Langweid

02.12.2019

Zurück von Wolke sieben

Nach fünf spannenden Sätzen mussten Martina Erhardsberger und Vitaljia Venckute (von links) dann doch das Handtuch werfen. Gegen Tostedt gab es für den TTC Langweid eine 2:6-Heimniederlage.
Bild: Oliver Reiser

Nach der 2:6-Heimniederlage gegen den MTV Tostedt ist die Euphoriewelle der Tischtennis-Frauen des  TTC Langweid wieder etwas abgeebbt

Nach den beiden Auswärtssiegen in Berlin und Leipzig sowie den durchaus ansehnlichen Vorstellungen gegen Uentrop (1:6) und Offenburg (5:5) stellte sich beim TTC Langweid so etwas wie Euphorie ein. Der Aufsteiger in die 2. Bundesliga schwebte förmlich auf Wolke sieben. Nach der zweiten Heimniederlage in Folge sind die Tischtennis-Frauen aus dem Landkreis Augsburg aber auf dem Boden der Tatsachen zurück. War das 0:6 gegen die Aufstiegsanwärter ESV Weil noch einkalkuliert, so gingen diesmal die Pläne nicht auf. Gegen den MTV Tostedt hatte man sich mehr ausgerechnet, als die 2:6-Niederlage, die am Ende zu Buche stand. Zumal es diesmal eine relative große Kulisse in der Dreifachsporthalle gab. Eine Klasse des Gymnasiums Wertingen verfolgte im Rahmen eines Sportprojektes die Partie auf der Tribüne.

„Schade“, meinte Spielertrainer Cennet Durgun hinterher und blickte dabei in erster Linie auf die beiden im fünften Satz verlorenen Doppel zurück. „Dabei habe ich die Paarungen extra noch so gedreht, dass es auch hätte 2:0 ausgehen können. Dann wäre ein 5:5 möglich gewesen. Doch dazu hätten wir ein bisschen Glück gebraucht.“

Das Spitzenduo Nathaly Paredes und Loan Le war hinterher ein bisschen frustriert, nachdem sie sich im vierten Satz (15:13) toll zurück gekämpft hatten. Vor allem die Langweider Nummer eins fand daraufhin überhaupt nicht ins Spiel, verlor sowohl gegen Yvonne Kaiser als auch gegen Irene Ivancan glatt mit 0:3. „Das Spiel gegen Abwehr ist auch nicht unbedingt ihre Stärke“, nahm Durgun die 19-jährige Ecuadorianerin in Schutz. Für eine Überraschung sorgte hingegen Loan Le, die sich gegen die ehemalige Nationalspielerin Ivancan aufraffte und nach fünf knappen Sätzen schließlich mit 13:11 den ersten Langweider Punkt holte. „Sie hat das sehr clever gegen diese routinierte Gegnerin gemacht“, lobte Durgun. Und auch Katharina Schneider, die langjährige Spitzenspielerin des TTC, zollte ihrer Nachfolgerin Anerkennung: „Ein Sieg gegen Ivancan ist schon eine Hausnummer.“

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Ebenfalls fünf Sätze benötigte Martina Erhardsberger, um gegen Finja Hasters den zweiten Zähler für den TTC einzutüten. Vitaljia Venckute wehrte sich gegen Svenja Koch verzweifelt, musste aber in vier Sätzen klein beigeben. „Das Ergebnis sieht klarer aus, als es das Spiel war“, zog Cennet Durgun Bilanz und blickt schon wieder nach vorne. Am kommenden Sonntag steht für die TTC-Ladys die Begegnung beim Tabellenschlusslicht NSU Neckarsulm auf dem Programm. Im Kampf um den Klassenerhalt ein so genanntes Vier-Punkte-Spiel. „Da muss ein Sieg her!“

TTC Langweid – MTV Tostedt 2:6. Paredes/Le – Kaiser/Hasters 8:11, 11:8, 8:11, 15:13, 7:11; Erhardsberger/Venckute – Ivancan/Koch 11:3, 4:11, 11:7, 4:11, 8:11; Nathaly Paredes – Yvonne Kaiser 6:11, 10.12, 3:11; Loan Le – Irene Ivancan 7:11, 11:5, 7:11, 11:6, 13:11; Martina Erhardsberger – Finja Hasters 8:11, 11:4, 5:11, 11:2, 11:5; Vitaljia Venckute – Svenja Koch 4:11, 10:12, 11:7, 5:11; Paredes – Ivancan 7:11, 8:11, 6:11; Le – Kaiser 3:11, 5:11, 5:11.

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