1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg)
  3. 140 Flüchtlinge ziehen am Montag in Unterkunft am Kobelweg

Augsburg

08.11.2018

140 Flüchtlinge ziehen am Montag in Unterkunft am Kobelweg

In die Unterkunft im Kobelweg ziehen ab Montag Flüchtlinge.
Bild: Silvio Wyszengrad

Insgesamt 140 Flüchtlinge ziehen ab Montag in die Unterkunft in Kriegshaber. Wie der Betrieb in der Zweigstelle des Ankerzentrums Donauwörth geplant ist.

Die neue Asylunterkunft am Kobelweg 82a im Stadtteil Kriegshaber wird am Montag, 12. November, bezogen. Dann werden die ersten Flüchtlinge hier einziehen. Diesen Termin hat jetzt die Regierung von Schwaben, die die Einrichtung betreibt, genannt. Es handelt sich um eine Zweigstelle des Ankerzentrums Donauwörth, in dem gegenwärtig mehr als 800 Menschen leben. Eine zweite Außenstelle im Stadtgebiet gibt es in Inningen. Hier sind gegenwärtig 45 Flüchtlinge untergebracht.

140 Flüchtlinge sollen in die Unterkunft am Kobelweg einziehen

Es ist derzeit geplant, das Gebäude im Kobelweg 82a mit rund 140 Flüchtlingen zu belegen. Damit soll die Einrichtung Donauwörth entlastet werden. Das Gebäude im Kobelweg diente bereits in der ersten Jahreshälfte 2016 als Unterkunft für Flüchtlinge. Sie zogen dann jedoch im gleichen Jahr wieder aus.

Der Mietvertrag im früheren Leiser-Gebäude war jedoch weitergelaufen, jetzt wird es wieder genutzt. Es sollen Asylbewerber untergebracht werden, die in Donauwörth das Asylverfahren im Wesentlichen durchlaufen haben und nur noch auf die Entscheidung über ihren Asylantrag oder ihre Rückführung warten.

Die Regierung beabsichtigt, im Gebäude in Kriegshaber Flüchtlinge aus der Türkei, Gambia und Nigeria aufzunehmen. Darunter sind auch Familien mit kleinen Kindern, die nicht der KITA-Pflicht unterliegen. Wie es weiter heißt, soll ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Asylbewerbern mit guter und schlechter Bleibeperspektive geachtet wird. Ein Konfliktpotenzial soll auf diese Weise so gering wie möglich gehalten werden.

AF__WYSHohenstaufenstr_057.jpg
20 Bilder
Erste Bilder: Das Ankerzentrum in Inningen öffnet seine Türen
Bild: Silvio Wyszengrad

Die Betreuung der Bewohner übernehmen Mitarbeiter der Regierung, die  Asylsozialberatung vom Bayerischen Roten Kreuz ist ebenfalls vor Ort. Das Sicherheitskonzept für die Einrichtung wurde mit der Polizei, der Stadt Augsburg und den unmittelbar angrenzenden Nachbarn abgesprochen. Danach wird die Unterkunft rund um die Uhr von einem Sicherheitsdienst betreut. Im angrenzenden Gewerbegebiet sollen Streifen unterwegs sein.

Einrichtung für Flüchtlinge in Inningen bleibt vorerst

Die Einrichtung in Inningen wird vorerst weiterbetrieben. Die Regierung von Schwaben verweist hier auf die gegenwärtige Entwicklung in Donauwörth, wo ein zahlenmäßiger Zuzug stattinden. Zudem gibt es seit Jahresbeginn eine gesetzlich vorgegebene längere Verweildauer in der Erstaufnahme.

Bürger können sich unter der Telefonnummer 0821/3272223 mit Fragen zur Unterkunft in Kriegshaber an die Regierung wenden.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

08.11.2018

Erst hat es geheisen es gibt nur noch Ankerzentern ,dann Inningen als Ausnahme und dann ,Inningen wird dann geschlossen wenn Kriegshaber kommt!
Das war vor der Wahl und jetzt läßt man die Katze aus dem Sack ! (edit/mod)

Permalink
07.11.2018

>> Wie es weiter heißt, soll ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Asylbewerbern mit guter und schlechter Bleibeperspektive geachtet wird. Ein Konfliktpotenzial soll auf diese Weise so gering wie möglich gehalten werden. <<

Warum vermindert diese Mischung des Konfliktptenzial?

Es wird doch eigentlich nur Unzufriedenheit "verdünnt"?

Permalink
Lesen Sie dazu auch
Das Flüchtlingsheim auf dem Gelände der ehemaligen Siegerland-Kaserne. Vor gut vier Jahren war bekannt geworden, dass in dem Heim Sicherheitspersonal Flüchtlinge misshandelt und gedemütigt haben soll. Foto: Federico Gambarini/Archiv
Skandal von Burbach

Flüchtlinge in Heim misshandelt: Prozess gegen 30 Angeklagte

ad__web-mobil-starterpaket-099@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket