertingen ist mit Sicherheit stärker als der FC Königsbrunn (5:1) am vergangenen Wochenende. Da müssen wir uns nochmals steigern, um dort etwas mitnehmen zu können“, weiß der 41-Jährige. Gewinnen will Finkel dennoch, allein schon, um den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden. „Schwer wird es trotzdem. Ich erwarte eine tiefstehende Mannschaft, gegen die wir uns unermüdlich unsere Chancen erkämpfen müssen“, fügt Finkel hinzu.

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SSV Anhausen – TSV Kriegshaber. Die 0:2-Niederlage gegen Aufsteiger Lagerlechfeld macht noch einmal deutlich: Der SSV Anhausen kann gegen vermeintlich schwächere Gegner sein Potential einfach nicht abrufen. „Es ist auffällig, wie wir gegen solche Gegner Tugenden wie Wille, Einstellung und Kampf vermissen lassen“, erkennt auch Spielertrainer Benedikt Schmid. Dem kommt das Spiel gegen Aufsteiger TSV Kriegshaber dementsprechend überhaupt nicht recht. „Ich kann nur hoffen, dass wir diesmal eine andere Einstellung an den Tag legen und die drei Punkte im Anhauser Tal behalten können. Alles andere wäre eine riesen Enttäuschung“, meint der 27-Jährige hinsichtlich eines starken Auftakts gegen Dinkelscherben.

FC Horgau – SpVgg Westheim. Es ist ein enges, fast schon freundschaftliches Verhältnis, das der FC Horgau und die Spielvereinigung Westheim pflegen. Und beide haben vor dem Derby im Rothtal mit personellen Problemen zu kämpfen, die insbesondere die Kobelkicker nicht leugnen können. „Wir können die zahlreichen Ausfälle der vielen guten Stammspieler nicht kompensieren und so auch nicht den Fußball spielen, den wir wollen“, erklärt Trainer Oliver Haberkorn. Personell ist auf dem Kobel vorerst auch mit keiner Besserung zu rechnen. Zudem kritisiert der 35-Jährige die Disziplin seiner Jungs, die derzeit ebenfalls zu Wünschen übrig ließe. Max Linder und Noah Waschkut kassierten gegen den Kissinger SC beide eine gelb-rote Karte in der 90. Minute. „Einzig ein richtiger Fight lässt uns gegen Horgau als Außenseiter bestehen“, so Haberkorn.

Sein Gegenüber Franz Stroh nimmt den Nachbarn in Schutz. „Sie haben eine Menge Qualität im Kader, haben in dieser Phase mit urlaubs- und verletzungsbedingten Problemen zu kämpfen, weshalb die Ergebnisse nicht stimmen. Das wird sich aber auch wieder ändern“, so der 36-Jährige. Im Gegensatz zum 2:2-Remis gegen eine spielstarke Bayernliga-Reserve aus Schwabmünchen muss der FC Horgau auf seine beiden Sturmspitzen Michael Vogele und Fabian Tögel verzichten (beide Urlaub). „Daher wird es wohl auch von unserer Seite aus ein schweres Spiel werden“, weiß Stroh.

Kissinger SC – TSV Zusmarshausen. Vom heiß gehandelten Abstiegskandidat zum Tabellenführer – der TSV Zusmarshausen hat einen beachtlichen Wandel vollzogen. Noch im letzten Jahr hätte der TSV nach einem 0:2-Rückstand die Segel gestrichen „und dieses mal haben wir es gedreht, sind nicht eingebrochen und haben noch hochverdient gewonnen“, freut sich auch Trainer Thomas Weber. „Wir haben wieder Selbstvertrauen getankt.“ Doch trotz aktuellem Höhenflug und Tabellenspitze bleibt der TSV Zusmarshausen auf dem Boden. „Ein guter Mittelfeldplatz bleibt das Ziel für diese Saison. Wir denken von Spiel zu Spiel. Wir müssen uns jetzt darauf konzentrieren, nicht ins alte Muster zu verfallen“, warnt der 39-Jährige vor dem Spiel gegen den Kissinger SC. Denn die ersten 20 Minuten gegen den TSV Täfertingen erinnerten stark an die vergangene Saison.

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