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Wettbewerb

27.04.2015

25 Minuten, nicht mehr

Melissa ist die Frontfrau von „Wunderwelt“. Ihre Band schnitt beim „Band des Jahres“-Wettbewerb sehr gut ab.
Bild: Eric Zwang-Eriksson

Eine knappe halbe Stunde bleibt den Musikern, um beim Wettbewerb „Die Band des Jahres“ das Publikum zu überzeugen. Am Ende setzt sich ein Elektro-Pop-Trio durch

Während sich die Besucher entspannt vor der Bühne sammelten, herrschte im Backstage Bereich des Ostwerks am Freitagabend angespannte Stimmung. Kein Wunder, für die Musiker ging es um den begehrten Titel „Band des Jahres 2015“. Von ursprünglich 29 angetretenen Bands hatten es fünf bis in das Finale geschafft. Wer von ihnen würde den ersehnten Preis einheimsen?

War es in den Vorentscheiden eine Jury hochkarätiger Vertreter aus Musik und Kultur gewesen, die über das Weiterkommen in die nächste Runde entschieden hatten, ist es seit letztem Jahr das Publikum, das im Finale den Sieger per Stimmzettel kürt. Auch dieses Jahr gab es wieder zwei Stimmen pro Eintrittskarte: die Erststimme, die zwei Punkte zählte, und die Zweitstimme mit einem Punkt.

Seit 27 Jahren kürt „Süddeutschlands größter und ältester Nachwuchswettbewerb“ einen Vertreter der lokalen Szene zur „Band des Jahres“. Was hatte hier nicht schon alles seinen Anfang genommen: „Anajo“ hatte 2001 gewonnen, „Die Herren Polaris“ 2005, ein Jahr später die „Killerpilze“. Namen, die Geschichte geschrieben haben.

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Am Freitagabend blieben jeder Band 25 Minuten, um die Gunst des Publikums zu gewinnen. Aus Friedberg angetreten war das Punk-Rock-Trio „Wo ist Kai?“, das den dritten Platz belegte. Das Quintett „Cross Style Rising“, das mit seinem Durchschnittsalter von 18 Jahren vor kurzem mit dem Young Talents Award des Downtown Music Instituts ausgezeichnet worden war, kletterte mit seinem facettenreichen Stil auf Platz zwei. Den Titel „Band des Jahres 2015“ darf sich seit Freitag das Elektro-Pop-Trio „Wunderwelt“ in die junge Biografie schreiben.

Für alle Teilnehmer gibt es Workshops des Pop College

Auch das Wirtshaus-Songwriter-Trio „Tequila Sunrise“ aus Dinkelscherben und die Death Metal Rocker „Knives On Mind“ gingen nicht leer aus. Wie alle Teilnehmer des Finales werden sie an Workshops des Pop College teilnehmen, wie Wettbewerbsgründer und Chefredakteur der Neuen Szene Walter Sianos erklärte.

Während der Stimmauszählung sorgten die mit dem Sonderpreis der Jury ausgezeichneten „Kickstarters“ mit zeitgenössischem Rock’n’Roll für energiegeladene Unterhaltung. Die Stimmung hätte kaum besser sein können: Ausgelassen und feierfreudig zeigte sich das Publikum, das fairerweise nicht nur seinem jeweiligen Favoriten die Stange hielt. Kurz nach Mitternacht, als der Finalist feststand, war die Party für so manchen noch lange nicht zu Ende.

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