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Basketball

14.04.2015

Zum Abschied noch eine Premiere

Früher als geplant musste Max Uhlich das Spiel beenden. Nach zwei technischen Fouls schickten die Unparteiischen den Youngster der BG Leitershofen/Stadtbergen vorzeitig zum Duschen. Auf dem Weg in die Kabine musste er noch einmal an der Zuschauerkulisse in der Osterfeldhalle vorbei.
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Früher als geplant musste Max Uhlich das Spiel beenden. Nach zwei technischen Fouls schickten die Unparteiischen den Youngster der BG Leitershofen/Stadtbergen vorzeitig zum Duschen. Auf dem Weg in die Kabine musste er noch einmal an der Zuschauerkulisse in der Osterfeldhalle vorbei.

BG Leitershofen/Stadtbergen verabschiedet sich mit Niederlage aus der Osterfeldhalle und hat damit die Chance auf Platz zwei verspielt. Ein Spieler muss schon früher unter die Dusche

Die BG Topstar Leitershofen/ Stadtbergen hat sich mit einer 72:90 (28:35)-Niederlage aus der altehrwürdigen Osterfeldhalle verabschiedet. Das letzte Heimspiel, das noch einmal 400 Zuschauer verfolgten, war gleichzeitig das Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten Baskets Vilsbiburg und hatte noch einmal alles zu bieten, was dem Basketball-Tempel in den letzten 30 Jahren zu Prädikat „Osterfeldhölle“ verholfen hatte. Mehrfach starteten die Kangaroos Aufholjagden, am Ende allerdings eine zu wenig. Ja, es gab sogar im Abschiedsspiel noch eine Premiere: Max Uhlich musste vorzeitig unter die Dusche. Etwas noch nie Dagewesenes!

Schiedsrichter ziehen sich den Zorn des Publikums zu

Zudem eine Schlüsselszene, denn den bärenstarken Nachwuchsmann hätte man in einer harten und hektischen Partie gut gebrauchen können. Zur Hektik trug auch das Schiedsrichtergespann bei. Nicht nur in jener zwölften Minute zogen sich Matthias Reiser und Patrick Richter den Zorn des Leitershofer Publikums zu. Was war passiert? Der am Mittelkreis mit dem Ball am Boden liegende Uhlich war von seinem Gegenspieler gefoult worden. Während die beiden Kontrahenten noch rangelten, lief ein Gästespieler allein auf den Korb zu und wurde per Foul gestoppt. Der verärgerte Uhlich erhielt wegen Reklamierens innerhalb kürzester Zeit zwei technische Fouls aufgebrummt. Der 20-Jährige musste nach dieser Spieldisqualifikation seine sieben Sachen packen. Für ihn war das Spiel beendet.

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Die Leitershofer, die gerade einen 5:12-Rückstand durch Dreier von Harald Debelka und Uhlich in eine 19:17-Führung verwandelt hatten, ließen sich nicht nur durch die daraus resultierende Freiwurfserie aus dem Tritt bringen, sondern verloren generell den Faden. Schnell geriet man erneut mit 21:32 in Rückstand.

Beim Gang in die Pause tat BGL-Trainer Adnan Badnjevic dem Schiedsrichtergespann noch seine Meinung kund, kassierte dafür ein technisches Foul, sodass die zweite Halbzeit mit einem Freiwurf für Vilsbiburg begann. Doch die BGL startete eine weitere Aufholjagd. Als dann durch einen Tip-In von Dominik Veney der Ausgleich zum 38:38 gelang (24.), brodelte der Hexenkessel in der Osterfeldhölle ein letztes Mal. Anschließend lief es wieder andersherum, die Gäste zogen erneut auf 52:40 davon (27.).

Die aufopferungsvoll kämpfenden Kangaroos gaben in einer recht ruppigen und zerfahrenen Partie aber nicht auf. Vor allem Nachwuchsspieler Julian Breuer drehte nun auf. Der 18-Jährige spielte vollkommen unbeschwert und sorgte mit zwei Dreiern dafür, dass es mit einem 56:56 ins Schlussviertel ging. Und es kam noch besser: Breuer mit seinem dritten Dreier gelang unter dem Jubel der Fans sogar die 61:59-Führung. Den folgenden 66:61-Gegenschlag glich der bärenstarke Dominik Veney im Alleingang mit fünf Zählern in Serie zum 66:66 in einer nun hoch spannenden Partie wieder aus (35.).

Aber erneut brachten die Leitershofer das Momentum der Aufholjagd nicht auf ihre Seite. Der Tabellenzweite brach mit einer weiteren 10:0-Serie endgültig die Moral der Kangaroos, denen für eine weitere Aufholjagd die Kraft fehlte. Vilsbiburg konnte in den beiden Schlussminuten gegen platte Leitershofer den Vorsprung sogar noch deutlich ausbauen. Das Ergebnis fiel am Ende wesentlich höher aus, als es dem eigentlichen Spielverlauf entsprach. Die Leitershofer haben damit ihre Chance auf den zweiten und wahrscheinlich auch auf den dritten Tabellenplatz verspielt.

BG Leitershofen/Stadtbergen: Spindler, Lockhart (13/3 Dreier), Braun, Chalusiak, Uhlich (4/1 Dreier), Hadzovic (9), Veney (25/1 Dreier), Debelka (6/2 Dreier), Tesic, Knopke, Breuer (15/3 Dreier).

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