Die Teilnehmergemeinschaft der Flurneuordnung Rothtal‑Rothsee geht mit einer neuen Vorstandschaft in die nächsten sechs Jahre. Georg und Johann Reitmayer als Vertreter des Marktes Zusmarshausen wurden in ihren Ämtern bestätigt. Für die Gemeinde Horgau ist Martin Hildensberger wiedergewählt; ihm zur Seite steht künftig Walter Steinle. Für die Gemeinde Kutzenhausen werden Martin Mayr und Michael Merk Sitz und Stimme im Vorstand haben. Vorstandsvorsitzender bleibt Fabian Rösch, ebenso wie sein Stellvertreter Bernhard Bacherle (beide Amt für Ländliche Entwicklung, ALE, Schwaben).
Das Vorstandsteam bekräftigte für die kommende Legislaturperiode die laufenden Maßnahmen zur Revitalisierung der Gewässer. Ziel des Projektes ist es, den Sedimenteintrag in den Rothsee und seine Zuflüsse deutlich zu verringern, die Fließgeschwindigkeiten zu dämpfen sowie Pufferstreifen zu schaffen. Zugleich sollen Freizeit‑ und Naturraum aufgewertet und Landwirtschaft, Naturschutz und Naherholung besser miteinander verknüpft werden.
Was ist bisher passiert?
Dazu wurde an der Gemeindegrenze zwischen Horgau und Kutzenhausen ein Retentionsraum geschaffen. Zudem wurden dort weitere kleine Rückhalteräume angelegt. Nördlich von Auerbach ist inzwischen eine lange ungenutzte Quellfassung rückgebaut und der Quellbereich des Döllenbachs renaturiert. Stromabwärts im Süden von Auerbach erhielt ein Bachabschnitt eine naturnahe Umgestaltung, ergänzt durch ein parallel zum Bach angelegtes Becken, das Sedimente zurückhält. In der Gemarkung Horgauergreuth entstand ein weiteres Sedimentbecken. Eine über 200 Meter ehemals mit Betonschalen ausgekleidete Bachsohle wurde revitalisiert; seither fließt das Wasser gemächlicher und der natürliche Bewuchs stärkt die Selbstreinigungskraft der Kleingewässer. Direkt am Rothsee in Zusmarshausen wurde zudem ein Schlammbecken für die periodische Entnahme von Sedimenten errichtet.
Was ist heuer geplant?
Die bereits realisierten Maßnahmen würden schon sichtbare Effekte zeigen. Mit der neuen Vorstandschaft will die Teilnehmergemeinschaft nun die begonnenen Erfolge sichern und die Maßnahmen zur Verbesserung von Hochwasserschutz, Wasserqualität und Erholungswert in der Region konsequent fortsetzen. Noch in diesem Jahr ist die Erweiterung des Sedimentbeckens am Rothsee und die Bachrenaturierung am Reichenbachgraben östlich von Horgauergreuth geplant. (AZ)
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