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Gersthofen klettert an die Spitze

Fußball-Bezirksliga

Dinkelscherben doppelt im Pech, Gersthofen mit Doppelschlag in Unterzahl

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    Im zweiten Spiel zum zweiten Mal zweimal getroffen hat Fareed Lawal vom TSV Gersthofen beim 3:0-Sieg gegen den TSV Nördlingen II. Verfolgt wird er hier von Kubilay Özcan.
    Im zweiten Spiel zum zweiten Mal zweimal getroffen hat Fareed Lawal vom TSV Gersthofen beim 3:0-Sieg gegen den TSV Nördlingen II. Verfolgt wird er hier von Kubilay Özcan. Foto: Oliver Reiser

    Gleich vier Spiele standen in der Bezirksliga Nord am Freitagabend auf dem Programm. Dabei setzte sich der TSV Gersthofen mit einem 3:0-Sieg gegen den TSV Nördlingen II zunächst einmal an die Spitze. Der TSV Meitingen musste gegen den VfR Jettingen eine empfindliche 0:4-Heimklatsche hinnehmen. Aufsteiger TSV Zusmarshausen musste sich nach 2:0-Führung beim VfR Neuburg mit einem 2:2 begnügen, der FC Horgau hatte gegen den VfL Ecknach das Nachsehen. Doppeltes Pech hatte der TSV Dinkelscherben, der einen wichtigen Spieler durch Verletzung und durch ein Eigentor das Spiel gegen Aufsteiger Joshofen verlor.

    TSV Gersthofen - TSV Nördlingen II 3:0 (1:0). Als Kerem Bakar nach 52 Minuten die Ampelkarte sah, schien es für den TSV Gersthofen eng zu werden. Doch genau das Gegenteil trat ein. Innerhalb von 200 Sekunden sorgte die Heimelf mit einem Doppelschlag in Unterzahl für die Entscheidung. Zunächst netzte Fareed Lawal nach großartiger Vorarbeit von Aivin Emini eiskalt zum 2:0 ein (56.), drei Minuten später erhöhte Joachim Markaj nach Freistoß von Emini zum 3:0. Damit war der Drops gelutscht. „Die Jungs haben geduldig gespielt, genau so, wie wir es ausgemacht hatten“, konstatierte Trainer Ajet Abazi. „Nach der Pause waren die Räume dann da, weil Nördlingen nach vorne spielen musste. Dann haben wir sie ausgekontert. Daran sieht man auch, dass wir eine gewisse Qualität haben.“ Die Gäste aus dem Ries fanden kein Durchkommen gegen die sattelfeste Gersthofer Hintermannschaft. Bei zwei Freistößen von Luca Lechler war Torhüter Julian Lippmann auf dem Pfosten. Für die gefährlichsten Situationen sorgten die Einheimischen selbst. Abgefälschte Bälle von Christian Vogel (45.+4) und Adnan Muminovic (75.) landeten an der Querlatte oder zischten knapp vorbei.

    Newcomer zeigt sich als eiskalter Torjäger

    Gersthofen hatte druckvoll begonnen. Jermaine Meilinger köpfte zunächst aus vier Metern genau auf den Torwart (7.). Nach einer Viertelstunde tankte sich dann Kerem Bakar durch. Seinen Schuss konnte der Keeper noch abwehren, doch Fareed Lawal stand genau richtig und setzte das Leder zum 1:0 ins Netz. „Da muss man erst einmal die Nerven behalten und den Ball zwischen fünf Abwehrspielern hindurch reinschießen“, lobte Abazi seinen Torjäger, der in den ersten beiden Spielen jeweils zweimal getroffen hat. Frech und unbekümmert jagte der „Franz“, wie in seine Mitspieler nennen, wenig später seinem Gegenspieler den Ball ab, schoss aber knapp drüber. Ein Tor wert gewesen wäre auch der Freistoß von Kapitän Aivin Emini, der am Torwinkel landete (45.+2). Der einzige ernsthafte Konter der Gäste wurde von Luca Zamfir mit einem schulbuchmäßigen Tackling unterbunden (38.). „Ich bin sehr zufrieden, weil wir eine ganze Halbzeit zu zehnt agiert haben und kein Gegentor bekommen haben“, so Trainer Ajet Abazi nach dem Schlusspfiff. (oli)

    Lehrstunde für den TSV Meitingen

    TSV Meitingen - VfR Jettingen 0:4 (0:1). So hatte man sich das beim TSV Meitingen nicht vorgestellt. Nach dem 2:1-Sieg gegen den SV Wörnitzstein-Berg gab es gegen einen weiteren Titelaspiranten eine derbe Heimschlappe. Jettingen machte von Beginn an Betrieb und TSV-Keeper Niklas Schmitt konnte zunächst noch mit einer Glanzparade das 0:1 verhindern (11.), ehe er in der 16. Minute dann doch geschlagen war. Dominik Wohnlich staubte zum 0:1 ab. Es war nicht der Tag des TSV Meitingen, denn kurze Zeit musste auch noch Torjäger Michael Meir verletzt runter. Sieben Minuten nach dem Seitwechsel erhöhte Benedikt Ost nach einem Konter auf 0:2. Und es kam noch schlimmer: Pascal Prünstner markierte das 0:3 (61.) und nach einer Ecke erhöhte Christoph Wachs gar auf 0:4 (82.). Am Ende wurde es zur Lehrstunde für die Schützlinge von Trainer Andreas Wessig. Gelegenheit zur Wiedergutmachung gibt es bereits am Mittwoch im Derby gegen den TSV Gersthofen. (AZ)

