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Kreisliga Augsburg

10.11.2018

Zum Punkten verdammt

Nachdenklicher Thomas Kempter. Obwohl der Trainer des SSV Margertshausen mit seiner Mannschaft zuletzt zwei unerwartete Auswärtssiege feiern konnte, schwebt das Abstiegsgespenst weiter über dem Hungerberg. Aber der Aufsteiger zittert mit der halben Liga.
Bild: Marcus Merk

Bei der Ausgeglichenheit der Mannschaften darf man sich im Abstiegskampf keine Schwäche erlauben. Zusmarshausen will Ludls Werk zu Ende bringen

Der Rücktritt von Trainer Christian Ludls zeigte beim TSV Zusmarshausen die gewünschte Wirkung. Nichtsdestotrotz hat der 40-Jährige dort seine Spuren hinterlassen. Die Mannschaft und die Verantwortlichen wollen den Kessel jetzt flicken – als Dank an den Ex-Coach. Zum Punkten verdammt sind die Teams im Abstiegskampf, der bereits ab Tabellenplatz sieben beginnt. Von dort bis zum Schlusslicht Zusmarshausen sind neun Mannschaften nur durch sieben Punkte getrennt. Der TSV Neusäß kann den 18. Spieltag ganz gechillt verfolgen: Der Spitzenreiter ist spielfrei.

Natürlich war das Glück am vergangenen Wochenende auf der Seite des Tüchtigen. „Wir haben uns reingebissen und zuvor trainiert wie die Wilden. Am Ende war das Glück auf unserer Seite“, erklärt der Sportliche Leiter Matthias Voss. Eine Großchance reichte dem TSV, um dem Bezirksliga-Absteiger TSV Haunstetten zwei wichtige Punkte im Kampf um den Aufstieg abzuluchsen. Die Farce an der Sache: Das „Konzept Ludl“ ging auf – nur eben ohne Ludl. „Alles läuft weiter wie bisher, wir halten an dem Konzept fest. Wir werden da unten rauskommen, für Christian“, huldigte Voss seinen ehemaligen Trainer. Daher gibt es für die Partie gegen die Bayernliga-Reserve des TSV Schwabmünchen aus sportlicher Sicht nur eine Marschroute. „Wir versuchen, uns so zu präsentieren, wie wir es bereits gegen Haunstetten eindrucksvoll gezeigt haben. Klappt das, sind wir auch in Schwabmünchen nicht chancenlos.“

Die Serie ist gerissen. Nach vier Spielen musste der SSV Anhausen wieder eine Niederlage einstecken. In die Rubrik „Unglücklich“ sei das 0:1 gegen den TSV Dinkelscherben einzuordnen. „Hätten wir das Tor gemacht, wäre eine Punkteausbeute drin gewesen“, bedauert Spielertrainer Benedikt Schmid. Davon lässt sich der Tabellenachte jedoch nicht aus der Ruhe bringen. „Jetzt heißt es Mund abwischen, weiter machen und am kommenden Wochenende was mitnehmen“, lautet die Devise für den 18. Spieltag. Auf den SSV wartet bei Bezirksliga-Absteiger Haunstetten jedoch eine Herkulesaufgabe. „Für mich ist Haunstetten die spielerisch beste Mannschaft, die uns bereits in der Hinrunde vor Probleme gestellt hat. Doch wir werden versuchen, defensiv kompakt zu stehen und einen Zähler mitzunehmen“, ergänzt der 27-Jährige optimistisch.

. „Der Schiedsrichter hatte alles unter Kontrolle“, war Spielertrainer Franz Stroh nach dem 3:0-Erfolg gegen Suryoye Augsburg gar erleichtert. „Zudem fielen zum richtigen Zeitpunkt die Tore.“ Der FCHo kann nun mit einem Acht-Punkte-Vorsprung auf die Abstiegsränge erstmal durchatmen, mit einem Sieg gegen Wehringen sogar beruhigt in winterlichen Gedanken schwelgen. „Es wird ein schweres Pflaster. Beim FSV sind einige Leistungsträger wieder zurückgekehrt. Doch ein Dreier wäre für einen vorerst sorgenfreien Saisonverlauf immens wichtig“, erklärt Stroh. Wehringen hat in drei der letzten vier Partien gepunktet.

So glücklich, wie berichtet, sei der 1:0-Erfolg beim SSV Anhausen gar nicht gewesen, meinte zumindest Trainer Michael Finkel. „Es war ein dreckiger, aber kein glücklicher Sieg. Doch nach dem 1:0 hatten wir noch zahlreiche Chancen, haben es lediglich verpasst, den Deckel drauf zu machen“, dementiert der 40-Jährige. Unglücklich oder dreckig – hin oder her. Mit nun 29 Zählern und zwei Siegen in Folge hat sich der TSV Dinkelscherben aus der Negativspirale befreit und steht auf einem guten dritten Platz. „Diese Serie wollen wir jetzt ausbauen. Doch dafür müssen wir uns gegen Suryoye auf uns konzentrieren. Denn sie haben gute Einzelspieler, die immer wieder für eine Überraschung sorgen können“, analysiert Finkel.

Eins haben die beiden Nachbarn gemeinsam: Beide stehen sie unter Zugzwang. Während der TSV Göggingen nach der 1:5-Schmach auf dem Kobel einen Sieg braucht, um am Spitzenquartett Anschluss zu halten, rettet den TSV Leitershofen derzeit nur der direkte Vergleich über den Strich. „Nach drei Niederlagen in Folge ist es an der Zeit, wieder zu punkten. Dementsprechend haben wir trainiert. Ich hoffe wir können uns zusammenreißen und das, was wir uns vorgenommen haben auch umsetzen“, appelliert Trainer Bernd Endres an seine Elf. Dass der TSV Göggingen angesichts der bisherigen Punkteausbeute der klare Favorit ist, ist auch dem 38-Jährigen bewusst. „Dennoch werden die nach dieser Niederlage nicht mit breiter Brust auf die Alm kommen“, so Endres, der die Gäste genau dort packen will – an der Ehre.

„Verdammt zum Punkten“ ist der SSV Margertshausen. Trotz kleiner Siegesserie kommt der Aufsteiger nicht so richtig aus dem Tabellenkeller. Die Konkurrenz schläft eben nicht. „Auf der einen Seite müssen wir punkten, auf der anderen wird es ein ganz harter Brocken. Sie haben nicht ohne Grund die beste Offensive der Liga“, hat die Spielvereinigung bei SSV-Coach Thomas Kempter Eindruck hinterlassen. Mit 37 Toren treffen die Schützlinge von Oliver Haberkorn 2,3 mal pro Spiel. Doch mit 26 Gegentoren kassierte der Tabellenfünfte sogar zwei mehr als der Aufsteiger aus Margertshausen. „Ich hoffe daher, dass wir den Rückenwind und den Schwung der letzten Wochen trotz spielfreiem Wochenende mitnehmen und der Spielvereinigung ein Bein stellen können“, meint Kempter. Sein Gegenüber erinnert sich indes an das Hinspiel (2:2). „Margertshausen ist eine kämpferisch starke Mannschaft, die uns schon mal um Punkte gebracht hat“, so Haberkorn. „Doch wir wollen die Leistung vom vergangenen Wochenende wiederholen.“

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