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Fußball
14.01.2022

Wie der Verband die 2G-Regel umsetzen will

Ungeimpfte dürfen nicht mitspielen, zählen aber zum Kreis der spielfähigen Akteure.

Der Vorstand des Bayerischen Fußball-Verbandes (BFV) hat den sogenannten Corona-Paragrafen (Paragraf 94 der Spielordnung, bzw. Paragraf 54 der Jugendordnung) aktualisiert und für den Fall vorgebaut, dass der Spielbetrieb aufgrund staatlicher Vorgaben im Frühjahr 2022 nur unter 2G-Bedingungen fortgeführt werden kann: Sollten nicht vollständig gegen das SARS-CoV-2-Virus immunisierte Spielerinnen und Spieler allein aus diesem Grund aufgrund behördlicher Verfügung oder anderer öffentlich-rechtlicher Vorschriften nicht oder nur bis zu einer bestimmten Höchstzahl am Spielbetrieb teilnehmen dürfen, zählen diese demnach zum Kreis der spielfähigen Akteure. Vereine können folglich kein Spiel absagen, wenn sie aufgrund von nicht geimpften/nicht genesenen Spielern nicht spielfähig sind und ein Spiel nicht austragen können.

„Wir haben bereits im vergangenen Dezember in einem Schreiben an unsere rund 1,6 Millionen Mitglieder in den fast 4600 Vereinen mit aller Deutlichkeit erklärt: Keiner von uns wünscht sich einen Trainings- oder Spielbetrieb ausschließlich für Geimpfte/Genesene. Sollte uns das jedoch durch staatliche Vorgaben auferlegt werden, dann werden wir den Spielbetrieb unter 2G-Bedingungen austragen“, sieht der für Rechtsfragen zuständige BFV-Vizepräsident Reinhold Baier den Verband in der Pflicht. „Mit der Anpassung der bestehenden Regelungen bereiten wir uns auf den Worst Case vor und unterstreichen noch einmal, dass wir nur dann wirklich gut vorbereitet sind, wenn maximal viele Spieler und Zuschauer auch geimpft und geboostert sind.“ Der Bayerische Fußball-Verband und seine Mitgliedsvereine organisieren bereits seit Ende Juli zusätzlich zu den offiziellen Impfangeboten der Gesundheitsämter Aktionen vor Ort in den bayerischen Klubs. Insgesamt 50 bayerische Vereine von der A-Klasse bis zur Bundesliga haben bislang mindestens eine mobile Impfaktion organisiert und damit schon zusätzlich über 4000 Menschen erreicht. (AL)

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