    TSV Dinkelscherben – SpVgg Joshofen-Bergheim 0:1 (0:0). Vor 250 Zuschauern lief es am Ende für Dinkelscherben im Duell gegen den Aufsteiger doppelt bitter, denn nach einem üblen Foul am starken Neuzugang Marco Schneider im Mittelfeld fiel dieser in vollem Lauf so unglücklich auf die Schulter, dass er direkt mit dem Sanka abtransportiert werden musste und mit einer Schlüsselbeinverletzung lange ausfallen wird (84.). Die folgende Zehn-Minuten-Strafe brachte auch keine Überzahl, da die Heimelf ihr Wechselkontingent zu diesem Zeitpunkt bereits ausgeschöpft hatte. Und es kam noch schlimmer, denn trotz drückender Überlegenheit gelang den Gästen kurz vor Schluss sogar noch der Siegtreffer, als der Ball nach einem Freistoß unglücklich vom Rücken von Hakan Avci ins eigene Tor kullerte (89.). Somit entführte der Gegner ohne einen einzigen eigenen Torschuss alle drei Punkte vom Kaiserberg und die Lila-Weißen trauern ihren zahlreichen Torchancen nach. Vor allem die beiden Offensivkräfte Felix Rost und der zur Pause eingewechselte Thomas Kubina hätten mehrfach treffen können, aber entweder wurde aus aussichtsreicher Position über den Kasten geschossen oder man scheiterte an Gästekeeper Schmidt beziehungsweise an der vielbeinigen Abwehrreihe. Viel Zeit zum Aufarbeiten bleibt jedoch nicht, denn bereits am Mittwoch steht das bedeutsame Derby in Zusmarshausen auf dem Spielplan. (maku) 

    FC Horgau – BC Rinnenthal 1:2 (0:0). Auch wenn der Sieg der Gäste aufgrund der Chancen in der ersten Halbzeit insgesamt verdient war, ist er aus Sicht der Kleeblatt-Elf auch irgendwie unnötig gewesen. Denn weder Daniel Koller brachte freistehend aus acht Metern den Ball im Tor unter (20.), noch der Rinnenthaler Stürmer, der völlig frei vor Felix Häberl auftauchte (36.). Beide Male parierte der Horgauer Schlussmann glänzend. Danach war es nochmal Koller, der aus 7 Metern (37.) über das Gehäuse schoss. Einzig der Abschluss von Christian Herr (28.), der knapp am kurzen Eck vorbei ging, ist als Chance für die Heimmannschaft zu verzeichnen gewesen. Etwas gleichmäßiger waren die Spielanteile dann im zweiten Durchgang verteilt. Der Führungstreffer resultierte aus einem Horgauer Angriff, der mit einem weiten Ball geklärt wurde, dabei verschätzte sich Maximilian Wurm und Spielertrainer Manuel Utz lief allein auf Häberl zu, den Querpass musste Julian Büchler nur noch ins leere Tor schieben (62.). Auch der zweite Gästetreffer resultierte aus einem Abstimmungsproblem in der Horgauer Defensive. Diesmal war es Utz selbst, der allein aufs Tor lief und diesmal selbst überlegt einschob (80.). Der Anschlusstreffer, den Christian Habermeier per Kopf nach schöner Vorarbeit von Stefan Kirchberger in der 86. Minute erzielte, kam zu spät, um noch einen Punkt mitzunehmen. (tög)

    VfR Neuburg - TSV Zusmarshausen 2:2 (2:2). Der TSV Zusmarshausen nimmt beim ersten Auswärtsspiel in der Bezirksliga einen Punkt aus Neuburg mit.Die Gäste erwischten an der Donau den besseren Start und schlugen früh zu. Nach einem Fehler im Spielaufbau war Marc Sirch in der zehnten Spielminute zur Stelle und brachte den TSV in Front. Nur zwei Minuten später schlich sich Luca Jaskolka hinter den Rücken der Neuburger Defensive und baute die Führung der Gäste aus. Im Anschluss übernahmen die Neuburger das Spielgeschehen und verkürzten durch Ferdinand Fischer-Stabauer in der 27. Minute. Mit dem Pausenpfiff fingen sich die Aufsteiger auch noch den Ausgleich. Erneut traf Fischer-Stabauer nach einem Konter (45.). In der zweiten Hälfte entwickelte sich ein echter Schlagabtausch, in dem beide Teams zu ihren Chancen kamen. Fischer-Stabauer traf nur den Pfosten, auf Seiten der Zusmarshausener scheiterten Sirch, Moritz Schönwälder, Fabian Strehle und Tim Wilde aus aussichtsreichen Positionen am Neuburger Schlussmann. So blieb es beim 2:2-Remis. Nach der Partie zeigte sich Zusmarshausens Coach Lukas Drechsler zufrieden mit dem Punktgewinn: „Gegen einen fußballerisch richtig starken Gegner ist ein Punkt auswärts völlig in Ordnung. Trotzdem hatten wir genügend Chancen, um einen Sieg mitzunehmen.“ (strl)

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