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Augsburg

04.10.2019

25.000 neue Personalausweise: Was die Augsburger im Bürgerbüro erledigen

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Gut fünf Jahre mussten die Hochzoller auf die Eröffnung ihres Bürgerbüros warten. Jetzt wurde es an der Friedberger Straße 115 neben der Stadtsparkasse eröffnet. Die Team-Leiterin Sabrina Hubel empfing in den neu gestalteten Räumen die ersten Besucher.

Im Augsburger Stadtteil Hochzoll hat ein neues Bürgerbüro eröffnet. Und die Stadt berichtet, mit welchen Anliegen die Augsburger besonders oft kommen.

Was für Hochzoll ein Gewinn ist, geht in Lechhausen mit einem Verlust einher – zumindest für ein Vierteljahr: Am vergangenen Dienstag eröffnete Oberbürgermeister Kurt Gribl mit Ordnungsreferent Dirk Wurm das neue, fünfte Bürgerbüro Augsburgs. Nach langer Suche wurde es in den vergangenen Monaten in einer Immobilie an der Friedberger Straße 115 neben der Stadtsparkasse eingerichtet. Es biete „das identische Leistungsspektrum aller städtischen Bürgerbüros“ – vom Melde-, Pass-, und Ausweis- bis hin zum Kfz-Wesen. Auch die Öffnungszeiten sind wie bei den anderen. Die neue Filiale wird auch den vorübergehenden Engpass in Lechhausen beheben helfen.

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Denn seit acht Tagen stehen die Kunden des Lechhauser Bürgerbüros an der Neuburger Straße 20 vor verschlossenen Türen. Die dringend erforderlichen Renovierungsarbeiten werden nach Auskunft von Dieter Roßdeutscher, Leiter des Bürgeramtes, rund drei Monate in Anspruch nehmen. Im Januar 2020 will man mit den Arbeiten fertig sein. Möbel und Technik wurden abgebaut und eingelagert.

Augsburg eröffnet weiteres Bürgerbüro

Um die Bürgerfreundlichkeit zu steigern, sind umfangreiche Sanierungsarbeiten nach 15-jähriger Betriebszeit unumgänglich. Mit der Schließung des Bürgerbüros in Lechhausen können Bürgerinnen und Bürger auf die bestehenden Bürgerbüros Stadtmitte, Haunstetten, Kriegshaber und jetzt auch Hochzoll ausweichen. Termine können bereits online im neuen Bürgerbüro reserviert werden.

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Das Bürgerbüro Lechhausen ging im Jahr 2003 in Betrieb. Nach dieser langen Betriebszeit sind, wie es heißt, „Ertüchtigungsmaßnahmen“ unumgänglich. Unter anderem werde ein neuer Fußbodenbelag verlegt, die Beleuchtung erneuert sowie die Lüftungs- und Klimaanlage überholt. Auch die DV-Technik müsse aufgerüstet werden. Zudem seien Umstrukturierungen der Arbeitsplätze vorzunehmen.

Die Hochzoller Eröffnung ging für manchen Bürger schon gut los. Um elf Uhr kamen die Ersten, um an der Tür zu lesen: „Aufgrund einer dienstlichen Veranstaltung öffnet das Bürgerbüro heute um ca. 13.30 Uhr.“ Mit dem Kommentar „ausgerechnet“ zieht eine Seniorin am Arm ihres Begleiters weiter.

Rund 47000 Kunden in Lechhausen

Im Jahr 2018 verteilten sich laut dem für die Einrichtungen verantwortlichen Helmut Truschies die 195129 Besucher der Augsburger Bürgerbüros wie folgt: Ins Bürgerbüro Stadtmitte kamen 65.826 zur Erledigung von Verwaltungsangelegenheiten – 11.156 davon nach vorheriger Terminvereinbarung. Das Bürgerbüro Lechhausen hatte 46.803 (5207) Besucher, das Bürgerbüro Haunstetten 41.016 (4721), im Bürgerbüro Kriegshaber waren es 41.484 (4954). Im Vordergrund standen seiner Auskunft nach jeweils die „klassischen Dienstleistungen“ eines Bürgerbüros. Jedoch dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass es auch Sonderarbeitsgruppen gibt, die An der Blauen Kappe abgewickelt werden. Das sei zum Beispiel die Arbeitsgruppe „Importfahrzeuge“, die für die Zulassungen von aus dem Ausland importierten Fahrzeugen zuständig ist. Pro Jahr seien das rund 1000 Vorgänge. Die Arbeitsgruppe „Händlerbereich“ sei für den Dienstleistungsservice für Autohäuser und Zulassungsdienste mit etwa 30.000 Vorgängen im Jahr zuständig.

Die Dichte der Kfz-Händler im Industriegebiet

Anmeldungen einer Wohnung bei Zuzug nach Augsburg gab es laut Helmut Truschies 22.848, Ummeldung einer Wohnung innerhalb Augsburgs 19.187, die Summe der Abmeldungen einer Wohnung aus Augsburg beläuft sich auf 20.748. Personalausweise wurden 25.535, Reisepässe 14.539 beantragt. Umschreibung von auswärtigen Fahrzeugen nach Augsburg waren es 21.392, Umschreibungen innerhalb Augsburgs 7405. Wie Truschies auf Anfrage sagt, ist die Verteilung im Pass-, Ausweis- und Meldewesen in den Bürgerbüros den Besucherzahlen entsprechend ausgewogen. Nur das Kfz-Wesen sei im Bürgerbüro Lechhausen stärker frequentiert. Eine mögliche Erklärung sei die Dichte der Kfz-Händler im Industriegebiet Lechhausen.

Gerade weil das Bürgerbüro Lechhausen stärker frequentiert wird als die übrigen Stadtteilbüros, entschied sich die Stadt laut Truschies, den Osten des Stadtgebietes zur Entlastung mit einem weiteren Bürgerbüro auszustatten. Auch Oberbürgermeister Kurt Gribl und Ordnungsreferent Dirk Wurm betonten bei der Eröffnung, dass durch die Eröffnung der Hochzoller Filiale vorübergehend ein Ausgleich geschaffen werden soll. Und die Stadtverwaltung hat bereits die nächste Destination im Auge. Diese solle in Göggingen entstehen.

Für die Stadtspitze bedeutet das Bürgerbüro an der Friedberger Straße einen „guten Impuls für den Stadtteil“. Die Investition belaufe sich auf gut eine halbe Million Euro. Jetzt sei Hochzoll nach mehr als fünf Jahren Planung mit dem gleichen Leistungsprofil wie Lechhausen ausgestattet.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar:Hochzoll bekommt endlich sein Bürgerbüro

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