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Augsburg

23.11.2017

100 Variationen in Grün

Eine Fülle von Material will die Simpert-Schule bis zum Adventsmarkt zu Kränzen und Gestecken verarbeiten.
Bild: Annette Zoepf

Eltern und Schüler bereiten mit dem Kollegium der Simpert-Schule und der Sozialpädagogischen Tagesstätte den Adventsmarkt im Garten vor.

„Zur Kranzwerkstatt bitte in den Keller gehen“, lautet der Hinweis an der Eingangstür der Simpert-Schule im Textilviertel. Dort haben sich schon einige Mütter eingefunden und Grünzeug sowie Drahtrollen zurechtgelegt. Marion Schröppel, die früher einmal als Floristin gearbeitet hat, tastet sich gerade wieder an die Materie heran. „Nach dem ersten Kranz“, sagt sie, „kommt man wieder rein.“

Rektorin Jutta Mönninghoff ist vor allem von der Vielfalt fasziniert, die in diesem Jahr für den Adventsmarkt verarbeitet werden kann. „Wir haben Tannengrün aus dem Schwarzwald und dem Allgäu, Zypressen- und Olivenzweige aus der Toskana, Hagebutten und Buchs aus heimischen Beständen“, sagt sie, überzeugt davon, dass es in der Kombination toll aussehen wird.

Advent im Simpert-Garten

Am kommenden Freitag, 24.

November, haben die Schule und ihre Sozialpädagogische Tagesstätte (SPT) wieder zwischen 16 und 18 Uhr zum „Advent im Simpertgarten“ in der Hermann-Kluftinger-Straße eingeladen. SPT-Leiter Bernhard Schuster, der mit der Einrichtung gerade das 15-jährige Bestehen gefeiert hat, freut sich über den „gigantischen“ Duft ätherischer Öle, der durchs ganze Haus zieht. Zusammen mit den Eltern und Mitarbeitern haben sich er und Jutta Mönninghoff vorgenommen, Besuchern und Nachbarn mindestens 100 Kränze offerieren zu können.

Die Schüler haben auch im Werkunterricht fleißig für den Adventsmarkt gearbeitet. Unter anderem wurden nach Auskunft der Rektorin Hagebutten und Eicheln gefilzt und Holzengel gefertigt. Während Kaffee und Kinderpunsch für Groß und Klein ausgeschenkt und den Gästen außerdem Würstchen und Lebkuchen angeboten werden, hoffen die Initiatoren auf gute Verkäufe ihrer Kreationen. Laut Jutta Mönninghoff hatte die „Simpertschulfamilie“ im vergangenen Jahr bei ihrem Verkauf durchaus „ordentlich eingenommen“. Jetzt hofft sie auf entsprechend gutes Wetter. Knackig kalt könne es laut Mönninghoff schon sein, nur trocken sollte es bleiben. Das eingenommene Geld werde dann für diverse Schulprojekte – von Theater bis Ausflug – ausgegeben. „Wir freuen uns über jeden Cent“, sagt die Schulleiterin, die auf viele Besucher hofft.

Kranz um Kranz entsteht

Aktuell gehen 48 Kinder in die fünf Klassen der von der Schwabenhilfe getragenen Simpert-Schule. Ferner werden die Schüler in vier SPT-Gruppen betreut. Während im Keller Kranz um Kranz entsteht, entwickeln sich rund um den Arbeitstisch intensive Gespräche. „Spannende Gespräche“, wie Bernhard Schuster meint, in denen es ums Schulranzenpacken ebenso geht wie um die Kunst, ein Hausaufgabenheft zu führen. Die Kunst des Kranzbindens besteht laut Floristin Marion Schröppel letztlich darin, dass man am Ende zwischen den Zweigen den Draht nicht sieht. Die Simpert-Schule hat ihren Verkauf bewusst früh terminiert – denn im Dezember gebe es ein Überangebot.

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